Dirk Möller - Im Westen ist Amerika

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  • Spannender Thriller in historischem Setting


    Das Buch beginnt ruhig, nimmt dann aber sehr schnell an Fahrt auf und wird sehr spannend. Die Geschichte um Johannes und seine Flucht ist sehr packend geschrieben. Dank des anschaulichen und lebhaften Schreibstils hatte ich die Situationen direkt vor Augen. Da alle Sinne angesprochen werden, konnte man den Dreck der Amsterdamer Straßen förmlich riechen und das Kämpfen auf der Straße hören. Man taucht völlig in die Handlung ein und hat das Gefühl, man wäre mittendrin statt nur dabei.


    Das Leben zur damaligen Zeit kommt gut zur Geltung und ist sehr realistisch geschildert. Die einfachen Leute, die immer Unrecht hatten, Armenviertel der Stadt mit Dreck und Kriminalität sowie Maden in der Nahrung während der Überquerung des Atlantiks werden schonungslos und sehr authentisch dargestellt.


    Die Geschichte um Johannes Flucht wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum einen natürlich aus Johannes Sichtweise, aber auch aus denen von Menschen, welchen er begegnet und die eine wichtige Rolle spielen. So wird z. B. seine Flucht noch spannender und aufregender, wenn man weiß, wie nah die Gegenseite an Johannes dran ist. Von den verschiedenen Figuren wird ein ausführliches Bild gezeichnet, man lernt ihre Vergangenheit kennen und versteht so, zu wem sie geworden sind, zudem lässt das ihre Entscheidungen und Handlungen nachvollziehen.


    Fazit:


    Insgesamt ist der historische Roman sehr spannend und authentisch, die Thrillerelemente gefallen mir gut. Der Schreibstil ist sehr lebendig und spricht alle Sinne an. Man kann völlig in die Geschichte eintauchen. Ich vergebe fünf Sterne.

  • Inhalt:

    "Paderborn 1792: Frömmigkeit und Armut regieren.

    Wer arm ist, hungert – oder hilft sich selbst. Wie der siebzehnjährige Johannes, der alles tut, um seine Familie zu ernähren.
    Er tötet in Notwehr, aber der, den er erschießt, ist nicht irgendwer. Eine atemlose Flucht führt ihn durch das ganze Land und noch viel weiter.
    Amsterdam ist schmutzig und gefährlich. Auch dort ist er nicht sicher. Er entkommt nach Amerika, und die junge Nation schenkt ihm ein neues Leben.
    Doch am Himmel über Philadelphia ziehen dunkle Wolken auf – eine Katastrophe bahnt sich an."

    Quelle: Amazon

  • Klappentext

    Paderborn 1792: Frömmigkeit und Armut regieren. Wer arm ist, hungert – oder hilft sich selbst. Wie der siebzehnjährige Johannes, der alles tut, um seine Familie zu ernähren. Er tötet in Notwehr, aber der, den er erschießt, ist nicht irgendwer. Eine atemlose Flucht führt ihn durch das ganze Land und noch viel weiter. Amsterdam ist schmutzig und gefährlich. Auch dort ist er nicht sicher. Er entkommt nach Amerika, und die junge Nation schenkt ihm ein neues Leben. Doch am Himmel über Philadelphia ziehen dunkle Wolken auf – eine Katastrophe bahnt sich an.

    Meinung

    Ein spannender Roman, mit einen für mich neuen Schreibstil.

    Der Autor lässt mich als Leser nicht nur in der wörtlichen Rede oder in der Beschreibung der Umgebung am Geschehen teilnehmen, sondern er erzeugt auch die Stimmung zum jeweiligen Geschehen. Die Armut ist ungeheuer trist, die Frommen sind bigott und wer wohlhabend ist. hat die Kraft trotz strömenden Regen zu lächeln.

    Alle Figuren werden zu Ende erzählt, selbst die Nebendarsteller, etwas was manche Autoren vergessen. Da sitzt man am Ende des Buchs und überlegt was ist wohl aus dem oder der geworden.Hier weiß ich es und vermisse niemanden.

    Die Emotionen wie Wut, Trauer, Freude usw. sind sehr subtil dargestellt. Hier ein kleines Wort, dort eine Handbewegung, das sagt sehr viel mehr aus.als Sätze wie "sie brach in Tränen aus". Weil ich viel mehr hinein lesen konnte. Es entstanden keine Bilder sondern Gefühle beim Lesen.

    So liest sich das ganze Buch, als Leser ist man Ko-Autor. Im Kopf fülle ich die Brüche zwischen den einzelnen Kapiteln. Es sind alle auf hoher See, es passiert einiges, die Protagonisten kommen zur Ruhe und sind im nächsten Kapitel vor der Küste Amerikas. Diese Zwischenräume kann jeder Leser für sich füllen.

    Der Autor sagt von sich, er sei Karl May Fan, das merkt man denn in seinem Buch ist der Respekt vor dem Menschen, egal wie er lebt oder denkt, genauso groß.

    Ich bin auch Karl May Fan und ab jetzt auch Fan von Dirk Möller.

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