Paul Jenkins - Es zerbrach am hellichten Tag / Fiction Squad

  • Kurzmeinung

    Dave2311
    Fiction Squad ist ein schräger Märchenkrimi, der den Leser in ein recht merkwürdige Märchenland mitnimmt.

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  • Paul Jenkins / Ramón F. Bachs - Fiction Squad


    Inhalt:

    What’s to Love: After publishing Paul Jenkins’ Fairy Quest, we kinda have a thing for Fablewood, where all fairy tales and bedtime stories live side-by-side. So when he came up with a mystery and fantasy mash-up adventure set there and enlisted his Civil War: Front Line artist Ramon Bachs, we hopped aboard faster than Alice went down the rabbit hole. In Fiction Squad, every nursery rhyme is a crime scene in the making. If you like your mystery mashed up with fantasy, like Fables and Once Upon a Time, this has got you covered.What It Is: Fablewood is a pretty dangerous place, but no area is more dangerous than the City of Rimes, deep in the heart of the Children’s Realm. After transferring in from the realm of Mystery, a failed detective from an unfinished prose novel, Frankie Mack, is about to uncover a conspiracy that could unmake storytelling itself. After Humpty Dumpty is pushed to crack and Jack (of Jack and Jill) goes AWOL, Frankie and his partner, Simple Simon, are put on the case.

    (Q amazon)


    Meinung:

    Fiction Squad


    Es war einmal das Land Fabelwood. Das Land der Magie. Das Land aller Geschichten.

    Getrennt durch die Genregrenzen finden sich dort die unterschiedlichsten Reiche. Eines davon ist das Reich der Kindergeschichten und in dessen Herz liegt die märchenhafte Stadt Rimes. Einst war Rimes eine Stadt der Wunder. Die Einwohner lebten friedlich Seite an Seite. Doch jetzt toben Intrigen in der Stadt. Eine dunkle Macht hat Fuß gefasst und das erste Opfer ist Humpty Dumpty.

    Die Ermittlungen zu diesem Fall übernimmt Detektiv Frankie Mack und sein nicht so cleverer Kollege Simon Simple. Bei den Nachforschungen zu Humptys Unfall stolpert Frankie über viel mehr als nur einen Mordversuch. Im Laufe der Ermittlungen werden ihm immer mehr Steine in den Weg gelegt. In der Stadt geht etwas vor sich. Frankie muss tief graben und stößt dabei auf seine eigene Vergangenheit. Wird er den Kampf gegen einen übermächtigen Gegner verlieren oder kann er Fabelwood vor dem Untergang retten. Wird er sich seiner Vergangenheit stellen?


    Wieder befinde ich mich in einer Geschichte von Jenkins in Fablewood. Allerdings dieses Mal ist es völlig anders als in Fairy Quest. Hier haben wir es mit einer Art Krimimärchen-Noir zu tun, der allerdings ziemlich bunt ist. In Sachen Verrücktheit hat Jenkins auch wieder ordentlich was zu bieten. Lachen und Schmunzeln darf man an vielen Stellen. Gerade Simon sorgt für gute Unterhaltung, denn der Gute ist etwas dumm und nimmt viele Aufgaben von Frankie etwas zu wörtlich, was zu einigen recht merkwürdigen Ergebnissen führt und auch zu einem Gangkrieg.


    Die beiden Ermittler, insbesondere aber der Protagonist Frankie Mack, bekommt einiges zu tun und besucht im Laufe seines Abenteuers sehr, sehr viele bekannte Märchengestalten. Manche sind ihm wohlgesonnen, doch viele wollen ihm an den Kragen. Hier nimmt es Jenkins, wie auch bei Fairy Quest, nicht so ganz genau mit den Charakteren. Man erkennt sie zwar recht eindeutig, doch fallen praktisch alle aus ihrer 'normalen' Rolle. Das könnte einige Leser durchaus irritieren. Wie aber schon bei Fairy Quest nenne ich das künstlerische Freiheit. Mich hat es jedenfalls gut unterhalten.

    Der Humor kommt in der Geschichte auch nicht zu kurz. Ich konnte zwar nicht lauthals loslachen, aber sehr häufig schmunzeln. Sowohl im Wort als auch im Bild kommen recht viele Späßchen vor.


    Die Geschichte versucht etwas düster zu wirken. Dies allerdings nicht vordergründig, eher durch den Kriminaleinschlag und den Versuch Frankies als ernstzunehmender Detektiv durchzugehen. Die Bilder erzählen auch eine ganz andere Geschichte. Es wird sehr farbenfroh, aber nie anstrengend. Der Zeichenstil wirkt auf mich niedlich, wenn man das mal so sagen darf. Er kann allerdings, wenn die Geschichte es verlangt, bedrohlich und aggressiv wirken. Es gibt Bilder die äußerst detailverliebt sind und dann auch nur skizzenhaft. Die Zeichnungen machten auf mich nie den Versuch übermäßig ernst zu wirken. Es soll ein kunterbuntes Märchen sein und das bringen auch die Zeichnungen so rüber. Mich hat der Stil jedenfalls angesprochen.

    Einige der weiblichen Nebendarstellerinnen fand ich allerdings etwas fehl am Platz. Manche von ihnen setzen ihre weiblichen Rundungen sehr aufdringlich in Szene. Im Grunde habe ich ja nun wirklich nichts gegen solche Darstellungen. Mir kam es nur, wenn man der Rest der Darstellungen betrachtet, unpassend zum Gesamtbild vor.


    Frankie und Simon sind sehr sympathische Akteure in der Geschichte. Frankie punktet mit seinem ehrgeiziger Copgetue und Simon einfach mit seiner schön schrägen, dummen, naiven Art. Ich weiß wirklich nicht wer mir mehr Spaß gemacht hat, der Held oder sein Sidekick. Mich haben die Beiden jedenfalls recht gut unterhalten.


    Fazit:

    Fiction Squad ist ein schräger Märchenkrimi, der den Leser in ein recht merkwürdige Märchenland mitnimmt. Es gibt jede Menge zu lachen und viele verrückte Gestalten kennenzulernen. Wer bereits einen Ausflug mit Fairy Quest gemacht hat wird sicherlich auch mit dem Fiction Squad seinen Spaß haben, zumal diese Geschichte abgeschlossen ist.



    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Samuel Goldwyn


  • Mario

    Hat den Titel des Themas von „Paul Jenkins / Ramón F. Bachs - Fiction Squad“ zu „Paul Jenkins - Es zerbrach am hellichten Tag / Fiction Squad“ geändert.

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