Matt Ruff - 88 Namen / 88 Names

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  • Produktvorstellung bei Amazon:


    Teils Detektivgeschichte, teils Science-Fiction-Thriller – und ganz der neue, witzige Roman von Kultautor Matt Ruff.

    John Chu liebt seinen Job. Als Sherpa begleitet er zahlungskräftige Kunden in Online-Rollenspiele wie das populäre Call to Wizardry und zeigt ihnen die Kniffe des Games. Das Geschäft brummt, und John würde sich als glücklich bezeichnen, wären da nicht zwei klitzekleine Probleme: Zum einen hat seine Ex-Freundin nach einer unglücklich verlaufenen Trennung geschworen, seine berufliche und private Existenz zu vernichten. Zum anderen vermutet er, dass es sich bei seinem neuesten Kunden in Wirklichkeit um den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un handelt, der die virtuelle Welt studieren möchte, um sie für seine politischen Zwecke zu instrumentalisieren. John versucht, der wahren Identität des ominösen »Mr. Jones« auf die Spur zu kommen – und verstrickt sich in ein Komplott, das ihn den Kopf kosten könnte.

    Für Leser*innen von Ernest Cline, Jasper Fforde und Douglas Adams.


    Eigene Beurteilung/Eigenzitat aus amazon.de


    88 – so viele Identitäten hat John Chu im Internet, was ihm immer mal wieder hilft, wenn er oder ein Mitglied seiner Firma Sherpa Inc. in Schwierigkeiten geraten. Denn die Sherpas, die als 'native guides' gut zahlende Kunden durch komplexe MPORGs führen, werden nicht von allen Spielebetreibern positiv gesehen und diese reagieren dann oft mit einer weitreichenden Identitätslöschung.


    Nach einer turbulenten - und von seinem Team eher kritisch gesehen - Darla hat sich John wieder voll in die Arbeit gestürzt, wobei er auf einen Mr. Smith stößt, der für einen Mr. Jones arbeitet - und von dem John bald überzeugt ist, das er dem nordkoreanischen Diktator nahesteht - oder es sogar selber ist. Eine geheimnisvolle und sehr aggressive Mrs. Pang, die für den chinesischen Geheimdienst zu arbeiten scheint und John unanständig viel Geld bietet um an Jones herankommen zu können, macht dies noch plausibler, weswegen John seine Mutter einschaltet, die eine Cyberwar-Abteilung der amerikanischen Streitkräfte leitet - und die dies auch für plausibel hält. Bald geht es für John im Netz drunter und drüber - bis die Gefahr auch in sein reales Leben hinein reicht.


    Interessanter Cyberpunk-Roman der neuesten Generation mit vielen überraschenden Wendungen, einem sympathischen - wenn auch teils etwas pedantischen - Ich-Erzähler, ungewöhnlichen Ideen und viel fröhlichem Nerdtum.


    Ruff bleibt seinem erzählerischen und expositorischem Stil treu und schafft hier einen Cyberpunk-Roman, der Gibson und Stephanson und all den anderen Größen dieses Subgenres in nichts nachsteht. :thumleft:

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