Charlotte Peters - Heiß wie der Zorn

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  • Der Harte und die Zarte - oder wenn Narben sich glätten


    Felix hat ein hartes Leben hinter sich, als er mit seinem Freund Jonas eine Detektei eröffnet. Dieses Leben hat nicht nur Narben an, sondern auch in ihm hinterlassen. Er glaubt nicht mehr an das Gute im Menschen und an die Liebe erst recht nicht. Das ändert sich jedoch, als er bei einem gefährlichen Auftrag Tessa begegnet. Ausgerechnet die Tochter des Syndikatschefs, den er zur Strecke bringen will, weckt seinen Beschützerinstinkt, denn auch Tessa trägt tiefe Narben in sich. Von nun an reiht sich eine gefährliche Situation an die andere. Nur selten dürfen beide durchatmen, bis Tessas skrupelloser Vater seinen letzten Trumpf ausspielt.


    Man fühlt sich ein wenig an die „Schöne und das Biest“ erinnert, doch weit gefehlt. Die Geschichte von Felix und Tessa ist alles andere als ein Märchen. Der Autorin ist es gelungen, eine moderne und glaubhafte Geschichte entstehen zu lassen. Wunderbar flüssig erzählt Charlotte Peters, wie aus Zweifel Vertrauen und aus Vertrauen Liebe wird. Ohne ins Kitschige abzudriften lässt sie den Leser eine spannungsgeladene Zeit erleben und schenkt ihm tiefe Einblicke in das Seelenleben der beiden Protagonisten.


    Ich habe den ersten Teil „Kalt wie die Angst“ ja schon sehr gemocht, aber der zweite ist noch einen Tick besser.


    Und auch wenn der Satz schon ziemlich abgedroschen klingt, diesen Roman habe ich wirklich nicht aus der Hand legen können.


    Wer eine schöne Liebesgeschichte mit spannenden Thrillerelementen zu schätzen weiß, der sollte sich diesen Roman nicht entgehen lassen.

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Heiß wie der Zorn“ zu „Charlotte Peters - Heiß wie der Zorn“ geändert.
  • Spannend, fesselnd, bis emotional fordernd




    Im zweiten Band von Charlotte Peters mit dem Titel „Heiß wie der Zorn“ wird der Leser emotional noch eine Spur mehr gefordert als im ersten Band „Kalt wie die Angst“. Die beiden Bücher sind allerdings unabhängig voneinander zu lesen. Die Hauptfiguren finden wir in beiden Geschichten, doch jedes Buch ist in sich abgeschlossen.



    Die Hauptprotagonisten sind hier Felix und Tessa. Beide stehen im Leben und sind doch so verschieden. Felix der starke, harte, selbstsichere Mann mit weichem Kern. Tessa die kleine, zarte, naive Frau mit starkem Kern. Kann sich zwischen zwei so unterschiedlichen Menschen dennoch mehr entwickeln? Interessant ist bei beiden Figuren ihre Entwicklung mitzuverfolgen. Sie wird von der Autorin deutlich gezeichnet und realistisch dargestellt.



    Immer wieder geraten die sympathischen Figuren in Situationen, die den Leser die Luft anhalten lassen. Der fesselnde Schreibstil trägt den Leser beinahe durch die Seiten, es fällt schwer das Buch aus den Händen zu legen.



    Wichtig bei diesem Buch sind in meinen Augen auch die Antagonisten. Davon gibt es hier nicht nur einen, und jeder übertrifft den anderen noch um ein Stück. Gekonnt werden sie zu verachtenswerten Negativpunkten der Geschichte, sodass der Leser all seine Wut ohne Scheu an ihnen auslassen kann. Eine Wohltat.



    Wir haben hier ein Buch, das zwar auch mit physischer Gewalt nicht zimperlich umgeht, aber für mich war die emotionale Gewalt, der Druck, besonders auf die Protagonistin, teilweise fast spürbar. Natürlich finden wir nicht nur Gewalt und negative Szenen. Nein. Sehr wohl auch Gefühl, Zuneigung und die Entdeckung von Empfindungen die nur ein kleines Kind in einem Menschen auslösen kann. Ich finde eine gelungene Mischung positiver und negativer Erfahrungen, um mir ein tolles Lesevergnügen beschert zu haben.

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