Jennifer Alice Jager - Moonlight Touch

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  • Über die Autorin (Amazon)

    Jennifer Alice Jager, geboren 1985 im Saarland, veröffentlicht seit 2014 Bücher für Jugendliche und Erwachsene. Schon als Kind sagte man ihr eine stark ausgeprägte Fantasie und große Leidenschaft für Bücher, Tiere und Natur nach. Nach Abschluss ihrer schulischen Ausbildung gab sie Zeichenunterricht, stellte ihre Bilder in Galerien aus und zog später nach Japan, wo sie ihren Hang zum Schreiben erst richtig entdeckte. Zurück in ihrer Heimat, widmete sie sich bald hauptberuflich dem Schreiben. In ihrer Freizeit zeichnet sie noch immer, liest Bücher aus jedem Genre und widmet sich ihren geliebten Tieren.


    Produktinformation (Amazon)

    Gebundene Ausgabe: 448 Seiten

    Verlag: Ravensburger Verlag GmbH; Auflage: 1 (27. August 2020)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 347340196X

    ISBN-13: 978-3473401963


    Fantastischer Auftakt

    Sheera hat Todesangst, denn sie ist festgenommen und in den Hochalbenpalast gebracht worden. Da sie eine Diebin ist, und zwar eine gesuchte, muss sie um ihr Leben fürchten. Außerdem ist sie auch noch eine Nachtalbe, ein geächtetes Wesen der Dunkelheit. Allerdings war das dann doch nicht der Grund, weswegen sie in den Palast gebracht worden war. Nein, sie soll an dem Wettstreit um den Königsthron teilnehmen. Sie weiß aber, dass sie niemandem wirklich vertrauen kann. Weder den adligen Mitkonkurrentinnen noch dem Kommandanten der Armee. Doch bald steht sie noch einem gefährlicheren Feind gegenüber: Dem Königssohn des Menschenreichs…


    Meine Meinung

    Schon als ich die Leseprobe gelesen hatte wüsste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Und es hat mich nicht enttäuscht. Durch den angenehm unkomplizierten Schreibstil (keine Unklarheiten im Text) ließ sich das Buch leicht und flüssig lesen. Ich war schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. An Sheeras Stelle hätte ich wohl zunächst auch geglaubt, dass ich als Diebin verhaftet worden wäre. Und genauso hätte ich mich – wie Sheera – über den wahren Grund gewundert. Eine Nachtalbe als Königin? Das konnte auch ich mir nicht vorstellen. Und doch, wer weiß? Dann ist da noch Lysander, der Königsohn des Menschenreichs. Ich kann ihn gut verstehen. Er war lange Zeit nicht als Thronfolger behandelt worden, doch dann war plötzlich alles anders. Lysander wünschte sich eigentlich, dass sein Vater ihm einmal zeigen sollte, dass er stolz auf ihn war, doch bisher war er ihm gleichgültig. Würde sich das ändern? Die Autorin hat von Anfang an Spannung aufgebaut und diese bis nie verloren. Wie bei Mehrteilern oft üblich gibt es natürlich auch einen Cliffhanger. Ich habe es genossen, dieses Buch zu lesen, und ich möchte wissen, wie es weitergeht. Daher warte ich sehnsüchtig auf den nächsten Band. Dieses Buch hat mich gefesselt, mir sehr gut gefallen und gut unterhalten. Daher empfehle ich es gerne weiter und vergebe eine verdiente volle Bewertungszahl.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Liebe Grüße
    Lerchie



    _______________________
    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • Inhalt:
    Als Sheera festgenommen und in den Palast der Hochalben gebracht wird, fürchtet sie um ihr Leben. Denn sie ist nicht nur eine gesuchte Diebin, sondern auch eine Nachtalbe – ein geächtetes Wesen der Dunkelheit. Ihre Festnahme hat allerdings einen anderen Grund: Sheera soll an einem Wettstreit um den Königsthron teilnehmen. Wenn sie das tödliche Spiel überleben will, darf sie niemandem vertrauen – weder ihren adeligen Konkurrentinnen noch dem jungen Kommandanten der Armee. Doch Sheera wird schon bald einem weitaus gefährlicheren Feind gegenüberstehen: dem Kronprinzen des Menschenreichs …


