Gerd Schilddorfer - Das Tartarus Projekt

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  • Spannender Thriller um ein bedrohliches Thema

    Michael Landorff ist ein eher behäbiger ex Journalist und konservativer Autor, vom Erfolg nicht gerade überwältigt. Als er auf eine Party bei einem Großindustriellen in München eingeladen wird, geht er zwar hin, kennt aber außer einer alten Bekannten die eine Werbeagentur hat , niemand auf der Feier. Am nächsten Tag besucht ihn die Polizei, da der Gastgeber auf der Party ermordet wurde. Seine Bekannte findet, dass es sich um die Gelegenheit handelt, ein exklusives Besuch zu schreiben, dass den Fall aufdecken soll und will es groß herausbringen und vermarkten. Landorff wird völlig überrumpelt aber mangels alternativen beginnt er zu ermitteln....

    Was mit einer langen Einleitung auf einer Party begann, bei der Landorff eher als Sofareporter dargestellt wird, wird im Verlauf der Geschichte zu einer sehr spannenden und süchtig machenden Story. Mit Anlauf und ersten Verwicklungen der Geheimdienste, ist Landorff und seine eher unfreiwillige Partnerin Alexandra Buschmann, die perfekten Hauptpersonen für ein Thema, das sicherlich in den nächsten Jahren sehr beschäftigen wird und damit ein spannendes und aktuelles Szenario aufwirft, dem wir alle ausgesetzt sein können.

    Die Darsteller sind sehr gut gezeichnet, der Überblick ist immer vorhanden, das Tempo steigert sich bis zum beeindruckenden Finale. Ist mir der Hauptdarsteller am Anfang noch zu schwerfällig, kommt er richtig in Schwung. Wer kann wertrauen oder besser lieber gar niemand? Ist jeder der, für den er sich ausgibt ?

    Fazit: Wunderbare Geschichte zwischen Thriller und Agentenroman angesiedelt und eine absolute Empfehlung in diesem Genre !:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    1. (Ø)

      Verlag: Carl Ueberreuter Verlag, Sachbuch


  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Gerd Schilddörfer - Das Tartarus Projekt“ zu „Gerd Schilddorfer - Das Tartarus Projekt“ geändert.
  • Nur ein toter Autor ist ein guter Autor


    Eine professionelle Pokerspielerin und ein Journalist werden auf eine Party in die Münchener Schickeria eingeladen. Beide können sich den Grund nicht erklären. Andere Gäste sind ihnen wenig bis gar nicht bekannt. Erst als der Gastgeber nach der Feier brutal ermordet wird, wird klar, warum beide als Gäste anwesend waren.


    Gemeinsam sollen sie den Mord aufklären. Sie stellen die richtigen Fragen und sind der Polizei stets einen Schritt voraus. Nach einem Einbruch, einem versuchten und vielen weiteren Morden wird klar, wie brisant der Fall wirklich ist. Wie weit geht man und auf wen trifft man, um einen Bestseller zu schreiben? Das ist der Auftrag für Michael Landorff, geht seine Agentin hier einen Schritt zu weit?


    In diesem Thriller zweigt Schilddorfer welchen Einfluss die Technik bereits auf unser Leben nimmt. Während viele darin Erleichterung und Komfort sehen, werden hier die dunklen Seiten betrachtet.


    In einem lässigen, umgangssprachlichen Stil vereint er aktuelle Geschehnisse mit „fiktivem“ Hintergrundwissen und löst beim Leser eins aus, einen ganz klaren Denkprozess.


    Das Buch bleibt bis zur letzten Seite spannend und zeigt wieder einmal, dass man genau überlegen sollte, wem man in seinem Umfeld wirklich vertrauen kann.


    Insgesamt ist das Buch sehr zu empfehlen.

