Sean Murphy - Rise of the White Knight

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  • Eigenzitat aus amazon.de:


    Nach den Ereignissen um Napier, dem guten Menschen, der im Joker verborgen lebt und der in der "White Knight"-Erzählung zum Vorschein gekommen ist um sich um das Bürgermeisteramt in Gotham zu bemühen, ist er wieder zum Joker zurück mutiert und in seiner Zelle in Arkham. Doch bei einer Verlegung aller Insassen für Renovierungsarbeiten gelingt ihm nach dem Besuch seiner allerersten Zelle in einem stillgelegten Teil der Anstalt die Flucht - wobei er auch noch etwas mitnimmt, das in seiner Vorstellung die ultimative Punchline darstellt.


    Bei der Untersuchung dieses Orts stoßen Batman und das GCPD auf aufgewühlten Boden, verschmierte Schrift an der Wand, wo offensichtlich etwas mit Blut geschrieben wurde und ein Skelett, das anscheinend einem vor Jahrhunderten hier lebenden Serienkiller gehört hatte: Lafayette Arkham. Es scheint, dass Jokers Geheimnis bis in die Gründungsgeschichte Gothams zurück reicht.


    Gleichzeitig taucht in Gotham eine neue Figur auf - im Endeffekt eine Neu-Erfindung der Figur des Azrales, den mit der Wayne-Familie - und damit mit Bruce - ein Band verbindet, das glaichfalls bis in die Gründungstage der Stadt zurück reicht. Und das ihn mit einem gewissen Anspruchsdenken erfüllt.


    Für Bruce Wayne stellt sich die Frage, ob für Batman, so wie er ihn geschaffen hat, nicht langsam die Zeit gekommen ist und ob er nun nicht andere Wege finden sollte, um seine Stadt zu schützen und zu fördern.


    Bane, Batman und Azrael werden in dieser Geschichte noch einmal neu erfunden und gleichzeitig wird das Ende einer Ära eingeläutet, während Batmans gesamte Existenz, oder vielmehr die Sinnhaftigkeit derselben enorm in Frage gestellt wird.


    So weit, so interessant, obwohl ich als Altfan und großer Freund der ursprünglichen Azraelfigur mit der Neuinterpretation nicht so ganz einverstanden bin. Aber die eher postmoderne Hinterfragung des gesamten Gedanken an kostümierte Helden - und vor allen Dingen ihrer Kollateralschäden - war schon ziemlich interessant.


    Im zweiten Teil dieses Buchs wird eine etwas ungewöhnlichere Geschichte vorgestellt, denn hier geht es um den Familienhintergrund von Mr. Freeze, der wohl eine ganz eigene Verbindung zu der Wayne-Familie hat - und zur Verfolgung der Juden im Dritten Reich. Hat schon beinahe etwas von Will Eisner und somit das Zeug zu einem kleinen Klassiker.


    Insgesamt - bis auf einige Kontinuitätsdissonanzen bei diesem Altfan - ein sehr lohnendes Batman-Lese-Ereignis.

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