    Rezension:
    Die Diebin Sheera fürchtet um ihr Leben, als sie von Blutalben festgenommen und in den Palast von Haran gebracht wird. Doch Sheera wird überrascht! Die Königin von Farhir ist schwer erkrankt und so wird es eine Königinnenwahl geben. Zehn Frauen hat die Göttin Muraya hierfür erwählt und Sheera ist eine von ihnen.
    Nun muss sie sich gefährlichen Aufgaben stellen, wobei ihr viele Steine in den Weg gelegt werden und sie nicht weiß, wem sie ihr Vertrauen schenken kann.


    "Moonlight Touch" ist der Auftakt von Jennifer Alice Jagers Chroniken der Dämmerung Dilogie, der wechselnd aus der Ich-Perspektive der Nachtalbe Sheera und der personalen Erzählperspektive des Kronprinzen des Menschenreichs Lysander erzählt wird.


    Als Nachtalbe hat Sheera keinen leichten Stand in Farhir. Die Hochalben blicken mit Abscheu oder gar Angst auf ihresgleichen herab, sodass man nur noch wenige Nachtalben zu Gesicht bekommt.
    Umso überraschter ist Sheera, als sie von Blutalben gefangen genommen und in die Hauptstadt Haran gebracht wird! Statt für ihr Leben als Diebin mit dem Tod bestraft zu werden, soll sie an der Königinnenwahl teilnehmen und hat so die Möglichkeit, den Ruf der Nachtalben zu rehabilitieren.
    Doch im Palast sind viele Alben Sheera nicht gutgesinnt, sodass sie immer auf der Hut sein muss.
    Während Sheera sich gefährlichen Aufgaben stellt, hat Lysander, der Kronprinz von Amberan, dem Reich der Menschen, ganz andere Sorgen. Seine große Liebe Amelia wird ihm genommen, und er muss sich mit Intrigen gegen ihn und seinem Vater auseinandersetzen.


    Sowohl mit Sheera, als auch mit Lysander hatte ich leider so meine Probleme und ich bin nicht wirklich mit ihnen warm geworden.
    Sheera war mir etwas zu hochmütig, denn sie ist zwar eine geschickte Diebin, die nie erwischt wurde, doch der Erfolg steigt ihr irgendwo zu Kopf. Im Palast angekommen, muss sie eigentlich vorsichtig sein, denn kaum jemand ist auf ihrer Seite, und doch vertraut sie leichtsinnig und geht sehr naiv an die ganze Sache heran.
    Lysander war für mich leider der typische verzogene Königssohn. Talentiert im Schwertkampf stand der zweitgeborene immer im Schatten seines älteren Bruders, bis dieser starb. Nun sind alle Blicke auf Lysander gerichtet, der sich erst beweisen muss. Seine Liebe zu Amelia, einer Zofe, steht natürlich unter keinem guten Stern, doch Lysander ist zuversichtlich, dass die beiden eine Zukunft haben können, die ihnen natürlich genommen wird. Er war mir ehrlich gesagt ein wenig zu wehleidig, besonders im Vergleich zur starken Sheera.
    Sehr gut gefallen hat mir dagegen Mayla, eine Konkurrentin von Sheera im Kampf um den Thron! Sie war wunderbar vielschichtig und leider hat mich ihre Geschichte doch ein wenig mehr interessiert als die von Sheera und Lysander.


    Denn auch die Handlung konnte mich nicht wirklich fesseln. Es geht zwar spannend los und stellenweise konnte mich die Geschichte auch packen, aber mich konnte es insgesamt nicht so sehr mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte! Die Königinnenwahl fand ich zu Beginn echt vielversprechend, doch sie entwickelte sich nicht so, wie ich es erwartet hätte. Im Palast gibt es einen Komplott, den es zu durchschauen gab, manches hat mich dann auch überrascht, aber ein paar Wendungen waren dann auch ein wenig offensichtlich. Ich hätte mir sowohl von Sheera, als auch von Lysander gewünscht, dass sie viel mehr Fragen gestellt und manches auch hinterfragt hätten.
    Vielleicht lag es aber auch daran, dass mich auch die Welt nicht ganz von sich überzeugen konnte.
    Ich fand leider, dass man nur wenig über Farhir und Amberan erfährt und bei vielen Dingen, wie beispielsweise der Geschichte der Alben, nur an der Oberfläche gekratzt hat. Vielleicht bekommt die Welt im zweiten Teil ein wenig mehr Tiefe, denn die Idee hat mir eigentlich richtig gut gefallen und irgendwo bin ich auch gespannt, wie es weitergehen wird.
    Trotzdem hatte ich mir von diesem Auftakt mehr erhofft!


