Jean Rises - The Forests have Eyes

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  • Wälder. Viele Geschichten und Sagen ranken sich um die Dinge, welche in ihnen zu finden sind. Doch nicht alle diese Dinge sind niedlich, haben Flügelchen oder flatulieren eventuell sogar Regenbögen unter ihren Schweifen hindurch.


    Im Hoia Baciu-Wald findet man keine netten Bewohner, denn in ihm ist das blutrüstigste Grauen zuhause, das man sich vorstellen kann. Autor Jean Rises spielt nicht nur mit einer Möglichkeit, wie man seine Protagonisten bedrohen und ihnen das Leben schwer machen kann, er wirft gleich mehrere Dinge in die Waagschale des Bösen.


    Und diese Waagschale bringt die Waage nach circa der Hälfte des Romans ziemlich abrupt aus dem Gleichgewicht. Zuerst lernt man noch in aller Ruhe die Darsteller des Schauspiels und die Umgebung in der sich alles abspielt kennen, sucht sich eine Favoriten heraus und dann geht alles ganz plötzlich Schlag auf Schlag.


    Rises hat für sich scheinbar den Dreh gefunden, welchen es braucht um ausgewogen zwischen Ruhepausen für den Leser und darauffolgenden Actionsequenzen glaubhaft und ansprechend zu wechseln.


    Man hat das Gefühl einen sehr gut gemachten „Gespenster-Krimi“ aus den Siebzigerjahren des vergangenen Jahrtausends zu lesen, der in die Jetztzeit transportiert wurde. Damit möchte ich den Roman und den Schreibstil von Jean Rises nicht abwerten, sondern eher aufwerten, denn gerade diese alten Heftromane hatten sehr oft eine Menge Flair und Atmosphäre zu bieten.


    Erfreulicherweise steht hinter dem „Ende“ der letzten Seite ein Fragezeichen (?), also besteht die Hoffnung, dass es einen neuen Ausflug in die Welt des Forest geben könnte. Wünschen würde ich es mir, denn ich habe den Roman an einem Sonntagnachmittag regelrecht verschlungen.


    Für Freunde von Filmen wie „The Cabin in the Woods“ sehr zu empfehlen und für andere Liebhaber guter Horrorunterhaltung ebenfalls.

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