  • Pageturner „Tartarus“


    Das Buch beginnt als teilweise irre, unglaubliche Satire über die Methoden der Werbebranche. Ein etwas unbedarfter und nur mäßig erfolgreicher Autor wird da hineingezogen und zum Urenkel von Emile Zola erklärt und dabei neu eingekleidet. Als geheimnisvoller französischer Autor soll er neuen Erfolg haben, doch das will er ja eigentlich gar nicht, zumindest nicht so! Schnell entwickelt sich daraus eine Kriminalgeschichte; denn er war ein Gast bei der letzten Party eines noch in derselben Nacht grausam verstümmelten Unternehmers dabei. Seine neue Werbeagentin setzt ihn auf den Fall an und lässt durchsickern, dass das nächste Buch ein Enthüllungsbuch über den Mord sein wird. Er muss nur schneller sein als die Polizei. Aber wie?


    War das Buch bis hierher schon aufregend, geht es dann erst richtig los: ein Unbekannter steckt ihm Nachrichten zu und ein weiterer Gast der Party, der dort genauso wenig hingehörte wie er selbst, tun sich zusammen. Zwei weitere Morde und ein Mordanschlag auf den Autor später wird aus dem Kriminalroman ein Agententhriller um High-Tech-Waffen, Deckname „Tartarus“. Die angebliche Versicherungsdetektivin entpuppt als Mossad-Agentin, gute Bekannte des Autors spielen ein doppeltes oder gar dreifaches Spiel, wem kann er noch trauen?


    Immerhin kann er mit seiner Partnerin das Puzzle tatsächlich entwirren, doch findet er auch noch rechtzeitig die fehlenden Dateien, um Tartarus zu stoppen? Es geht Hin und Her, auch im örtlichen Sinne. Sogar der Chef der Catering-Firma für die Party hat plötzlich etwas mit der Geschichte zu tun.


    Das ist ein echter Pageturner, einmal angefangen konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Natürlich ist die Story eher hanebüchen, der Showdown erinnert mehr an Hollywood als an München (trotz Bavaria-Studios), doch ich wurde bestens unterhalten und wollte wissen, wie es ausgeht. Und der zweite Epilog setzt dann noch einen drauf! Ein gedruckter Blockbuster! LESEN!!

  • Der Journalist und Autor Michael Landorff fühlt sich auf der Münchener Schickeria-Party von Gregory Winter fehl am Platz, denn er kennt niemanden. Der Gastgeber feiert den lukrativen Verkauf seines Unternehmens. Am nächsten Morgen wird Michaels Gespräch mit seiner neuen Agentin Melissa Warttemberg von Kommissar Kroning unterbrochen, der ihnen mitteilt, dass Winter brutal ermordet wurde. Landorff beschließt der Sache nachzugehen und trifft dabei die professionelle Pokerspielerin Alex Buschmann, die ebenfalls auf der Party war und niemanden kannte. Gemeinsam wollen sie der Sache auf den Grund gehen. Dabei wird es lebensgefährlich und sie wissen nicht, wem sie trauen können.


    Dies ist nicht mein erstes Buch von Gerd Schilddorfer. Ich mag den Schreibstil, der gut zu lesen ist und manchmal recht sarkastisch.


    Es geht relativ ruhig los, bei einer Party, auf der jeder jeden kennt, nur der Protagonist kennt niemanden. Doch schon bald geht es spannend weiter, denn der Gastgeber der Party stirbt einen ganz fiesen Tod, er wurde gefoltert und dann an der Heizung gefesselt verbrannt. Doch es bleibt nicht bei diesem einen Toten und auch Landorff kommt einmal davon. Aber ob er auch weiterhin Glück hat?


    Die Charaktere sind gut und authentisch beschrieben. Bei Landorff läuft es als Autor nicht so gut und Melissa macht sich zu seiner Agentin und ihn zu einem neuen Menschen: Michel de Gilles. Der Tod Winters bringt aber eher den Journalisten Landorff in Fahrt, der sich nichtsahnend in ein gefährliches Netz aus Wirtschaftsinteressen, Geheimdienstaktivitäten und politischen Interessen begibt. Alex Buschmann unterstützt ihn und trifft dabei auf ihren Vater, mit dem sie eigentlich nichts zu tun haben will. Auch sie ahnt nicht, was auf sie zukommt, aber mit ihrem fotografischen Gedächtnis ist sie ganz hilfreich. Bei den Ermittlungen muss Michael auf alte Freunde zurückgreifen, doch wem kann er wirklich trauen?