    Fazit:
    "Chroniken der Dämmerung - Moonlight Touch" von Jennifer Alice Jager lässt mich etwas enttäuscht zurück, weil ich mir mehr erhofft hatte.
    Ich bin nicht wirklich mit Sheera und Lysander warm geworden, und so konnte mich ihre Geschichte auch nicht so packen, wie ich es mir gewünscht habe! Auch über die Welt und die Alben an sich hätte ich gerne mehr erfahren, denn ich hatte das Gefühl, bei vielen Dingen nur an der Oberfläche gekratzt zu haben. Dennoch hat mir die Idee gut gefallen und es gab auch Stellen, die mich wirklich fesseln konnten!
    Ich vergebe drei Kleeblätter.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Meine Rezension:

    Die Hauptfigur Sheera erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive und nach anfänglichen Schwierigkeiten mit ihr (sie wirkte anfangs etwas oberflächlich) kam ich gut mit ihr zurecht. In der ersten Hälfte des Buches wird immer wieder erwähnt, dass sie eine Diebin ist und zugegeben nervte mich das nach einer Weile, insbesondere, weil teilweise identische Wortgruppen dabei verwendet wurden.

    Und wo ich einmal bei der Sprache bin: Diese ist einfach gehalten, wodurch ich sehr schnell lesen konnte. Am Anfang des Buches war der Schreibstil etwas holprig, evtl. könnte man sogar gestellt sagen, denn die Überleitungen von Sheera (was sie gerade macht/denkt) zu bspw. der Landschaft und zurück waren nicht gerade flüssig. Das zog mich immer etwas aus der Geschichte heraus. Im Laufe der Seiten wurde es besser, doch der Schreibstil könnte etwas flüssiger und angenehmer sein.


    Allerdings folgen wir nicht nur Sheeras Weg, sondern begleiten auch den Kronprinzen Lysander; hier dann aber mit dem personalen Erzähler, der Fokus liegt also erkennbar bei Sheera. Welche Art von Charakter Lysander verkörpern soll lässt sich leicht erkennen, die Umsetzung hat aber nicht geklappt. Er ist mir viel zu leblos, mit einer Art künstlichen Tiefe, sodass der Funke nie übersprang und ich bis zur letzten Seite keine Emotionen, Empathie oder ähnliches für ihn entwickeln konnte.


    Bevor ich zu den anderen Charakteren etwas schreibe, erst einmal zur Handlung:
    Puhh, es ist das erste Buch seit langem, bei dem ich mich stellenweise etwas langweilte und die Seitenzahlen im Auge behielt. Der Einstieg, das Kennenlernen mit Sheera, war noch in Ordnung, doch der Übergang zwischen ihrem alten Leben und dem bevorstehenden Abenteuer scheiterte in meinen Augen. Es ging so schnell, teilweise wurden nur wenige Details beachtet und somit wirkte es unwirklich (Vielleicht war aber auch genau das das Ziel der Autorin?). Auch empfand ich die Abfolge der Szenen und Ereignisse vor und zu Beginn des Abenteuers als sprunghaft, wenig zielgerichtet und "mehr Quantität als Qualität". Witzigerweise musste ich anfangs bei dem Wettstreit an 'Die Tribute von Panem' denken: Junge Leute werde auserwählt, um (tödliche) Aufgaben zu meistern und nur eine kann siegen. Zudem müssen sie sich wohlgesonnene Reiche auf ihre Seite ziehen. Nicht ganz Panem, doch ich musste oft dran denken.

