Campino - Hope Street

  • Buchdetails

    Titel: Hope Street: Wie ich einmal englischer M...


    Verlag: Piper

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 368

    ISBN: 9783492070508

    Termin: Neuerscheinung Oktober 2020

  • Bewertung

    3.7 von 5 Sternen bei 8 Bewertungen

    73,8% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Hope Street: Wie ich einmal englischer M..."

    Er ist einer der populärsten Musiker Deutschlands. Aber das ist nur die halbe Geschichte. Die andere Hälfte fängt mit Kevin Keegan an, dem englischen Stürmer mit den wilden Locken. Der wurde in den 70ern zu Campinos großem Idol: Als zehnjähriger Sohn einer englischen Mutter und eines Richters aus Düsseldorf war ihm dieser Keegan Erlösung und Vorbild zugleich – ein cooler Engländer, der ihm zeigte, auf welcher Seite er zu stehen hatte. Seitdem verbinden sich in der Entscheidung für den besten Fußballverein der Welt die ganze Widersprüchlichkeit seiner Herkunft und die Liebe zu einem Land, das irgendwo zwischen Beatles und Brexit steht. – Von alldem, seiner Familie und der rasenden Leidenschaft zum Liverpool FC erzählt Campino in diesem Buch.
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    Mojoh
    Sehr persönliches Buch über Campino, seine Familie und sein Fan-Sein der Reds.
  • Kurzmeinung

    terry
    am besten für Fußball- und Campinofans geeignet (geht nicht um DTH!)

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  • "Es geht auch ohne" (Die Toten Hosen)

    Andreas Frege alias Campino, der als Frontmann der “Toten Hosen“ berühmt-berüchtigt ist, legt in „Hope Street“ Teile seines Familienlebens und seine Leidenschaft für den FC Liverpool offen. Locker-flockig gleich einem Tagebuchabriss springt er von Hölzchen aufs Stöckchen, nimmt den Leser mit an seinen Heimatort für eine melancholische Rückschau, um dann in die Gegenwart zu hüpfen und von Spieleübertragungen in New Yorker Kneipen kurz vor der Hochzeit zu schwafeln. Seine Passion für den englischen Fussballclub FC Liverpool mag momentan so mancher teilen aufgrund des deutschen Trainers Jürgen Klopp, doch für Ihn selbst geht die Liebe noch einen Schritt weiter, als Sohn einer englischen Mutter hat ihn England ebenso geprägt wie Deutschland.


    Obwohl recht unterhaltsam und teilweise sogar witzig zu Papier gebracht, um eine Nähe zum Leser herzustellen, weiß Campino nicht wirklich zu fesseln. Hat man als Musikinteressierter die Karriere der „Toten Hosen“ verfolgt, erwartet man sich eigentlich eine etwas aufmüpfige und rebellische Ader, die zu Kontroversen führt und für Diskussionen sorgt. Diese Geschichte dagegen ist handzahm, fast schon bieder anzusehen und entspricht so gar nicht den gehegten Erwartungen, die man mit dieser Autobiografie verknüpft hat. Während er sprachlich den Finger hebt und sich z.B. für den Umweltschutz stark macht, kann man sich als Leser eigentlich nur fremdschämen, wenn man dann über die Reiserouten der Band liest oder über seine eigenen, um diverse Fußballspiele live mitzuerleben und welche Transportmittel dafür genutzt werden. Da fragt man sich nur noch: kann ich so jemanden ernst nehmen? Vor allem in Hinblick auf die Position als Vorbild für so viele sollte er sich immer die Frage stellen, wie glaubhaft er ihnen gegenüber wirkt. Je mehr man liest, umso langweiliger wird die Gesamtstory, am Ende ist man froh, die letzte Seite erreicht zu haben.


    Lange Jahre haben wir Campino und die „Toten Hosen“ gern gesehen und gehört, gerade weil sie so unangepasst und streitlustig dahergekommen sind. All dies hat sich nach dem Blick hinter die Fassade doch schnell relativiert und die nächsten Songs nehmen wir einfach so, wie sie sind – Lieder eben, die unterhalten sollen und keine ernstzunehmenden Botschaften. Mehr Schein als Sein und wohl doch mehr Kommerz als Überzeugung! Schade, dieses Vorbild hat seinen Heiligenschein verloren. Daumen runter!


    :bewertung1von5:

    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
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    gelesene Bücher 2020: 432 / 169960 Seiten

  • dreamworx ; ja, ich gebe dir recht, wenn Campino in diesem Buch etwas bieder daherkommt. Hätte ich mir so auch nicht gedacht. Auch das mit der Fliegerei, da kann ich dich voll verstehen, was du meinst.


    Aber es geht mir beim Lesen dieses Buches um das Buch und nicht darum das Leben von Campino zu bewerten. Ob es mir gefällt oder nicht (das Leben, den Lebensstil).


    Ich könnte sonst auch keine Biografie über einen Diktator lesen ohne diese entweder abzubrechen oder mit der minimalsten Sternenanzahl zu bewerten.

    Aber auch eine solche Biografie kann gut oder schlecht geschrieben sein.


    Bin erst mitten im Buch, aber ich möcht trotzdem potentielle Leser darauf hinweisen:

    Es geht in dem Buch um Campino selbst und seine Leidenschaft zum Liverpool FC. Genauso steht es auch am Cover.

    Wer sich vieles über die Band (Die Toten Hosen) erwartet, sollte dies wissen, und nicht mit falschen Erwartung an das Buch gehen.

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    „An allem Unrecht, das geschieht, ist nicht nur der Schuld, der es begeht, sondern auch der, der es nicht verhindert.“

    Erich Kästner

    "Das fliegende Klassenzimmer"


    Warnhinweis:
    Lesen gefährdet die Dummheit

    :study:

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