    Die Geschichte dreht sich um KI und Drohnen. Das Potenzial hierbei ist groß und die Entwicklungen sind rasant. Natürlich werden da politische und militärische Begehrlichkeiten geweckt und die Akteure sind bei der Durchsetzung ihrer Interessen nicht gerade zimperlich.


    Die Spannung nimmt stetig zu und am Ende kommt es zu einem dramatischen Showdown.


    Mir hat dieser unterhaltsame und fesselnde Thriller sehr gut gefallen.

    1. (Ø)

      Verlag: Carl Ueberreuter Verlag, Sachbuch


  • Gerd Schilddorfer - Das Tartarus Projekt

    Thriller, Agentenkrimi und moderne Abenteuergeschichte in einem


    Tartarus ist der personifizierte Unort in der griechischen Mythologie, der weit unter dem Hades liegt und für die unendliche Hölle steht. Und Landdorf, der Hauptdarsteller dieser filmreifen Geschichte, muss mit allen Mitteln verhindern, dass unsere Erde sich nicht zu solch einem Ort entwickelt. Ohne es zu wollen wird Landdorf, der ehemalige Journalist und unterdessen kommerziell wenig erfolgreiche Autor, in eine Story hineingezogen, bei der es um Leben und Tod geht. Begleitet wird er auf diesem Abenteuer von Alex, einer professionellen Pokerspielerin. Nicht dass die zwei sich gekannt hätten, vielmehr wurden sie unabhängig voneinander dazu verknurrt, ein Problem zu lösen, von dessen Existenz sie bisher nichts geahnt hatten. Aber als der Gastgeber einer Schickimickiparty in München, zu der beide unabhängig voneinander und ohne ersichtlichen Grund eingeladen wurden, nach eben dieser Party auf bestialische Weise hingerichtet wird, gibt es für Landdorf und Alex kein Entrinnen mehr: Die beiden sind verdammt dazu, den Mord aufzuklären und das dunkle Geheimnis, das der verstummte Gastgeber mit den Tod nahm, aufzuklären. Ansonsten werden sie beide die Nächsten sein, die das Zeitliche segnen. In was sind sie da nur hineingerutscht? Und warum sind auf einmal verschiedene Geheimdienste hinter ihnen her?


    Das äusserst unterhaltsam geschriebene Buch reisst einen von der ersten bis zur letzten Seite mit und ist gespickt mit Begebenheiten des aktuellen Zeitgeschehens. Es ist mein erstes Buch, in dem sogar der Coronavirus kurz vorkommt. Neben der Welt der Agenten lernt man zum Beispiel auch eine äusserst witzig dargestellte Leiterin einer Werbeagentur kennen, die ein unglaubliches Mundwerk besitzt. Und genau das macht das Buch besonders lesenswert: Es sind die spritzigen Dialoge, die lebendigen Charakteren und authentischen Figuren, die mich neben der eigentlichen Geschichte immer wieder mitgerissen haben. Bei der Story selbst wird vielleicht mit einer etwas allzu grossen Kelle angerichtet, wobei das Grundthema, das ich hier aus Spannungsgründen nicht benennen darf, durchaus gesellschaftsrelevant ist und uns in Zukunft sicher noch oft beschäftigten wird. Trotzdem - oder gerade deswegen -die Geschichte viele unerwartete Wendungen nimmt, die alle mehr oder weniger glaubhaft dargestellt sind, bleibt man als Leser*in immer am Ball der Geschehnisse. Überraschungen sind immer gut solange sie plausibel sind, was hier auch der Fall ist. Denn was gibt es langweiligeres als einen Thriller, bei dem alles vorhersehbar ist?


    Fazit: Ein moderner Thriller, den man gerne in einem Zug durchliest. Darum eine klare Leseempfehlung meinerseit.


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    1. (Ø)

      Verlag: Carl Ueberreuter Verlag, Sachbuch


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