Elizabeth Fremantle - The Honey and the Sting

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  • Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)
    Three sisters.
    Three secrets.
    Three ways to fall . . .
    England, 1628.
    Forcibly seduced by the powerful George Villiers, doctor's daughter Hester is cast aside to raise her son alone and in secret. She hopes never to see Villiers again.
    Melis's visions cause disquiet and talk. She sees what others can't - and what has yet to be. She'd be denounced as a witch if Hester wasn't so carefully protective.
    Young Hope's beauty marks her out, drawing unwelcome attention to the family. Yet she cannot always resist others' advances. And her sisters cannot always be on their guard.
    When Villiers decides to claim his son against Hester's wishes, the sisters find themselves almost friendless and at his mercy.
    But the women hold a grave secret - will it be their undoing or their salvation?
    Because in the right hands, a secret is the deadliest weapon of all . . .


    Autorin (Quelle: Amazon)
    E.C. Fremantle holds a First for her BA in English and an MA in Creative Writing from Birkbeck. As Elizabeth Fremantle she is the critically acclaimed author of four Tudor historical novels: Queen's Gambit, Sisters of Treason, Watch the Lady and The Girl in the Glass Tower. She lives in London and Norfolk.


    Allgemeines
    Erschienen am 6. August 2020 bei Michael Joseph als HC mit 368 Seiten
    Gliederung: Prolog (Foreword) – Roman in drei Hauptteilen, Kapiteln jeweils mit dem Namen wechselnder Romanfiguren überschrieben – Autorennachwort – Danksagung
    Teilweise Ich-Erzählung, teilweise Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven
    Handlungsort und -zeit: diverse Orte in England, August 1628


    Inhalt
    Die Schwestern Hester und Melis sowie ihre Halbschwester Hope leben auf dem Land und bestreiten durch Imkerei und Näharbeiten ihren Lebensunterhalt. Hester, die nach dem Tod ihres Vaters, eines Landarztes, zwischenzeitlich beim Duke of Buckingham,George Villiers, angestellt war, ist zu ihren Schwestern zurückgekehrt, nachdem sie von ihrem Arbeitgeber vergewaltigt und geschwängert wurde. Neun Jahre später, im Sommer 1628, erscheint er plötzlich bei Hester und erhebt Anspruch auf die „Herausgabe“ und Erziehung des gemeinsamen Sohnes Rafe, für den er sich bisher nicht interessiert hat. Da er als Favorit des Königs James I ein mächtiger Mann ist und Hester mit Zwangsmaßnahmen droht, beschließt diese, mit ihrer Familie zu fliehen. Für ihren Sohn würde sie alles tun! Villiers setzt einen ehemaligen Soldaten und mehrfachen Mörder auf Hester an, es folgt eine erbarmungslose Hetzjagd durch Südengland.


    Beurteilung
    Dieser Roman unterscheidet sich von den vorherigen Werken der Autorin dadurch, dass Elizabeth Fremantle hier von den historischen Fakten deutlich abweicht und wesentlich mehr Fiktives einbaut. Die Figur des George Villiers ist zwar historisch verbürgt und seine Charakterschilderung sowie sein Lebenslauf und sein früher Tod sind grundsätzlich faktenbasiert, die Geschichte der Beziehung zu dem drei Schwestern ist jedoch vollständig erfunden. Bei Hester, Melis und Hope handelt es sich um fiktive Figuren, die allerdings konkreten Personen des frühen 17. Jahrhunderts nachempfunden sind und – laut Autorin im Nachwort – exemplarisch für bestimmte Typen von Frauen und ihre gesellschaftlichen Rollen der Epoche stehen. Die drei verwaisten Schwestern haben keinen männlichen Beschützer, Hester hat für das an ihr verübte Unrecht keine Entschädigung erfahren und soll sogar noch widerspruchslos ihren Sohn aufgeben. Melis hat das „zweite Gesicht“ und wird in einer Gesellschaft, in der der Hexenglaube gängig ist, mit Misstrauen beäugt. Die jüngste (Halb)schwester Hope ist eine Mulattin, was sie Diskriminierung und mangelnder Respektierung durch Männer aussetzt.
    Der Erzählstil ist äußerst flüssig und anschaulich, die Spannungskurve verläuft nahezu von Beginn an sehr steil. Es gelingt der Autorin, beim Leser Empathie für Hester und ihre Familie sowie große Angst um deren Überleben zu erzeugen. Gleichzeitig bringt sie es zustande, auch den gedungenen Mörder nicht nur als Unmenschen darzustellen, sondern ihn eine gewisse Menschlichkeit zu verleihen und zumindest teilweise sein Verhalten nachvollziehbar zu machen. Durch den Wechsel der Erzählperspektiven (Ich-Erzählung von Hester, Erzählung in der dritten Person über die anderen Hauptfiguren) gestaltet sich die Lektüre sehr kurzweilig.


    Fazit
    Weniger faktengetreu und deutlich fiktiver als die anderen Romane der Autorin, aber mindestens ebenso fesselnd, sehr spannende Unterhaltung!

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

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