    Die erste Aufgabe war eine Enttäuschung: Der Hintergedanke ist verständlich und super, doch es wirkte gestellt und gekünstelt. Hatte ich anfangs noch in die Geschichte hinein gefunden, war ich spätestens hier wieder raus. Die Atmosphäre ist mir immer sehr wichtig und hier gab es irgendwie kaum welche: Ich las die ersten zwei Drittel des Buches wie durch ein Fernrohr, ich fühlte nichts.
    Spannung taucht im letzten Drittel endlich auf, doch vorher gab es echt keine Spur von ihr. Welcher Teil mir überhaupt nicht gefiel war der mittlere, hier war mir auch etwas langweilig und ich schaute oft nach, wie viel ich noch lesen musste.


    Einiges an negativer Kritik bisher, doch das Beste kommt zum Schluss, richtig?
    Das letzte Drittel hat sprichwörtlich die Kurve gekriegt und es gefiel mir endlich! Spannung gab's, Intrigen, ein paar kleine Geheimnisse und Überraschungen wurden aufgedeckt und die einleitende Wendung für all das war super und ich hatte die echt nicht kommen sehen! Ich denke jedoch, der eigentliche Hauptgrund für diese Verbesserung des Lesevergnügens waren die Charaktere. Endlich gab es Interaktion untereinander, die Figuren bekamen mehr Farbe und Leben eingehaucht und nahmen aktiv an der Handlung teil. Denn genau das fehlte auf den Seiten davor: Die Charaktere wirkten alle wie Statisten, die holprig ihren Text laut vorlasen und schlecht schauspielerten. Somit blieben mir nur Lysander und Sheera und wie ihr bereits gelesen habt, fällt Lysander für mich auch raus.


    Nun zur Welt der Alben und Menschen: Ich sehe das Worldbuilding (=die erschaffene Welt) als recht simpel an, das aber trotzdem überzeugt. Es muss ja nicht immer Tolkien sein. Ich brauchte ein paar Kapitel, um mich mit der Idee der Alben anzufreunden, doch sie ist gelungen und immer überall "Elf" oder "Elb" zu lesen ist ja eintönig. Insbesondere die Nachtalben bringen Abwechslung mit. Trotz der beigefügten Karte im Buch hatte ich jedoch meine Schwierigkeiten mit den Entfernungen. Diese sind für mich nicht ganz aufeinander abgestimmt und ziehen die Handlung selbst damit etwas ins unwirkliche.
    Auch die Magie spielt hier eine kleine Rolle, anfangs empfand ich die Darstellung als gelungen und es war auch nicht schlimm, dass dem Leser kaum etwas über die Magie, ihre Anwendung etc. berichtet wird. Doch gegen Ende passte in einer Szene das dort Geschehene in meinen Augen nicht mehr in das vorher erschaffene Bild. (Ohne schlimmen Spoiler, keine Sorge): Eine Figur macht einen total mächtigen Zauber und ist danach trotzdem noch normal ansprechbar, kann rennen, weitere Magie bewirken etc., und das, obwohl auf jeder Seite gefühlt fünfmal steht, wie schwach alle sind..? Eigentlich hätte sie schlafend und Süßigkeiten essend im Bett liegen müssen.


    Alles in allem hat mich Moonlight Touch größtenteils gut unterhalten, doch es fehlte an einigen Ecken und Kanten, somit kann ich leider nur 3/5 Sterne vergeben. Nichtsdestotrotz bin ich neugierig auf den zweiten Band, jedoch mit deutlich geringerer Lese-Priorität.

