Andrea Petkovic - Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht

Cover zum Buch Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht

Titel: Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht

3,7 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

74% Zufriedenheit

Verlag: KiWi-Taschenbuch

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 272

ISBN: 9783462002737

Termin: Juni 2022

Aktion

  • Sympathische Erzählungen

    Andrea Petkovic hat in Ihrem bisherigen Leben, eine beeindruckende Karriere hinter sich und obwohl erst 33 Jahre alt, sicher schon einiges zu erzählen. Für mich sehr interessant, ist immer die Frage der Motivation oder was steckt hinter solch einem Mensch. Was treibt ihn an ? Was für Ziele hat er sich gesetzt ?

    "Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht" verfolgt einen losen Faden an kurzen Geschichten, die bunt pendeln zwischen Erinnerung, privaten Momenten, Tennis, oder von Motivation und Frustration in ihrem bisherigen Leben. Eine Leben das sie schon als Jugendliche auf sich selbst gestellt, führen musste oder wollte und zwischen Darmstadt und New York pendelt.

    Mir gefällt ein Buch voll Erzählungen, die nicht den Anspruch erwecken, eine komplette Biographie aufzubauen, sondern oft einfach lose eingestreute Geschichten aus dem Alltag einen Einblick in das Leben einer Frau Petkovic geben. Als Einwandererkind aus Tuszla fest verhangen in der deutschen Kultur aufgewachsen mit Jugoslawischen Wurzeln und Mentalitäten. Für mich ein wunderbares Beispiel die Frage, warum eine Lehrerin sich wundert, wenn ein Kind den Wunsch hat, die Beste in irgendeiner Sache zu sein ? Das sollten sich heute viele einmal fragen, warum sie ihr potential einfach liegen lassen und ein Einwandererkind, diese Tatsache für selbstverständlich hält.

    Auch Wunderschön beschrieben, der Leidensweg nach den Verletzungen und ein ungewöhnlicher Motivationstrainer. Das Ziel zu erreichen und zusammen zu brechen, weil nach dem Ziel kein weiteres Ziel gelauert hat. Natürlich spielt sich viel in der Tenniswelt ab, aber irgendwie alles eher in der Situation eines Beobachters der das Innenleben der Frau Petkovic verfolgt. So gesehen verdingt es viel Respekt, sein Innenleben preis zu geben, was mir persönlich Andrea Petkovic in Ihrer Stärke und Vielseitigkeit , sehr Nahe gebracht hat und auf mich sehr sympathisch gewirkt hat.

    Es ist kein Buch der Superlative und wartet auch nicht mit spektakuleren Enthüllungen auf, doch habe ich die Erzählungen einfach gerne gelesen und durch den sehr guten Erzählstil , sind die Geschichten nur so dahin geglitten.
    Hat mir gut gefallen !:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Sehr lesenswert

    Andrea Petkovic erzählt aus ihrem Leben als Tennisspielerin. Sie erzählt von ihrer Kindheit und Jugend in Darmstadt als Einwandererkind aus dem ehemaligen Jugoslawien und von ihrer große Liebe zur Literatur und Musik.

    Die Autorin hat ein ausgezeichnetes Buch geschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig und humorvoll. Selbstironie kommt auch nicht zu kurz. Sie hat mehrere Erzählungen aneinander gereiht. Es ist sehr kurzweilig. Sie liest selbst sehr viel. Deshalb erwähnt sie häufig Autoren und Bücher, die sie gelesen hat und erzählt, was sie beeindruckt hat. Besonders gefallen hat mir, dass Andrea Petkovic einen Einblick in die Tennis-Welt gibt. Sie beschreibt, wie sie es geschafft hat, nach Niederlagen und vielen Verletzungen wieder aufzustehen und weiterzumachen. Sie ist zu bewundern, wie sie sich nach ihren Verletzungen immer wieder hochgekämpft hat. Sie beschreibt auch, dass sie für diesen Weg ihre Kindheit geopfert hat. Das Buch hat mich sehr begeistert. Ich hoffe sehr, dass Andrea Petkovic noch weitere Bücher schreibt.

    Sehr empfehlenswert für Leser, die einen Einblick in die Tennis-Welt bekommen möchten.

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  • Andrea Petkovic erzählt ihre Geschichte. Ihre Familie stammt auf dem ehemaligen Jugoslawien, sie wuchs in Darmstadt auf und hat sich in der Tenniswelt hochgekämpft.

