Michelle Marly - White Christmas

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  • Das Hörbuch:

    Erschienen am 21.09.2020

    Aufbau-Verlag

    Ungekürzte Ausgabe, 422 Minuten


    Klappentext Amazon:

    Dreaming of a White Christmas.
    Hollywood, Heiligabend 1937. Für den erfolgreichen Jazz-Komponisten Irving Berlin aus New York ist dieser Tag stets ein besonderer – an diesem Datum verlobte er sich mit seiner großen Liebe Ellin Mackay. Und genau drei Jahre später erlitten die beiden an diesem Datum die größte Tragödie, die es für Eltern geben kann. Dieses Weihnachten nun muss Irving, zum ersten Mal getrennt von seiner Familie, unter der Sonne Kaliforniens verbringen. Voller Sehnsucht nach Ellin und den Kindern schreibt er einen Song über die weiße Weihnacht: I’m dreaming of a White Christmas …


    Die Autorin:
    Hinter Michelle Marly verbirgt sich die deutsche Bestsellerautorin Micaela Jary, die in der Welt des Kinos und der Musik aufwuchs. Ihr Vater ist der Komponist Michael Jary. Micaela Jary ist 1954 in Hamburg geboren und war viele Jahre lang Redakteurin und Chefredakteurin verschiedener Zeitschriften; seit 1993 schreibt sie Bücher.


    Der Sprecher:
    Martin Bross, geboren 1972 in Wetter, hat ein abgeschlossenes Schauspielstudium absolviert und arbeitet als Schauspieler, Synchron- und Hörbuchsprecher.


    Inhalt und eigene Meinung:

    Die Geschichte des Liedes ‚White Christmas‘ ist eher ein Aufhänger als ein gewichtiger Inhaltspunkt dieses Buches über das Leben von Irving Berlin. Im Wesentlichen werden die Jahre 1924 bis 1926 beschrieben, die sehr wichtig waren für Berlin und seine Frau Ellin Mackay. Vom ersten Augenblick an waren sie zueinander hingezogen und füreinander bestimmt, aber ihr Umfeld sah das ganz anders: Der jüdische Emporkömmling und Broadwaykomponist und die behütete streng katholische Tochter einer reichen New Yorker First-Class-Familie hatten anscheinend so gar nichts gemein. Wie es dann doch zu einem gemeinsamen langen Leben kam, lässt uns die Autorin in dieser spannenden und sehr gut recherchierten Biographie miterleben.


    Ich konnte mit dem Namen des Komponisten im ersten Moment nichts anfangen. Aber dann hat mich Wikipedia aufgeklärt und mir sind besonders die ‚Gassenhauer‘ aus Annie get your Gun gut bekannt. Die Person von Irving Berlin hat mir sehr imponiert; ein sehr einfühlsamer Mensch, trotz seiner Erfolge bescheiden geblieben, nie seine Herkunft vergessend und unendlich dankbar gegenüber dem Land, das ihm als Kind eine neue Heimat gegeben hat. Die Geschichte des Paares zeigt auch, wieviel Leid Standesdünkel und Beharren auf ‚der einzig richtigen Religion‘ Menschen zufügen kann. Und es scheint, dass es auch schon im Jahr 1924 die Schwärme von Paparazzi gab, die einem prominenten Paar auf die Nerven gingen.


    Ich habe von Michelle Marly schon ‚Madame Piaf und das Lied der Liebe‘ und ‚Die Diva‘, die Romanbiographie über Maria Callas gelesen, die mir gut gefallen haben. Dieses Buch über Irving Berlin konnte meine Emotionen aber noch mehr ansprechen. Der Schauplatz New York tat ein übriges, denn ich konnte die Stadt vor zwei Jahren selbst kennenlernen und mir die Orte des Geschehens gut vorstellen.


    Den Sprecher Martin Bross kannte ich bisher noch nicht. Sein Lesen fand ich anfangs emotionslos heruntergeleiert, ohne Ausdruckskraft. Aber im weiteren Verlaufe des Vortrags wurde es deutlich besser; vielleicht habe ich mich aber auch nur an seine Sprechweise gewöhnt. Mein Lieblingssprecher wird er sicher nicht.


    Ich habe :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:Sterne vergeben

    Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte (Victor Hugo).

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