  • Mir gefiel vor allem die Idee der Nachtalben und des Wettkampfes



    Klappentext


    „Als Sheera festgenommen und in den Palast der Hochalben gebracht wird, fürchtet sie um ihr Leben. Denn sie ist nicht nur eine gesuchte Diebin, sondern auch eine Nachtalbe – ein geächtetes Wesen der Dunkelheit. Ihre Festnahme hat allerdings einen anderen Grund: Sheera soll an einem Wettstreit um den Königsthron teilnehmen. Wenn sie das tödliche Spiel überleben will, darf sie niemandem vertrauen – weder ihren adeligen Konkurrentinnen noch dem jungen Kommandanten der Armee. Doch Sheera wird schon bald einem weitaus gefährlicheren Feind gegenüberstehen: dem Kronprinzen des Menschenreichs …“



    Gestaltung


    Am besten gefallen mir die Regentropfen, die das Cover überziehen und vom oberen Bildrand runterzufallen scheinen, denn in diesen sind verschiedene, schöne Muster versteckt. Außerdem schimmern sie und heben sich so vom Rest des Covers ab. Farblich ist die Gestaltung auch sehr harmonisch gehalten mit den Beigetönen, in denen sich warme Grau-Braun-Töne wiederfinden. Die Frau in dem eleganten grauen Kleid fügt sich auch passend in das Gesamtbild ein.



    Meine Meinung


    Von Jennifer Alice Jager habe ich schon mehrere Bücher gelesen, mit denen ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe. Daher war ich auch neugierig auf ihr neustes Werk: „Chroniken der Dämmerung – Moonlight Touch“. In diesem Auftaktband einer Dilogie geht es um Sheera, die eine Nachtalbe ist und die an einem Wettstreit um den Königsthron teilnehmen soll. In diesem Spiel, in dem es um Leben und Tod geht, darf sie niemandem vertrauen…



    An „Moonlight Touch“ gefiel mir besonders die Idee der Geschichte und dass die Protagonistin eine Nachtalbe ist. Diese Wesen sind als Diebe und Wesen der Nacht verschrien. Ich fand es spannend, dass Sheera sich durch diese Abstammung von anderen Büchern des Jugendbuchgenres abhob, da zumindest mir persönlich Nachtalben so noch nicht untergekommen sind. Auch die Idee mit dem tödlichen Spiel hat mir gefallen, da dies für einiges Spannungspotenzial sorgte.



    Dieser Wettkampf um den Königsthron ist hart und Sheera wird gezwungen, daran teilzunehmen. Dabei lernt sie schnell, dass sie niemandem trauen darf, wodurch auch der Leser den Figuren nicht wirklich über den Weg traut und lieber skeptisch und vorsichtig ist. Dies fand ich sehr gelungen, weil ich durch diese Zweifel an den Figuren immer aufmerksam war und rätselte, wem ich trauen kann und was die Motive der Charaktere sind. Auch die Aufgabe, die Sheera lösen soll, sorgt für Nervenkitzel, da diese mit großen Hürden verbunden ist.



    Sheera trifft außerdem auf den Kronprinzen des Menschenreiches: Lysander. Er ist eine Figur, die ich sehr interessant fand, weil er schwer zu durchblicken ist. Er wirkt bedrohlich und gefährlich, was vor allem daran liegt, dass seine Motive und Intentionen im Unklaren liegen und ich ihn nur schwer einschätzen konnte. Vor allem ist er als Mensch jemand, mit dem Alben wie Sheera seit jeher in Konflikt stehen und aneinander geraten…



    Vor allem gefiel mir auch, dass „Moonlight Touch“ aus den Perspektiven sowohl von Sheera als auch von Lysander erzählt wird. Zu Beginn waren die Zusammenhänge zwischen beiden Charakteren noch nicht klar, weswegen beide Perspektiven dafür gesorgt haben, dass ich mir schon einige Theorien ausmalte. Später fand ich es sehr hilfreich und spannend, Einblicke in beide Figuren zu erhalten, da ich so das Gefühl hatte, ihnen beiden nah zu sein.



    Fazit


    Mit Sheera hat „Moonlight Touch“ eine starke Protagonistin, die sich dadurch von anderen Jugendbuchheldinnen abhebt, dass sie eine Nachtalb ist. Dies fand ich sehr faszinierend und spannend, vor allem auch deswegen, weil Alben im Konflikt mit den Menschen stehen. Spannend wird es aber auch durch den Wettstreit um den Thron und die damit verbundenen Hürden. Beispielsweise vertraut man als Leser den Figuren nicht wirklich und liest sehr aufmerksam mit, weil die Charaktere teilweise schwer einzuschätzen sind. Nach dem Ende bin ich auch sehr gespannt, wie sich die Geschichte im Folgeband weiterentwickeln wird.


