Inka Loreen Minden - Verzweifeltes Begehren

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  • Inhalt

    Nach seinem Einsatz in Indien wurde John Knight zum Ritter geschlagen. Da er allerdings auch Verletzungen davon getragen hat, befindet er sich nun in den Händen seines Freundes Adam. Der Arzt kümmert sich hingebungsvoll, um seinen Freund ohne zu ahnen, dass John sich zu ihm hingezogen fühlt. Doch Gefühle zwischen zwei Männern sind ein Tabu und eigentlich ist Adam verheiratet. Darf John es also wagen sich ihm zu offenbaren?


    Meine Meinung

    Eine verbotene Liebe zwischen zwei Männern vor historischem Hintergrund. Genau so lässt sich die Kurzgeschichte von Inka Loreen Minden zusammenfassen.


    Im Mittelpunkt stehen John Knight, ein wohlhabender Mann, der in Indien seinen Dienst für die Krone getan hat, und Adam Reece, ein Arzt, der seinen Beruf liebt und sich um seine kranke Frau kümmert. Sie verbindet eine Freundschaft aus ihrer Zeit als Studienkollegen. Doch John fühlt mehr als Freundschaft für Adam. Schon lange schlummern ganz andere Gefühle in ihm. Zu gerne würde er ihnen nachgeben, doch Adam ist verheiratet und es könnte ihre Beziehung vollkommen zerstören.


    Gefühle lassen sich jedoch nicht ewig unterdrücken und so kommt es schließlich zu einem Kuss. Damit beginnt für die Männer erst alles, denn dieser Kuss löst in beiden innere Konflikte aus. Dürfen sie einander lieben? Dürfen sie die Nähe des Anderen zulassen? Wäre es verwerflich mehr zu wollen? Antworten auf diese Fragen hat jedoch niemand, weshalb sie gezwungen sind diese allein zu finden.


    Das homoerotische Abenteuer zwischen John und Adam wurde von der Autorin perfekt an die zeitlichen Gegebenheiten angepasst. Ihre gesellschaftlichen Stellungen und der Druck von außen wurden gut aufgezeigt. Man konnte klar wahrnehmen, wie die Männer zwischen ihrer Sehnsucht und ihrer Vernunft kämpfen. Die erotischen Begegnungen zeigen Sinnlichkeit, haben aber auch etwas Heißes und Verführerisches an sich. Es geht nicht nur um Sex, es geht vor allem um ihre Gefühle füreinander.


    Die Autorin beweist einen tollen Schreibstil, der einerseits leicht ist, andererseits aber auch absolut atmosphärisch ist. Ihre Lösung für die scheinbar unmögliche Liebe ist am Ende recht einfach, weshalb man sich unwillkürlich fragen muss, wie oft so etwas damals tatsächlich vorkam.


    Fazit

    Eine leichte und erotische Kurzgeschichte um eine Liebe zwischen zwei Männern, die vor dem historischen Hintergrund eine Unmöglichkeit sein dürfte. Die Sehnsucht nach einander treibt die Freunde dazu nicht nur innere Konflikte auszutragen, sondern sich auch die Frage zu stellen, wozu sie bereit sind. Gut geschrieben, unterhält die Geschichte, auch wenn sie nicht viele Seiten zu bieten hat.


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