Silvia Stolzenburg - Die Salbenmacherin und der Stein der Weisen

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  • Lesenswerter fünfter Teil dieser Reihe


    Es ist mittlerweile April in Nürnberg geworden. Die Salbenmacherin Olivera hatte ein halbes Jahr, um sich von ihrer letzten Intrige zu erholen. Gemeinsam mit ihrem Mann führt sie ein ruhiges Leben und kümmert sich liebevoll um ihren Sohn. Doch jetzt wird es für sie Zeit, ihr Leben wieder aufzunehmen. Sie beschließt, wieder im Spital zu arbeiten. Alles ist ruhig und friedlich, bis ein Wanderheiler in die Stadt kommt. Er redet davon, alles zu Gold machen zu können, Krankheiten heilen zu können und dann auch noch im Besitz des Steins der Weisen zu sein. Unruhe macht sich in Nürnberg breit und dann wird der Heiler auch noch Tod aufgefunden. Unglücklicherweise sind Olivera und ihr Mann Götz wieder mitten im Geschehen.


    „Die Salbenmacherin und der Stein der Weisen“ ist nun bereits der 5. Band dieser Reihe. Es scheint fast so, als könnte Olivera kein normales Leben führen, denn auch hier ist sie wieder mitten im Geschehen und kämpft gegen Aberglaube und Gutgläubigkeit der Menschen sowie um ihre Existenz.


    Da die einzelnen Geschichten um die Salbenmacherin immer abgeschlossen sind, könnte man die Bücher auch einzeln lesen, obwohl ich sie im Ganzen gesehen schöner finde. Ich würde dazu raten, mit dem ersten Band zu beginnen. Kleine Rückblenden sorgen zwar dafür, dass man alles Wichtige aus den Vorgängern erfährt, aber es ist dann nicht mehr ganz so vollständig.

    In diesem Fall erzählt Silvia Stolzenburg von dem Glauben daran, aus unedlem Gold zu machen. Ein Traum, der so alt ist wie die Menschheit. Die Einwohner der Stadt sehen nur das viele Geld und den Gewinn, den sie machen können. Olivera ist eine klar denkende Frau und sie glaubt nicht an die Dinge, die der Heiler erzählt, aber ihn hindert auch niemand daran, die ganze Stadt in Aufruhr zu versetzten. Selbst Götz wankt zwischen an-den-Heiler-glauben oder doch lieber den Verstand gebrauchen. Als es dann zum Tod des Mannes kommt, ist Olivera wieder mitten drin und gezwungen, die Sache aufzuklären.


    Die Autorin versteht es gekonnt, die fiktive Handlung mit Einzelheiten aus dem beginnenden 15. Jahrhundert zu verbinden. Sie lässt das mittelalterliche Nürnberg im Kopf auferstehen. Es gelingt ihr, glaubhaft zu schildern, wieso die Menschen an diesen Heiler glaubten oder glauben wollten. Der Gedanke, ohne viel Arbeit reich zu werden, beschäftigt alle. In diesem Teil geht es eben auch darum, wie weit geht der Glaube wirklich und wie verändert er das Leben. Ihr leichter flüssiger Erzählstil sorgt zudem dafür, dass man dieses Buch kaum aus der Hand legen mag.


    Fazit:

    „Die Salbenmacherin und der Stein der Weisen“ sorgt auch in diesem fünften Band wieder für vergnügte Lesestunden. Ich habe es in nur wenigen Stunden gelesen und mich gut unterhalten gefühlt. Zumal es auch immer wieder Neues zu entdecken gab. Man darf gespannt sein, wie das Leben von Olivera und ihren Mann Götz wohl weitergehen wird.


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