Nele Hoffmann/ Manuela Ausserhofer - Mit Papa war’s nur Blümchensex

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  • Dieses Buch habe ich mir vor längerer Zeit gekauft, weil ich aus persönlichen Gründen im näheren Umfeld mit der Thematik in Berührung kam. Es hat mich schockiert und deswegen möchte ich hier davor warnen.




    Autor/in: Nele Hoffmann/ Manuela Ausserhofer


    Titel: Mit Papa war’s nur Blümchensex


    Genre: Autobiografie


    Erscheinungsdatum: Oktober 2014


    ISBN: 978-3944154268


    Seiten: 144


    Preis: 4,99 € als Taschenbuch, E-Book 9,95 €



    Inhalt und Charaktere:

    Nele wurde als kleines Kind schon von ihrem Vater missbraucht. Sie wusste nicht, dass das nicht zur normalen Vater-Tochter-Beziehung dazugehört. Es wird sehr genau beschrieben, was der Vater mit ihr angestellt hat. Dabei bekommt der Leser den Eindruck Nele hätte der Missbrauch sogar gefallen! Sie wird älter, der Vater verliert das Interesse an ihr. Und weil sie darüber verletzt ist, zeigt sie ihn an – nicht wegen dem erlittenen Missbrauch! Die Familie ist zerrüttet, der Vater kommt ins Gefängnis, die Mutter verstößt Nele und gibt ihr die schuld. Nele zieht nach einem kurzen Abstecher ins betreute Wohnen, wo sie sich über die anderen Opfer mit Opferhaltung beklagt zu ihrem neuen Freund Nils. Dieser hält sie nun als Sexsklavin, verkauft sie an ein Bordell, macht mit ihr SM-Dinge, sperrt sie ein. Die Szenen werden übelst deutlich beschrieben, sadistische Folter mit Fäkalien und anderen wiederwärtigen Dingen. Mir wurde beim Lesen wirklich teilweise schlecht. Und was macht Nele nach erfolgreicher Flucht? Sie kehrt zu Niels zurück. Als die Folter noch schlimmer wird, flieht sie erneut, beginnt, woanders als Sklavin zu arbeiten und bleibt in der Szene. Denn bei normalen Berufen verdient man ja nicht genug Geld!




    Schreibstil und Handlung


    Der Schreibstil ist absolute Umgangssprache und man merkt nicht, dass Nele das Buch gemeinsam mit einer Autorin verfasst hat, es wirkt eher als hätte sie es alleine geschrieben. Vielleicht ist das aber auch von der Autorin gewollt, um ihre Persönlichkeit hervorzuheben. Der Stil ist kalt, es kommen keine Emotionen rüber. Auch das kann gewollt sein, aber es verstört mich.



    Die Handlung ist furchtbar! Dass es wirklich Gewalt und solchen Missbrauch gibt, ist mir bewusst! Aber es liest sich wie ein Pädophilen-/ Sadomasoporno. Ich musste die ganze Zeit beim Lesen nur den Kopf schütteln, darüber, was Nele denkt und wie sie handelt. Am Ende kommt heraus, dass die Eltern wieder ein Kind bekommen. Anstatt dies vor dem Vater zu beschützen, ignoriert Nele es einfach. Da sollte man doch meinen, dass sie nach ihren Erlebnissen Verantwortung zeigt. Und dass sie WEG will nach ihren furchtbaren Erlebnissen als Sklavin – nein, sie bleibt in dem Metjier! Als Betroffene würde mich dieses Buch wütend machen. Es verdient auf jeden Fall ein FSK18-Etikett!



    Titel und Cover



    Der Titel passt zum Inhalt, denn so empfindet Nele den Missbrauch durch ihren Vater im Gegensatz zum Sklavensex mit Niels.



    Dass sie auf dem Cover wie eine Puppe ohne Gefühle dargestellt wird passt auch. Man hätte hier vielleicht schon stutzig werden können im Nachhhinein.



    Fazit


    Das Buch ist verstörend. Es bietet keine Hilfestellungen für Betroffene, veranschaulicht die Gewalt und den Missbrauch viel zu sehr. Ich würde jedem davon abraten es zu kaufen!




    Bewertung: 1 :wuetend: von 5 Sternen

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Nele Hoffmann/ Manuela Ausserhofer: Mit Papa war’s nur Blümchensex“ zu „Nele Hoffmann/ Manuela Ausserhofer - Mit Papa war’s nur Blümchensex“ geändert.

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