Markus Heitz - Spiegel & Schatten

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  • Klappentext:


    Die Heilerin Geneve ist die letzte Nachfahrin der Scharfrichter-Dynastie Cornelius. Als in ihrer Wahlheimat Leipzig eine junge Wicca brutal getötet wird, führt die Spur direkt zu Geneve - denn die Ermordete war extra nach Leipzig gereist, um Geneves Rat einzuholen. Offenbar wollte sie die Heilerin zu einer antiken Spiegel-Scherbe mit ganz besonderen Kräften befragen.


    Geneve kontaktiert ihren Freund, den Vatikan-Polizisten Alessandro Bugatti. Gemeinsam versuchen sie, nicht nur den Mord aufzuklären, sondern auch LIcht in die Hintergründe des Verbrechens zu bringen.


    Schnell sehen Gegenve und Alessandro sich schier übermächtigen Gegnern gegenüber. Um deren verhändgnisvolle Pläne aufzuhalten, müssen sie einander bedingungslos vertrauen - doch ihren Feinden ist es längt gelungen, in Geneve Zweifel an Alessandros Aufrichtigkeit zu säen ...


    Eigene Beurteilung/Eigenzitat aus amazon.de:


    Nach ihren Abenteuern mit den Wandlern und dem Beginn ihrer Beziehung mit dem italienischen Polizisten Alessandra Bugatti – Sproß einer Familie, mit der ihre eigene Familie seit Jahrhunderten in Fehde liegt -, der Aufnahme einer jungen Werwölfin als Lehrling und dem Entschluß sich nun nicht mehr – wie es seit Jahrhunderten ihre Art ist – aus den Streitigkeiten der Nachtwesen, die sie als Patienten eher neutral behandelt hatte, herauszuhalten, befindet sich die Heilerin Geneve Cornelius wieder in Leipzig und versucht sich von den jüngsten Strapazen zu erholen. Doch von über den Kanal kommt neue Arbeit auf sie zu.


    Denn aus England nähert sich Willow Tree, die Angehörige eines Hexenzirkels, mit dem sie bereits zu tun gehabt hatte, denn die Hexe möchte Geneve gerne zu einer seltsamen Spiegelscherbe befragen, die sie in einem Nachlass gefunden hat. Doch sie soll Geneve nie erreichen, denn im WC des Hotels, in dem sie abgestiegen ist, hat sie eine schicksalshafte Begegnung.


    Diese Begegnung zieht einen weiteren Besuch aus England nach sich, der ebenfalls mit dem Tode endet – diesmal auch dem der Angreiferin, die aus dem Nichts aufgetaucht zu sein schien. Zuvor hatte sie allerdings Geneve den Auftrag gegeben, der Ermordung ihrer Konventsschwester nachzuspüren, was sie auch zusammen mit Alessandra zu tun beabsichtigt. Da steht auf einmal die erste Tode auf ihrer Schwelle….


    Das Konzept bösartiger Spiegelwesen wurde in dem Lese-Teaser des letzten Bands schon vorgestellt und wurde zuvor von Heitz vor einiger Zeit auch schon mit einer Kurzgeschichte eingeführt. Eine Schattenhexe hingegen spielte ja im ersten Roman dieser Trilogie eine Rolle.


    Langjährige Feunde des in der Gegenwart spielenden Horroruniversums Heitz‘ werden sich freuen zu hören, dass Korff hier eine gewisse Rolle spielt und auch Sea und andere bekannte Charaktere für den dritten Band ihr Kommen angekündigt haben.


    Wie der Vorgängerband hat auch dieser eine Stimme aus dem Off – Geneves im ersten Band ermordete Mutter. Diese leitet gelegentlich Flashbacks in Geneves und ihrer Vergangenheit in der sie mit einem seltsamen Wesen zu tun bekommen hatte, dass sowohl Ortsansässige, wie auch eine Gruppe Reisendes Volk aufs Korn genommen hatte – ein Nachtwesen, wie es die beiden Meisterinnen und auch Jakob, Geneves Bruder, bis dahin noch nie gesehen hatten. Diese Ereignisse bekommen eine gewisse Verknüpfung mit dem in der Gegenwart spielenden Haupthandlungsstrang, die aber ein wenig konstruiert wirkt.


    Überhaupt ist die Konstruktion mit dieser Stimme aus dem Off, die immer wieder die Handlung unterbricht – auch um teils interessante oder auch weniger interessante Tidbits über das Hinrichten von sich zu geben – nicht wirklich glücklich geraten. Wenn man dieses Element herausnehmen würde, würde das Lesen dieses Romans deutlich mehr Spaß machen. Aber es scheint gegenüber dem ersten Band schon weniger geworden zu sein. Vielleicht setzt sich dieser erfreuliche Trend ja in Band 3 fort. :-,

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