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Chroniken der Dämmerung – Moonlight Touch


    2. Chroniken der Dämmerung – Midnight Soul (erscheint am 29. Januar 2021)

  • Ich mag die Bücher von Jennifer Alice Jager sehr, vor allem ihre Märchenadaptionen. Eine solche ist "Moonlight Touch" nicht, dennoch habe ich auch dieses Buch sehr gern gelesen. Vor allem die erste Hälfte konnte mich sehr begeistern. Der Leser lernt die Ich-Erzählerin Sheera kennen - ich mochte ihren Erzählton sehr: sie ist tough, selbstsicher und klug -, wird in die Welt der Alben eingeführt und zusammen mit der Protagonistin in den Palast der Hochalben gebracht. Dadurch nimmt die Handlung erst so richtig ihren Lauf, Sheeras Gegenspieler werden vorgestellt und die Spannung steigt. Leider ist die Handlung meiner Meinung nach zu sehr in die typischen Abläufe von Jugendfantasy-Romanen gerutscht - es werden Intrigen gesponnen, es gibt Irrungen und Wirrungen, eine Rebellion wird geplant. Das kenne ich schon aus einigen Büchern und ich fand es etwas schade, dass die Handlung auch hier in dieses Schema passt. Zum Ende hin konnte die Autorin mich aber mit einigen Wendungen doch noch überraschen und so freue ich mich auf Band 2.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


    http://www.lektorat-sprachgefuehl.de

  • Das war mein erstes Buch der Autorin und wird definitv nicht mein letztes sein.


    In dieser Geschichte geht es um Sheera, eine Diebin und Nachtalbe. Bei einem Streifzug wird sie von Soldaten der Königin aufgegriffen, die sie in den Palast bringen. Dort erfährt Sheera, dass sie auserwählt wurde um am Wettkampf um den Thron teilzunehmen. Hierbei werden den Anwärtern verschiedene Aufgaben gestellt, die sie bestehen müssen. Doch es sind nicht nur die Aufgaben die Sheera bestehen muss, sie muss sich auch gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen, die allesamt Hochalben sind und eine Nachtalbe ihrer Ansicht nach kein Recht hat an diesem Wettstreit mitzuwirken. Sheera muss sich hier durchsetzen und dann führt sie ihre Aufgabe auch noch in das Land ihrer größten Feinde, nämlich ins Menschenreich.


    Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Sheera und Lysander erzählt. Anfangs habe ich mich noch gefragt, was denn diese beiden Erzählstränge miteinander zu tun haben werden. Aber Jennifer Alice Jager schafft es prima die beiden Stränge zu verknüpfen. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Es kam zu keinem Zeitpunkt Langeweile in mir auf.


    Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Sheera ist eine sehr eigenwillige aber auch mutige Person. Sie bleibt sich auch immer treu und verstellt sich nicht, was ich sehr an ihr mochte. Bei Lysander war ich erst einmal etwas unsicher was ich von ihm halten soll. Aber er hat dann doch schnell meine Sympathie für sich gewonnen. Auch die weiteren Figuren sind nicht nur Randfiguren, sondern man schließt einige davon auch schnell ins Herz. Die Autorin schafft es hier meiner Ansicht nach jedem Charakter eine gewisse Tiefe zu verleihen.


    Die Handlung an sich war von Anfang bis zum Ende durchgehend spannend. Es gab immer wieder unvorhersehbare Vorkommnisse und die Autorin konnte mich mit ihren Wendungen immer wieder überraschen. Das Ende kam dann Schlag auf Schlag und hinterlässt den Leser mit einem ganz schönen Cliffhanger. Das einzige, was ich an diesem Buch auszusetzen habe ist, dass es zu schnell vorbei war :)


    Meiner Meinung nach hat hier alles gestimmt. Es war ein wundervoller Schreibstil, die Charaktere hatten Tiefe und es gab unvorhersehbare Wendungen sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Von mir defintiv eine klare Leseempfehlung und ich sehne schon den nächsten Band herbei.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel. Und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen."
    (Walt Disney)









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