Camaron Roubique - Kill River

  • Kurzmeinung

    Dave2311
    Wer ein Faible für 80er-Horror hat, der ist im Kill-River-Freizeitpark ganz sicher richtig aufgehoben.

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  • Camaron Roubique - Kill River


    Inhalt:

    In the summer of 1983, thirteen-year-old Cyndi and her three new-found friends, Stacy, Zack, and Brad decide to sneak away from their summer camp in the middle of the night by rafting down the nearby rivers. After spending a tense night lost in the woods, the four teenagers stumble into a mysterious water park that appears to be completely empty.


    At first they are thrilled to have the rides all to themselves, at least until one of them disappears. Soon they discover that they are trapped in the park, and a dark figure is stalking them from the shadows, picking them off one by one. Once night falls, Cyndi will have to fight to escape the park, a masked maniac, and a living nightmare.


    Kill River is a wild water park ride filled with blood, gore, and '80s nostalgia. Slasher fans rejoice, old school horror is back!

    (Q Amazon)


    Meinung:

    Camaron Roubique - Kill River


    Es ist das Jahr 1983. Cindy ist ein 13-jähriges Mädchen, dass recht zurückgezogen lebt. Sie liebt ihren Walkman und Menschen braucht sie dafür nicht um sich herum. Ihre Eltern sind aber der Meinung, dass sie soziale Kontakte braucht und melden sie für ein Sommercamp an. Man kann sich denken, dass Cindy nicht begeistert ist. Widerspenstig ergibt sie sich ihrem Schicksal. Immerhin hat sie ihren Walkman, jede Menge Kassetten und Batterien dabei.

    Im Camp Kikawa lernt sie Stacey, Brad und Zack kennen. Die vier sind mit Abstand die ältesten im Camp. Durch verschiedene Umstände kommt es, dass diese vier sich in einer Nacht und Nebelaktion aus dem Camp wegstehlen, doch ihr Trip endet nicht in der nächsten Stadt, sondern in einem merkwürdigen Wasserfreizeitpark.

    Die Kinder sind erst euphorisch. Der Park macht einen super Eindruck, die Attraktionen sind alle aktiv und sie scheinen die Einzigen im Park zu sein.

    Leider müssen sie schnell erkennen, dass noch etwas (oder jemand?) mit ihnen im Park ist und es ist ihnen nicht freundlich gesinnt.

    Werden sie einen Ausweg finden und dem Horror entkommen?


    Ich war wirklich skeptisch bei der Geschichte und hatte keinerlei Erwartungen. Doch ich wurde sehr positiv überrascht. Gerade die zweite Hälfte der Geschichte hat es in sich. Die Spannung steigt zum Zerreißen. Ich konnte mich immer nur schwer von der Geschichte trennen (Es gibt ja auch noch ein Leben neben dem Buch). Es hat mir einen Höllen Spaß gemacht.


    Die Geschichte fängt recht beschaulich an. Gut 1/3 der Erzählung behandelt die Vorstellung der Kinder und ihre Erlebnisse im Sommercamp. Hier hatte ich meine Zweifel, ob das noch was wird. Die ganze Vorgeschichte war allerdings nicht langweilig. Es passierte zwar nichts mörderisches, aber hierdurch kam man langsam an die Darsteller ran und sie wurden vertrauter. Das hatte später den Vorteil, dass man wirklich mit fiebern konnte.

    Mit dem Verdünnisieren der Jugendlichen aus dem Camp wird es dann ganz langsam spannender.

    Vorerst gibt es nur hier und da mal ein kleines Aufblitzen einer möglichen Gefahr, doch für die Kinder spielt das erst mal keine Rolle. Als Leser bekommt man hier aber schon ein reichlich ungutes Gefühl. Es nagt an einem und die Nackenhaare stellen sich auf.

    Dann plötzlich zeigt sich das Grauen kurz und ungehemmt und Nr.1 ist verschwunden.

    Noch sind die anderen 3 Kinder recht entspannt. Erst nach und nach kommt ihnen ein merkwürdiger Verdacht.

    Der Leser bekommt in dieser Zeit aber auch nicht viele Informationen geliefert. Man weiß nicht mehr als die Kinder und das lässt die Spannung immer weiter steigen. Wenn sich die Ereignisse dann nach und nach immer weiter zuspitzen, ist es kaum noch auszuhalten.

    Ich hatte lange kein Buch mehr, das mich so angespannt hat lesen lassen. Ich habe das Grauen hinter jedem Busch, jedem Stein hervorspringen sehen.


    Der Kampf der Jugendlichen ums Überleben ist eindrucksvoll in Szene gesetzt.


    Das Setting, welches der Autor hier verwendet, fand ich zu Beginn etwas merkwürdig, doch es klärt sich hintenraus auf, was es mit dem verlassenen, werksneuen Wasserpark auf sich hat. Nachdem ich mich aber mit der Örtlichkeit angefreundet hatte, fand ich es wirklich sehr stimmig. Ich habe zwar ab und an etwas die Orientierung verloren, aber der Autor hat sich wirklich einen Kopf gemacht. Der Wasserpark hat sich richtig angefühlt und spätestens wenn die Lichter ausgehen, will man hier nicht mehr sein.


    Am Ende bleiben allerdings ein paar Fragen offen.

    ———Spoiler———

    ———Spoiler Ende———

    Wie dem auch sei, hier bin ich mal nicht so, denn nach typischer 80er-Splatterhorrormanier, bleibt das Ende vorsichtig offen und der Autor kündigt im Nachwort direkt ein Sequel an. Vielleicht gibt es ja mehr Antworten im 2. Teil der Reihe, vielleicht wird es auch noch verrückter. Ich bin jedenfalls gespannt und Teil 2 wird zeitnah bei mir einziehen.

    Mittlerweile gibt es bereits einen 3. Teil in der Kill River Reihe. Es dürfte also noch spannend werden.


    Ich hatte jedenfalls meinen Spaß mit der Geschichte.

    Was auch erwähnenswert ist: Die Geschichte liest sich äußerst flüssig. Ich bin bei weitem kein Englischprofi, aber diese Geschichte hat sich wahnsinnig zügig gelesen. Ob das nun etwas über die Qualität des Schreibens aussagt will ich nicht beurteilen. Ich kann nur sagen, dass mir das Lesen sehr einfach von der Hand ging.


    Fazit:

    Wer ein Faible für 80er-Horror hat, der ist im Kill-River-Freizeitpark ganz sicher richtig aufgehoben. Durch die Teenager wird das Ganze etwas humorig. Es bekommt diesen typischen Teenagermetzelgeschmack, den man von entsprechenden Filmen kennt. Der Autor macht jedenfalls alles richtig. Einige Erklärungen und Gefühlsausschweifungen hätten etwas gekürzt werden können, aber da sich das in Grenzen hält und meist passend zu den Ereignissen ist, passt es auch für mich. Nach der Einführung und der Vorgeschichte steigt die Spannung zum Zerbersten. Man kann das Buch kaum aus den Händen legen.



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    Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Samuel Goldwyn


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