Claudia Balzer - Just one breath

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  • Inhalt

    Eliott ist müde. Denn die Gedanken in seinem Kopf stehen nicht still. Seine Vergangenheit lässt ihn nicht los. Doch er weiß, sein Leben liegt mit 20 Jahren noch vor ihm, er muss es sich zurückholen. Und er weiß, er hat Freunde, die ihn stützen. Und trotzdem kann er nicht loslassen. Aber vom einen auf den anderen Moment ist alles anders. Denn als Casper vor ihm steht, bekommt das Leben ein neues Gesicht. Eines, in das er am liebsten jeden Tag blicken möchte. Casper zeigt ihm, dass man manchmal nur zwanzig Sekunden Mut braucht, einen einzigen tiefen Atemzug, um sein Leben zu ändern. Und dass nur dein Herz entscheidet, wen du liebst.


    Meinung

    „Just one breath“ ist eine Geschichte über zwei Männer, die sich durch Zufall kennen lernen und sich ineinander verlieben. Diese Liebesgeschichte ging mir so zu Herzen, sie ist einfach rundum schön. Ich hatte die ganze Zeit beim lesen kleine Herzchen in den Augen. Zu Beginn lernen wir Eliott kennen, der mehr Tiefen als Höhen hat. Entsprechend schwermütig ist das Buch am Anfang. Doch dann lernt er Casper kennen und mit ihm wird für Eliott alles besser. Aber als seine Vergangenheit ihn einholt, müssen die beiden sich durch eine schlimme Zeit kämpfen. Das beschreibt die Autorin so eingehend, gefühlvoll und realistisch, dass ich einige mal beim lesen schlucken musste. Das Buch hat nicht umsonst eine Triggerwarnung. Da ich selbst einige von Eliotts Probleme kenne, ist es mir nicht immer leicht gefallen weiterzulesen. Trotzdem, oder vielleicht grade deswegen, ist es eins der besten Bücher, das ich je gelesen habe und das mich derart mitgenommen hat. Da kullerten dann auch einige Tränen. Also Leute, legt euch Taschentücher bereit, wenn ihr das Buch lesen wollt. Ich habe wirklich gar nichts zu meckern und würde auch 10 Sterne vergeben, wenn ich
    denn könnte. Denn das wäre wirklich verdient. Es sollte mehr solcher Bücher geben, denn diese Themen sind so wichtig. Darauf aufmerksam zu machen, welche Grausamkeiten in der Welt vor sich gehen und was das für Folgen für die Betroffenen hat, ist einfach enorm wichtig und wird viel zu oft unter den Teppich gekehrt. Wer mag sich schon mit sowas auseinandersetzen. Aber genau so, wie viele andere Themen, ist es alltäglich und das ist auch das Schlimme daran. Die Autorin verschließt nicht ihre Augen davor und trägt einen Teil dazu bei, dass mehr über Homophobie und dergleichen gesprochen wird. Ein dickes Danke dafür an Claudia Balzer und ihren Mut, diese Geschichte zu veröffentlichen.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. (Zitat: Johann W. von Goethe)

  • „Just one breath“ ist die Geschichte von Casper und Eliott, wobei Eliott mehr im Vordergrund steht. Es ist eine schöne Geschichte, die das Herz berührt. Sie ist stellenweise nicht einfach zu lesen, aber dennoch sehr gut umgesetzt.


    Über den Inhalt möchte ich nicht zu viel verraten. Casper und Eliott, die beiden Hauptprotagonisten schloss ich gleich in mein Herz. Mir gefiel es, wie Casper auf Eliott einging, ihn unterstützte und für ihn da war. Ich an seiner Stelle hätte mich hätte mich hilfloser gefühlt.


    Aber auch mit den Nebencharakteren fühlte man sich wohl. Ich hatte das Gefühl, irgendwie zu der „Familie“ zu gehören, fehlte nur noch, dass mein Handy sich mit einer Nachricht meldete :wink:


    Da abwechselnd von Casper und Eliott erzählt wird und zudem jeweils das Datum angezeigt wird, kann man sich gut mit Casper und Eliott auseinandersetzen. Ihre Entscheidungen und Gedanken waren so nachvollziehbar dargestellt.


