Emma Reeves, Matt Fitton et al. - The Diary of River Song #4

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  • Eigenzitat aus amazon.de:


    Hier nun die vierte Box mit Abenteuern von River Song, der Ehefrau des Doctors.


    Time in a Bottle (Emma Reeves & Matt Fitton)


    Auf einem Erholungsplaneten wird River während einer Massage in einem Spa auf einmal von ihrer Masseurin angegriffen. Tatsächlich handelt es sich nämlich bei ihr um eine Eintreiberin für ausstehende Mitgliedschaftsgebühren von Rivers Stammuniversität und Rivers alte akademische Rivalin Jemina Still hat sie auf River gehetzt um sie zu ihrer Alma Mater zurückzulocken. Denn sie möchte gerne einen ganz bestimmten Planeten näher erkunden, der aber dummerweise keine Zeit hat – das heißt, es gibt den Raum, die Lebewesen – aber keine Zeit verstreicht. Und von dort hat Jemina ein Funksignal empfangen, das sie nicht so ganz entschlüsseln kann, von dem River aber davon ausgeht, dass es vom Doctor gesendet wurde, der ihre Hilfe benötigt. Zusammen mit ihrer Rivalin, deren insektiler und mörderischen Assistentin Gammarae und einem nicht minder gefährlichen militärischen Cyborg ohne Kampferfahrung macht sie sich auf den Weg um ihren Gatten zu retten. Doch auf dem Weg dahin muss sie noch einen Umweg über die Hölle machen.


    Wie in Terry Pratchetts ‚Thief of Time‘ sind die Abenteurer gezwungen ihre eigene Zeit mit sich zu nehmen, was die Sache ziemlich abenteuerlich macht. Und kaum auf dem Planeten angekommen stellt sich heraus, dass Rivers Begleiterinnen und Begleiter jeweils ihre ganz eigenen Überraschungen mit sich gebracht haben – als wenn der Planet selbst nicht genug eigene Gefahren bergen würde.


    Ungewöhnlicher Einstieg in eine Reihe, die River mit ganz neuer Begleitung in den Kampf gegen eine neue zeit- und raumumfassende Bedrohung bringt.


    Kings of Infinite Space (Donald McLeary)


    Der Kampf gegen die Discordia hat begonnen. River, Jemina Still, Gammarae, eine Larve, Spod, der Cybord und Melak haben den Kampf gegen die Discordia aufgenommen und schlagen zu Beginn eine Schlacht, deren Eingangsdialog mir erstaunlich bekannt vorgekommen ist.


    Von diesem Moment an befinden sich River und ihre Begleiter auf der Flucht durch Zeit und Raum und in diesem Fall verschlägt es sie immer wieder auf Planeten, die in irgendeiner Art und Weise besonders touristisch ausgelegt sind, was sie zum Teil vor höchst eigene Probleme stellt, insbesondere, nachdem der zuständige Kommandant der Discordia versprochen hat, die Existenz jeder intelligenten Lebensform, der sie begegnen auszulöschen und auch jeden Planeten, den sie auf ihrer Flucht betreten.


    Aber River wäre nicht River, wenn es ihr nicht wieder und wieder gelänge einen neuen Trick aus dem Hut zu ziehen – auch wenn das, zusammen mit den besonderen Fähigkeiten der Discordia, Raum und Zeit zu manipulieren, die Handlung zum Teil schwer nachvollziehbar macht – und man sich fragt, warum die Discordia überhaupt auf ein so langes Spiel einlassen. Hier humpelt die Storylogik ziemlich durch die Gegend. Aber durch die Charaktere bleibt es unterhaltsam.


    Whodunnit (Matt Fitton)



    In der Nähe eines alten Schlosses hat Molly Malone einen Unfall, bei dem ihr Auto von der Straße abkommt. Einem vorbeikommenden Schlossbewohner berichtet sie von dem beschädigten Wagen und ihrem bewusstlos oder tot daniederliegenden Ehemann, doch als die beiden nachgucken, ist weder das eine, noch das andere zu finden.


    Was sich aber in Mollys/Rivers Manteltasche findet ist eine Einladung in das Schloss, in dessen Nähe sie sich befinden und so betritt sie das Gebäude, in dem sich neben ihr nach andere Angehörige der ermittelnden Zunft befinden, die bereits über eine Leiche nachgrübeln.


    Von diesem Moment an entwickelt sich eine typische Kriminalparodie mit starken Anlehnungen bei ‚Eine Leiche zum Dessert‘ und natürlich entsprechenden Science-Fiction-Bezügen. Auch die Hausangestellten scheinen nur für den Abend eingestellt zu sein und sind dadurch genauso in Gefahr durch einen unbekannten Mörder, wie die Ermittler, deren Aufgabe es ist, die nach und nach stattfindenden Morde aufzuklären. Wobei River/Molly Hilfe von einem Franz Kafka bekommt, der irgendwie realer zu sein scheint, als die anderen Anwesenden.


    Da River hier ihr Gedächtnis unterdrückt hat – ein Trick, den wir ja schon ein paarmal beim Doctor im Umgang mit telepathischen Spezies gesehen haben, ist man ihr als Zuhörer immer mal wieder ein wenig voraus – insbesondere, was den Charakter von Franz Kafka betrifft, der immer mal wieder gerne einen Käfer zeichnet und zu dessen Werk es in dieser Geschichte etliche Anspielungen gibt.


    Wirklich eine Geschichte für Literaturnerds, die gerne klassische Whodunnits mit dem Werk von Franz Kafka verbinden.


    Someone I once knew (John Dorney)



    River song trifft den vierten Doctor (Tom Baker) und ist sehr überrascht, dass dieser sie nicht nur kennt, sondern auch weiß, dass er mit ihr verheiratet ist. Etwas, das ja erst einige Inkarnationen später geschehen soll. Aber dieser Doctor hat tatsächlich ausgiebig Erinnerung an ein Leben mit River – Erinnerungen, die River nur allzu gerne mit ihm teilen würde.


    Tatsächlich scheint es so zu sein, dass die Discordia auf der Jagd nach River so oft die Zeitlinien verändert haben, dass diese Begegnung dadurch überhaupt erst möglich geworden ist – was die Sache für die Paradoxen-Kannibalen, wie sie auch genannt werden – aber nicht unbedingt gefälliger macht, denn nun sind gleich zwei Spezialisten für Zeitverwirrungen als Team tätig. Und das könnte sich schnell als ein Problem für sie darstellen.


    Doch die Discordia sind nichts, wenn nicht einfallsreich. Und so stehen den beiden Ausnahmezeitherrschern einige überaus unerwartete Erfahrungen ins Haus. Insbesondere als endlich klar wird, welche Motive die Discordia überhaupt mit der Verfolgung Rivers genau verfolgen. Motive, mit denen nun wirklich niemand hatte rechnen können.


    Krieg, Rebellion, Zeitreisen, Genozide – und die größte Liebe aller Multiversen. Und das irgendwie im Doppelpack. So haarsträubend – und haarsträubend unterhaltsam -, dass sogar ein Glatzkopf dabei Rivers Locken wachsen könnten.


    Eine zum Teil ein wenig wirre Erzählung, was aber in der Natur der Sache liegt- Und River ist über einen längeren Zeitraum sicherlich ein anstrengender Charakter. Doch die letzte Geschichte reißt das alles raus. Wohingegen man die Extras wirklich hätte weglassen können.

    1. Diary of River Song: Series 4

      (Ø)

      Verlag: Big Finish Productions Ltd


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