Stephan Knösel - Panic Hotel

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  • Die Liebesgeschichte war nicht meins, aber Setting und Idee des Buches sind gut




    Klappentext


    „Ein weltweiter Konflikt hat sich hochgeschaukelt und ist in einem Atomkrieg eskaliert. Die Reichen haben sich rechtzeitig in Bunker eingekauft, die wie Luxushotels mit Bediensteten funktionieren. Dort hoffen sie auf ein Überleben, das außerhalb unmöglich ist. Auch für Janja und Wesley ist so ein Bunker die letzte Rettung. Aber sie werden wie moderne Sklaven behandelt und eine Liebesbeziehung zwischen ihnen ist strengstens untersagt. Als Menschen verschwinden und Janjas Freundin Bea ermordet aufgefunden wird, lehnen sich die beiden gegen das System auf.“



    Gestaltung


    Mit dem knalligen Gelb, das von dunkleren Schatten durchzogen ist, fällt das Cover sofort auf. Auch der schwarze Vogel darauf ist auffällig. Dabei erinnert diese Aufmachung und vor allem die Darstellung des Vogels mit einem Punkt als Bauch an das Symbol für Giftfässer oder Atommüll. Dies passt hervorragend zur Geschichte. Auch die Details wie der kleine Zweig im Schnabel des Vogels sind passend durchdacht, was mir gut gefällt.



    Meine Meinung


    Da ich total auf Geschichten mit dystopischen Elementen stehe, war ich sehr gespannt auf „Panic Hotel“. In dem Buch geht es darum, dass nach einem Atomkrieg die Welt nicht mehr bewohnbar ist. Die Menschen leben in Bunkern, die für die Reichen wie Luxushotels sind und für die unteren Schichten wie nie enden wollende Arbeit. Janja und Wesley leben in eben dieser Welt. Als Menschen verschwinden und ermordet werden, regt sich in beiden der Widerstand…



    Besonders beeindruckend fand ich den Anfang des Buches, denn die Geschichte startet mittendrin. Mitten in einer gewissen Hektik und Panik, denn es gab einen Atomangriff und die Menschen wollen in den Bunker, das sogenannte „Hotel“ fliehen. Allerdings ist dieses nur für die Elite und deren Angestellte gedacht, sodass direkt zu Beginn eine aufgeregte Stimmung herrscht, die den Leser sofort abholt und mit sich nimmt.



    Nicht ganz so gut gefallen hat mir die Liebesbeziehung zwischen den beiden Protagonisten, da mir diese etwas zu rapide von statten ging. So wurde schon nach kurzer Zeit von der großen Liebe geredet. Aber auch so gefiel mir die Beziehung zwischen Janja und Wesley nicht so wirklich, weil die Gefühle zwischen ihnen für mich leider nicht spürbar waren und sie eher so gewollt wirkten. Auch das Ende des Buches war für meinen Geschmack etwas zu offen angesichts dessen, dass es sich hier meinem Wissen nach um einen Einzelband handelt.



    Dafür gefiel mir die Idee und das Setting von „Panic Hotel“ echt gut, da ich die Zukunftsvision, die übrigens in sehr greifbarer Nähe zu unserer Zeit spielt, ziemlich realistisch fand. Daher konnte ich mir eine solche Entwicklung der Welt sehr gut vorstellen. Auch der Aufbau solcher Bunker und der Zugang bestimmter Bevölkerungsgruppen zu diesem war in meinen Augen sehr authentisch und gleichzeitig auch unheimlich, wodurch die Buchidee meine volle Aufmerksamkeit hatte.



    Fazit


    Die Liebesbeziehung in „Panic Hotel“ war leider nicht so wirklich nach meinem Geschmack, aber die Buchidee mit dem realistischen Zukunftsszenario und dem Bunker fand ich authentisch und spannend. Der Anfang des Buches ist auch stark, da der Leser hier direkt mitgerissen wird und sich dem Sog der Geschichte nicht entziehen kann. Das Ende empfand ich als etwas zu offen, aber ich denke auch, dass dies Geschmackssache ist und manchen Lesern gut gefallen könnte.


    Knappe 4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband

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