Patrick S. Tomlinson - Children of the Divide

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  • Produktvorstellung bei Amazon (meine Übersetzung)


    Eine neue Generation wird 18 Jahre nachdem die Menschheit Gaia erreichte erwachsen. Jetzt gefährden innere und äußere Bedrohung des Dreizacks alles, was sie bisher erbaut haben.

    Die Entdeckung einer außerirdischen Installation in einem von Gaias Monden, terroristische Anschläge und die Entführung der Tochter eines Mannes belasten die Gemeinschft bis zur Grenze, aber nur zwei Männer haben eine Chance alle drei Rätsel zu lösen, bevor die zusammengeschusterte Regierung des Planeten alles zum Stillstand bringt.


    Meine Beurteilung/Eigenzitat aus amazon.de


    Es ist schade, daß Knaur wegen geringer Verkaufszahlen der ersten beiden Teile beschlossen hat, auf eine Übersetzung dieses dritten Teils der Trilogie zu verzichten. Aber man kann ja auch auf Englisch lesen.


    Die Überlebenden der Vernichtung der Erde und der Konflikte auf der langen Reise zu einem bewohnbaren Planeten haben auf Gaia mit den Atlantern Abkommen geschlossen, von denen jetzt viele jüngere in Slumgebieten am Stadtrand der ständig wachsenden Stadt Shamballa leben. Diese kommen nun langsam ins Erwachsenenalter und sehen den Unterschied ihrer Lebensumstände zu denen der Menschen sehr kritisch.


    Am Tag zur Feier der ersten offiziellen Begegnung zwischen Menschen und Atlantern wird in der am Orbitallift hängenden Stadt eine Bombe gezündet, während eine junge Atlanterin einen auf die Station zufliegenden Shuttle übernimmt um die Station zur gleichen Zeit von außen zu rammen. Ein Plan, der nur zu 75% aufgeht, in dessen Verlauf aber Bryan und Theresa Bensons atlantische Adoptivtochter Benexx. Etwas, das den Held von Zero und die Polizeichefin überaus wütend macht.


    Während sie den Attentätern und Entführern nachspüren - und dabei wachsende Unruhen in Shamballas Slums registrieren - muss sich Jian Feng am Ende seiner ersten Raummission, die beinahe in einer Katastrophe geendet war, mit einer neuen Mission auf Vass - Gaias von den Atlanern als Gott verehrter Mond - auseinandersetzen, mit der er in keinster Weise einverstanden ist. Doch sein Befehlshaber, der gleichzeitig auch sein Vater ist, besteht darauf.


    Politische Spannungen, rassenübergreifende Kooperation von Rassisten, Spannungen durch unterschiedliche Anatomie, unterschiedlicher Geschichte, verschiedene Religionen und Erfahrungen. Aktueller konnte dieser letzte Teil der Trilogie gar nicht sein - wenn es denn wirklich das Ende der Geschichte ist, denn die letzte Seite wirkt arg wie ein Cliffhanger.


    Stellenweise ist es wirklich ziemlich harte SF, denn technologische, wissenschaftliche und andere Exposition ufern mehr als einmal eine wenig aus, was die Sprach- und Situationskomik nur bedingt auffangen kann - auch wenn es sehr, sehr spannende Passagen gibt. Insgesamt aber durchaus lesenswert - sogar, wenn man die ersten beiden Teile nicht kennen sollte.

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