Laurie Halse Anderson - Fever 1793

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  • Fever 1793 von Laurie Halse Anderson 


    Ein Buch in der Ich-Form ist schon mal schlecht. So jedenfalls meine grundsätzliche Haltung, dementsprechend enttäuscht war ich nach den ersten Zeilen. Andererseits: "Die Tribute von Panem" hatten mich auch fasziniert, auch wenn es zunächst ungewohnt war. Also musste ich dem Buch eine Chance geben.


    Aus der Perspektive der 14-jährigen Matilda schildert die Autorin, wie Philadelphia 1793 in die schlimmste Gelbfieberepidemie geriet, die den Kontinent jemals erfasst hatte. Damals war die Krankheit weithin unbekannt, man dachte z.B., sie wäre ansteckend, würde durch Miasmen, schlechte Ausdünstungen, übertragen usw. Von Moskitos als Überträger wusste niemand.


    Laurie Halse Anderson schafft es in beeindruckender Art und Weise, Geschichte lebendig werden zu lassen. Ihre Schilderungen sind sehr anschaulich, das Leben der Betroffenen, ihr Leiden werden greifbar, ohne zu viel Explizität und Drastik, die dann eher aufgesetzt wirken würden. Matilda ist eine Protagonistin, mit der man sich sehr gut identifizieren kann. Ein ganz normaler Teenager, dessen Gedanken sich nicht so sehr von denen heute unterscheiden (Nathaniel Benson - ihr Schwarm).


    Für mich war das Buch eine wertvolle Inspiration. Gut recherchiert - wenn auch nicht "perfekt", wie Historiker nachwiesen - zog mich die Story in ihren Bann. Und das trotz der "vermaledeiten" Ich-Perspektive.

    1. (Ø)

      Verlag: Simon & Schuster Books for Young Readers


  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Fever 1793“ zu „Laurie Halse Anderson - Fever 1793“ geändert.

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