    Die Erzählungen von Kindheit, Familie, Tenniskarriere und Turnieren fand ich sehr interessant und toll geschrieben. Man bekommt einen Einblick in ihr Leben, das nicht einfach war. Diese Kapitel fand ich gut gelungen und sie haben mich auch fasziniert und begeistert. Wobei ich auch schon seit meiner Kindheit Tennis spiele. Ich bin mir unsicher, ob Leser, die sich mit Tennis nicht auskennen da wirklich gut folgen können.

    Die anderen Kapitel, die von Freunden und Bekannten gehandelt haben, irgendwelchen Partys und Treffen fand ich teilweise sehr verwirrend. Ich bin da nicht wirklich durchgestiegen wer diese Personen genau sein sollen, was es mit ihnen auf sich hat. Ich habe mich manchmal gefragt, warum erzählt sie das jetzt? Und wie ging es dann mit diesen Personen weiter? Es war teilweise zu viel erzählt und teilweise wieder zu wenig, um es genau zu verstehen.

    Vermisst habe ich was sie jetzt genau macht und wovon sie jetzt lebt. Und gab es nie einen wichtigen Mann in ihrem Leben, mit dem sie mal ernsthaft zusammen war?

    Der Schreibstil und die Ausdruckweise hat mir gut gefallen.

  • Ein interessanter und ungewöhnlicher Schreibstil

    Andrea Petkovic kam als Baby mit ihren Eltern nach Deutschland. Da ihr Vater als Tennistrainer arbeitete, fand sie früh Gefallen an diesem Sport, wobei sie schnell der Ehrgeiz packte und sie jede freie Minute damit verbrachte. Sie lebte nach der Maxime, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will und hart genug daran arbeitet. Dadurch erlebt sie viele Kindheits- und Pubertätsphasen nicht wie andere Teenager, sondern im Dauerstress. Sie befindet sich zwischen zwei Welten, auf der einen Seite sind da die Nachteile, die sich für sie als Migrantenkind ergeben, auf der anderen Seite lockt die Glitzerwelt des Tennis. Auch emotional hat sie einiges zu verkraften, z.B. die Einsamkeit in Hotelzimmern, da sie zunächst immer alleine zu Wettkämpfen reist, aber auch die Rivalität der anderen Spieler. Weil ihre Eltern ihr harte Regeln auferlegen, kann sie nie richtig Kind sein, sondern muss auf vieles verzichten. Dadurch sind auf der einen Seite Durchhaltevermögen und Beharrlichkeit, auf der anderen Seite aber auch die Angst zu versagen.

    Sehr ausführlich beschreibt sie ihre persönlichen Gefühle und ihre Beziehung zu den einzelnen Grand-Slam-Turnieren in Australien, Wimbledon, Paris und New York. Diese Passagen fand ich als außenstehende Leserin recht langatmig.

    Ihr Schreibstil hat mir am allerbesten gefallen, denn er ist gespickt mit amüsanter Ironie, auch Selbstironie, und hintergründigem Humor. Man hält immer wieder inne, um zu reflektieren, wie dies oder jenes gemeint ist. Und zum Vorschein kommt dabei auch eine gehörige Portion Selbstkritik, was ich als positiv registriert habe. Andreas Art zu schreiben ist flüssig und anschaulich, die Schilderungen detailliert und unterhaltsam. Man kann sich schnell in Situationen oder Beschreibungen hineindenken und fühlt sich im Buch angekommen. Ich denke, sie könnte unterhaltsame Satiren schreiben.

    Vom Inhalt jedoch bin ich enttäuscht. Gut, ich weiß, dass es sich nicht um eine Biographie handelt, sondern um einzelne Erzählungen. Aber in diese Geschichten fließt auch viel Persönliches ein, so dass man sich ein Bild ihrer Kindheit und Jugend machen kann, gekennzeichnet durch hartes Training, Verzicht und ein strenges Elternhaus. Die Autorin beschreibt tiefe Einblicke in das Erleben verschiedener Lebenssituationen, die sich in ihrem Gedächtnis eingebrannt haben. Aber nach der Jugend ist damit Schluss, man erfährt nur noch wenig über den Menschen Andrea Petkovic. Womit verdient sie heute ihr Geld, hat sie nach wie vor engen Kontakt zu ihrer Familie, ist der Rückzug aus dem Tennisleben ihr leicht gefallen usw. Stattdessen werden andere Personen aus ihrem Bekannten- und Freundeskreis sehr intensiv geschildert, z.B. Danica oder Patty, und man findet keine Verbindung zum eigentlichen Thema. Auch Partys oder Ausgehzeiten nehmen zuviel Platz ein. Das letzte Kapitel kann ich überhaupt nicht einordnen, was will die Autorin damit ausdrücken, ihre Begeisterung für NY?