    Positiv ist mir aufgefallen, dass auf jegliches künstliches Drama verzichtet wird. Eliotts Verhalten fand ich glaubwürdig.


    Das Cover gefällt mir richtig gut. Ich muss aber zugeben, dass mir die Zahlen jetzt erst nach Beenden des Buches aufgefallen sind. Aber sie passen so sehr zu Eliott, dass ich den Gestaltern des Covers ein Lob aussprechen muss.


    Ich kann „Just one breath“ weiterempfehlen und eine Leseempfehlung aussprechen. Von mir gibt es hier verdiente :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Diese sehr süße Gay Romance wird abwechselnd aus den Perspektiven von Casper und Eliott erzählt und ist ein Einzelband.

    Eliott schläft sehr schlecht und ist im Allgemeinen sehr lustlos und demotiviert. Er möchte daran etwas ändern, sein Studium erfolgreich abschließen und seine schlechten Erfahrungen hinter sich lassen, doch es fällt ihm schwer. Ich habe ihn mit seiner müden, grummeligen Art sofort ins Herz geschlossen und wollte ihn am Liebsten in den Arm nehmen und knuddeln. Man merkt sehr schnell, dass er etwas schlimmes erlebt haben muss. Ein Lichtblick sind seine tollen Freunde, die zwar alterstypisch manchmal etwas Unsinn reden, aber hinter ihm stehen und versuchen ihn in alles einzubeziehen.

    Casper ist das totale Gegenteil von Eliott, charmant, offen und zielstrebig. Er betreibt gemeinsam mit ein paar Freunden ein Tattoostudio. Casper trägt sein Herz auf der Zunge und hat auch mich innerhalb von wenigen Augenblicken um den Finger gewickelt.


    Bei dieser Geschichte hat für mich von Anfang bis Ende alles gestimmt. Schon auf den ersten Seiten habe ich mich in die Charaktere verliebt - das erste Treffen zwischen Eliott und Casper war wahnsinnig niedlich, und die umher springenden Funken zwischen den beiden habe ich augenblicklich gesehen. Ich finde es wundervoll, wie vorsichtig und langsam sich Casper Eliott nähert, um ihn nicht zu verschrecken. Die Autorin beschreibt sehr feinfühlig und berührend, wie Eliott mit seiner Unsicherheit ringt und wie die Gefühle auf beiden Seiten stetig wachsen; bis Caspers Grinsen nicht mehr aus seinem Gesicht weichen will und man als Leser automatisch lächelnd vor dem Buch sitzt. :uups: Die Entwicklung zwischen Casper und Eliott nimmt sich Zeit und entwickelt sich zugleich so rasant, wie es frisch Verliebte nun mal an sich haben. Das Verhalten der beiden fand ich zu jedem Zeitpunkt sehr authentisch.


    Eliotts Probleme werden in angemessener Weise thematisiert, ohne sie zu beschönigen und ohne zu dramatisieren. Der sensible Umgang mit diesem Thema hat mir ausgesprochen gut gefallen.

    Auch die Freunde von Casper und Eliott fand ich toll ausgearbeitet und die große Bedeutung, die Freundschaft in dieser Geschichte einnimmt, hat mir gut gefallen.

    Die Geschichte von Eliott und Casper verzichtet auf unvorhersehbare dramatische Wendungen, kann dafür aber durch tiefe Gefühle und Sympathie überzeugen und fesseln.


    Fazit:

    Eine wunderschöne Gay Romance, die etwas ruhiger verläuft, dafür aber emotional in den Bann zieht. Die Balance zwischen zuckersüßer Liebesgeschichte und ernster Thematik wurde meiner Meinung nach mit Bravour gemeistert. Eine absolute Empfehlung, auch für Einsteiger dieses Genres. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: Sterne.

    Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen. Kurt Tucholsky :wink:


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