Thariot - Exodus 9414. Der dunkelste Tag

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  • Verlagstext/Klappentext
    Dramatisch und bildgewaltig: »Exodus 9414 – Der dunkelste Tag« ist der zweite und abschließende Band der Exodus-Serie von Science-Fiction-Bestseller-Autor Thariot.
    Die USS London ist ein interstellares Siedlungsschiff auf dem Rückweg zur Erde. Die Crew konnte das Alderamin-System nicht finden, ihre Mission ist gescheitert. 6.475 Jahre nach dem Start erreicht das Schiff unter Commander Jazmin Harper den Ort, an dem ihre Reise begonnen hat, die Erde, den Heimatplaneten der Menschheit. Jazmin wäre lieber gestorben, als diesen Tag zu erleben. Viele Jahre zuvor erreicht die USS Boston den Planeten Cygnus. Maximilian Harper, Jazmins Bruder, hat das Unmögliche geschafft und die Crew mit 200 Jahren Verspätung an ihr Ziel gebracht. Dafür hat er unter schwierigsten Bedingungen ein völlig neues Navigationsmodell entwickeln müssen. Zum Dank dafür erwartet ihn die Todesstrafe.


    Der Autor
    Thariot hat eine Schwäche für spannende Geschichten. Bereits als Fünfzehnjähriger begann er mit dem Schreiben, vor allem Kurzgeschichten, bis er dann in 2009 die Arbeit an seinem ersten Buch in Angriff nahm. Mittlerweile hat er über dreißig Science-Fiction-Romane veröffentlicht. Er lebt mit seiner Familie und seinem Dackel auf Malta.


    Inhalt
    Die interstellaren Raumschiffe USS London und USS Boston waren 2720 zu einem 50 Lichtjahre entfernten Ziel im Aldemarin-System aufgebrochen. Wie eine Arche Noah der Zukunft sollte die London 3 Millionen Embryonen in Sicherheit bringen. Mit zwei Jahrhunderten Verspätung sind nun die schwangere Kommandantin Dr Jazmin Harper und der Techniker Denis Jagberg unterwegs, sie sind allein an Bord, unterstützt von der künstlichen Intelligenz „Mutter“. Das Schiff ist marode, die Besatzung nicht mehr am Leben. Die Vorgängerversion von Mutter hatte ihren Kurs nicht halten können, so dass das Schiff sein Ziel verpasste. Vermisst werden auch die Rettungsschiffe, die dem Verband damals hinterhergeschickt wurden. Allmählich könnte Jazmin sich fragen, wessen Interessen „Mutter“ dient, und ob Denis (immer nur seine Reparatur-Drohnen im Kopf) ihr wirklich eine Hilfe sein wird. Noch fehlt ein Plan B für den Fall, dass sie selbst ausfallen sollte. Immerhin hat Jazmin den Vorteil, dass Mutter so denkt wie sie selbst.


    Das Schwesterschiff wird – zeitlich 6000 Jahre zuvor - navigiert von Jazmins Bruder Maximilian und steht kurz vor der Landung auf Cygnus. Die Boston steht wie ein Spiegelbild der London unter der Fuchtel der KI „Vater“, hier denkt die Künstliche Intelligenz verblüffend ähnlich wie Max. Parallel zu Maximilians Team-Problemen an Bord und mit seiner Kommandantin Lisbeth lernen wir auf der Erde die Historikerin Isabella MacFadden kennen, die von der Insel Gozo aus für die Uni Cambridge online Studenten in aller Welt unterrichtet. Auf Gozo gibt es nur noch 4 Bewohner und Isabella lässt sich per Drohne einfliegen, was sie und ihre Nachbarn nicht selbst ernten können. Isabella ist Spezialistin für die Epoche seit Mitte des letzten Jahrtausends, als Menschen ins All aufbrachen. Angeblich arbeitete sie an einer Biografie Duncan Harpers, Vater von Max und Jazmin, doch tatsächlich hat sie einen Skandal ausgegraben und ihr droht deshalb eine Klage des Harper-Mckinney-Konzerns. Ärgerlich, dass sie nun ihre Idylle verlassen und sich nach London fliegen lassen muss. Es muss geklärt werden, ob Isabellas Whistleblowing als – einer Professorin verbotene - politische Tätigkeit zu werten ist.


    Denis, bekanntermaßen nicht das hellste Licht auf der Torte, muss sich damit abfinden, dass seine Drohnen keine simplen Befehle mehr akzeptieren, sondern dass er den Schwarm auf der Beziehungsebene ansprechen und überzeugen muss. Seine kleine Helfer sprechen das Kindchen-Schema an, sie sind herzallerliebst und folgen ihrem Meister loyal bis in den Tod. Funktion und Verhalten der Drohnen hätte ich liebend gern ausführlicher beschrieben bekommen.


    Fazit

    Im Dreieck von Mensch/künstlicher Intelligenz/und einem raffgierigen Kapitalisten im Hintergrund entfaltet sich eine spannende Handlung, die zu einem plausiblen Ende kommt. Die Einführung der Person Isabella öffnet interessante Perspektiven, Jazmin dagegen handelt für eine Frau ihrer Bildung zu naiv und auf den Nestbau-Trieb reduziert. Sprachlich wirkt der zweite Band recht simpel und technikfern. Die KIs dagegen drücken sich blumig mäandernd aus, auf einer Sprachebene, die ich als Entwickler ungern mit ihnen trainieren möchte.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    :study: --

    :study: -- Addison - Der Winterkaiser

    :musik:-- Fox - Hades (2.)


    "The three most important documents a free society gives are a birth certificate, a passport, and a library card.!" E. L. Doctorow

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Thariot - Exodus 9414“ zu „Thariot - Exodus 9414. Der dunkelste Tag“ geändert.

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