    Schade, meine Erwartungen lagen etwas anders. Trotzdem ist das Buch überwiegend amüsant zu lesen, und ich gebe drei von fünf Sternchen.

  • Ein Aufschlag der nicht nur gewinnt, sondern auch berührt

    Das Buch „Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Macht“ ist mir sehr nahe gegangen. Wer noch nicht weiß, ob er sich dieses Buch kaufen soll und noch zögert, dem lege ich es ans Herz. Es wird eine Autobiografie von Andrea Petkovic geschildert. Aber nicht trocken oder langweilig. Vielmehr vielfältig und interessant, denn es gibt keine Aneinanderreihung von Ereignissen aus ihrem Leben, die Reihenfolge ist frei gewählt und ermöglicht so einen Spielblick in ihr Leben. Der Leser kann sich darin verlieren und versteht ihre Liebe zum Wettkampf und gleichzeitig die Frage nach ihrer Identität. Sie wirft Fragen auf, die sie beschäftigen und auch anderen Hobby- und Leistungssportlern beschäftigen. Warum will ich unbedingt gewinnen? Was macht mich aus? Woher komme ich überhaupt und wo will ich hin? Wo bin ich wirklich Zuhause?

    Dieses Buch gibt einen Rundumblick über die Sportlerin und gibt auch die Möglichkeit hinter die Fassade zu blicken, die man sonst nur im Fernsehen sieht. Während des Lesens erfährt man viel über ihre Träume, Ängste, Tiefs und Hochs. Ihr Weg beginnt als junge Frau in Darmstadt und endete an der Weltspitze, führte aber auch in einen Tourbus einer Band in den USA. So wirkt sie nicht so unnahbar wie bei ihren Spielen im Fernsehen, sondern der Leser erfährt ein Bild von einem Menschen, der ist wie man selbst, nur ohne an der Weltspitze zu stehen.

    Andrea Petkovic ist mir sehr sympathisch geworden. Diese Autobiographie, gepaart mit Erzählungen hat mir sehr gut gefallen und stellt für mich eine absolute Leseempfehlung dar, da man den Zwiespalt zwischen Leben und Sport, Freizeit und Wettkampfvorbereitung, dem Leben in Deutschland und der Heimat in Bosnien wahrnimmt

  • Biografien bekannter Personen gibt es viele, wenn aber aktive Tennisspielerinnen autobiografisch über ihr Leben erzählen, dann ist das noch was nicht alltäglich. Mit genau so einem Buch haben wir es beí "Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht" zu tun. In diesem berichtet Andrea Petkovic in vielen kleinen Geschichten über Kindheit, Jugend und ihre Entwicklung zur Tennisspielerin. Dabei erfahren die Leser_innen nicht nur viel über Tennis, sondern vor allem etwas über den Menschem Andrea Petkovic und das, was sie im Leben antreibt und wie sie zu der geworden ist, die sie jetzt ist.

    Es lohnt sich für die Leser_innen, sich mit auf diese Entwicklungsreise zu begeben und dabei viel zu lernen und auch teilweise mitzufiebern. Der Mensch Andrea wird hinter dem Star Petkovic immer mehr sichtbar, was mir richtig gut gefallen hat.
    Somit ist dieses Buch nicht nur eines für Tennisliebhaber_innen, sondern auch für alle, die verstehen wollen, was Menschen antreibt, die so große Leistungen wie sie erreicht haben.

  • Gefühlvoll, humorvoll und weise

    Andrea Petković ist nicht nur ein hervorragendes Tennistalent, sondern auch eine begnadete Geschichtenerzählerin. Das hatte ich bereits nach nur wenigen Seiten in diesem Buch feststellen können.

    Ihre Geschichten sind abwechslungsreich und außergewöhnlich, denn wo sonst bekommt man solch einen persönlichen Blick hinter die Kulissen und auch in die Gedanken- und Gefühlswelt einer Leistungssportlerin.

    Was mir besonders gut gefallen hat, ist ihre Selbstironie, die immer wieder durchkommt. Das hat so etwas überaus Sympathisches. Obwohl die Autorin noch ziemlich jung ist, liegt außerdem eine große Portion Lebensweisheit in ihren Geschichten. Das Schöne ist, dass diese ohne erhobenen Zeigefinger auf sehr unterhaltsame und anschauliche Art herübergebracht wird.

    Ich habe nach dem Lesen dieses Buches den Eindruck, dass Andrea Petković bei allem Stolz, den sie zurecht aufgrund ihrer sportlichen Leistungen haben kann, eine bodenständige Person geblieben ist.

    Mein Urteil zu diesem Buch: Spiel, Satz und Sieg: Andrea Petković.

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