Antonio Bras - Kochen wie in Portugal

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  • Verlagstext:


    Bem-vindo à Portugal - willkommen in Portugal, dem Land der Seefahrer, der saudade und einer großartigen Kulinarik, die es unbedingt zu entdecken lohnt! Machen Sie sich wie einst die descobridores auf und erkunden Sie die bunte Vielfalt der portugiesischen Küche von açorda alentejana über bacalhau à Bras bis hin zu baba de camelo - präsentiert vom Lisboeta Antonio Bras, der sich nicht nur in der Küche seines Landes bestens auskennt, sondern auch spannende Geschichten auf Lager hat: Warum sich etwa die Menschen aus Porto Kuttelesser nennen oder was die Waren der pastelarias mit Nonnentrachten zu tun haben Die besten Originalrezepte und die schönsten Storys: espectacular - wie die Portugiesen alles nennen, was großartig ist!



    Meine Meinung:


    Bisher hatte ich kaum Erfahrungen mit der portugiesischen Küche, wenn auch manche Gerichte der spanischen Küche ähneln und mir daher nicht gänzlich neu waren. Daher war ich auf dieses neue Kochbuch besonders neugierig und habe es über NetGalley erhalten.


    Die in aktuellen Kochbüchern oft anzutreffende pseudocoole Sprache (wie z.B. "Länder-Quickie") nervt mich persönlich, kommt in diesem Buch hier aber zum Glück nur reduziert vor.


    Dafür besticht es durch schöne, stimmungsvolle Fotos, die die geschilderten Speisen ins rechte Licht rücken.


    Aus der bereits erwähnten spanischen Küche bereits bekannte Gerichte tauchen dabei ebenso auf wie überraschende, für mich völlig neue Rezepte und Kombinationen. Es gibt sowohl einfache als auch opulentere Rezepte, und insgesamt ist das Kochbuch schön fischig. ;-) Ich liebe Fisch und Meeresfrüchte; aber auch tolle Geflügelgerichte und faszinierende Nachspeisen sind aufgeführt und ansprechend dargestellt. Die im Verlagstext angekündigten spannenden Geschichten kommen mir dabei ein wenig zu kurz.


    Mein einziger richtiger Kritikpunkt ist jedoch folgender: Dieses Kochbuch bietet fast nichts für VegetarierInnen. Nur wenige Vorspeisen / Suppen und Beilagen, kaum mal ein Hauptgericht, sind vegetarisch oder wenigstens mit einer vegetarischen Variante versehen. Offenbar ist diese Ernährungsweise in der traditionellen portugiesischen Küche nicht vorgesehen; aber dann hätte man wenigstens ein paar Gerichte für heutige Bedürfnisse und Vorlieben abwandeln können oder grundsätzlich mehr vegetarische Gerichte auswählen können, sodass auch VegetarierInnen oder Menschen, die bewusst nur selten Fleisch und Fisch essen (wie meine Familie), bei den Rezepten für die Hauptgerichte auf ihre Kosten kommen und nicht nur, wie jahrzehntelang üblich, an den Vorspeisen und Beilagen knabbern dürfen. Dass daran nicht gedacht wurde, hat mich ein wenig enttäuscht.


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