Sandra Toth - Die Festung

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    Eine spannende Fortsetzung



    Lara, Thomas und ihre Freunde machen sich auf den Weg zur Festung. Herausgerissen aus der Sicherheit des Dorfes, sind sie den Gefahren der neuen Zeit schutzlos ausgeliefert.


    Und auch als sie die Festung erreichen, sind sie noch lange nicht in Sicherheit. Denn fast alles ist dort anders, als erwartet. Friedrich herrscht mit harter und grausamer Hand. Das Leben in der Festung wird von Tag zu Tag schwieriger, Friedrichs Verhalten immer gewaltsamer. Lara und Thomas stehen vor der gefährlichen Aufgabe, die Festung und ihre Bewohner von ihrem Herrscher zu befreien und für alle ein lebenswertes Dasein zu schaffen. Auch ihre zurückgelassenen Freunde im Dorf brauchen ihre Hilfe. Doch Thomas verändert sich, ein düsterer Schleier legt sich über ihn, und er wird immer skrupelloser.


    Und so stellt sich bei dem gefährlichen Spiel um Leben und Tod die Frage, ob Lara und Thomas es schaffen werden, ihre Liebsten zu retten und als Paar in dieser Zeit zu bestehen.



    Wer „Das Dorf – Finsterzeit 1“ noch nicht gelesen hat, der sollte das tun, bevor er „Die Festung – Finsterzeit 2“ liest. „Die Festung“ baut direkt auf „Das Dorf“ auf und ich denke, ohne Vorkenntnisse, hat es keinen Sinn, dieses Buch zu lesen. Es wäre einfach nicht so fesselnd und spannend.


    Schon den ersten Teil habe ich verschlungen und war wirklich begeistert. Die Welt, die Sandra Toth für diese Reihe erschaffen hat und die Figuren, die wir begleiten, sind anders und faszinierend. Im ersten Band geht es noch viel um die allgemeine Situation in der Welt und wie es zu dem totalen Zusammenbruch gekommen ist. Das wird in diesem Buch nur nebensächlich behandelt. Dafür geht es um das Leben in der Festung und die Strukturen und Hierarchien, die Friedrich dort erschaffen hat. Er versucht das alte Patriarchat wiederzubeleben und zwingt die Bewohner zu einem extremen Schichtendenken. Etwas, dass in unserer heutigen Zeit nicht mehr möglich sein sollte, wird durch die extremen Umstände möglich und führt für die einen zum Wohl und für die anderen zum Leid.


    Beim Lesen war ich zwischen den Emotionen hin und hergerissen. Spannung wechselte sich ab mit Fassungslosigkeit. Hoffnung wich Abneigung und Trauer wich Freude. Dieses Buch löst die verschiedensten Dinge aus und reißt einen wirklich mit.


    Lara bleibt eine meiner Lieblingsfiguren und wie auch schon im ersten Teil, macht sie eine unglaubliche Entwicklung durch. Sie ist stark, mutig und schafft es, sich selbst treu zu bleiben. Sie versucht den Plan zu verfolgen und sich ihren eigenen Willen nicht nehmen zu lassen. Thomas bleibt mir unsympathisch aber trotzdem ist er ein guter und wichtiger Charakter. Seine Zerrissenheit und der Druck der auf ihm lastet, sind jederzeit spürbar und grade, dass man bei ihm nie so ganz weiß, was grade los ist, hat mich an ihm fasziniert.


    Positiv ist auch, dass es zwar viele Figuren gibt aber keine überflüssig ist. Jeder ist genau richtig in die Geschichte verwoben.


    Ich muss wirklich sagen, dass dies einfach eine gelungene Fortsetzung ist, nach der man definitiv den dritten Teil auch lesen möchte. Ein toller zweiter Teil, einer spannenden Dystopie-Reihe.

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