Wie sortiert ihr eure Bücher aus?

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  • Was sind Gründe, ein Buch zu behalten oder weg zu geben? Gibt es die überhaupt?


    Ich sortiere meine Bücher sehr ungern aus, weil ich jedes gelesene Buch wie eine Trophäe um Regal stehen lassen wollen würde. Allerdings platzt dieses aus allen Nähten und ich gebe zu, die wenigsten würde ich wahrscheinlich noch mal lesen, auch wenn ich ihnen 4 Sterne oder mehr gegeben habe.

    Anfangs wollte ich alle Bücher behalten, aus denen ich eine Lehre ziehen konnte und die, die als "Pflichtlektüre fürs Leben" gelten. Allerdings verschwimmen die Grenzen. Nicht alle Bücher, die man gelesen haben sollte, gefallen mir. Theoretisch sollte ich also den Platz lieber sinnvoller nutzen, aber irgendwie fällt mir das gar nicht so leicht. Andererseits habe ich wiederum Bücher außerhalb dieser zwei Kategorien gelesen, die ich fast schon behalten würde, von denen ich aber weiß, dass ich sie nicht noch mal lesen werde.


    Wonach entscheidet ihr, ob ein Buch bleiben oder gehen darf?

  • Ich habe vor meinem letzten Umzug zwei Kisten aussortiert. Vor allem Bücher, die ich gebraucht gekauft hatte und die ich nicht gut fand- also wirklich NICHT gut. Ansonsten geht es mir wie dir und ich habe so ein Trophäengefühl, wenn ich ein ausgelesenes Buch ins Regal stelle.

    Aber mein Mann will in der neuen Wohnung nicht alles mit Bücherregalen zupflastern und deshalb wird wohl ein e-reader einziehen...

  • Zugegeben, ich mache das auch erst, seit ich umgezogen und in einer viel zu kleinen Wohnung lebe, mit für diesen Platz zu vielen Büchern. Mein Stapel ungelesener Bücher passt trotzdem nicht in die Regale und bildet praktisch eine Trennwand vom Schreibtisch zum Rest des Raumes. Einmal im Jahr mache ich eine Gewaltaktion und sortiere gnadenlos aus, woran ich auch nur gering zweifle. Kindheitserinnerungen, Asterix, Harry Potter und Fitzek bleiben davon unberuhrt und auch ein paar Reihen, die ich einfach vollständig haben möchte. Alles andere wird gesiebt. Inzwischen bin ich auch so weit, nach jedem Lesen zu schauen, ob ich das Buch wirklich behalten möchte. Woran das genau dann liegt, ist jedoch bei jedem Werk zu unterschiedlich.

  • Wonach entscheidet ihr, ob ein Buch bleiben oder gehen darf?

    Mein Platz geht auch zur Neige und so hab ich schon vor einer Weile auch angefangen auszusortieren. Aber bisher hauptsächlich nur Bücher, die ich grottenschlecht fand und solche, die ich definitiv nie wieder lesen werde. Das waren auch so schon genügend Bücher. Aber irgendwann werde ich auch die durchschnittlichen aussortieren müssen, das weiß ich.

    viele Grüße vom Squirrel


    :study: Neil MacGregor - Shakespeares ruhelose Welt


  • Ich behalte auch nur noch gute und sehr gute Bücher; die schlechten und mittelmäßigen Erwerbungen der letzten Jahr(zehnt)e werden zur Zeit, um Platz zu gewinnen, sukzessive verkauft. Allerdings schaffe ich seit den Jahren, in denen ich die Onleihe nutze, mit wenigen Ausnahmen ohnehin nur noch die Bücher an, die mir so gut gefallen haben, dass ich sie noch einmal lesen und dafür eben auch HABEN möchte. :lol:

    (Da ich oft Rereads mache, ist das bei mir auch halbwegs realistisch.)


    Ein weiterer Aspekt sind sicher die Kinder, die sich zunehmend für unsere Regale interessieren und auch schon in so manchem Werk herumgeblättert haben: Die sollen dort eine gute Auswahl an Lesestoff vorfinden, keinen Schrott. Was sie ansonsten lesen werden, ist dann ihre eigene Angelegenheit... :lol:

    Lg Sarange :cat:


    :study: Han Kang - Weiß

    :study: Erhard Maria Klein - Die Bienenkiste

    :musik: Michael Ende / Wieland Freund - Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe


  • Meine Bücher bewohnen inzwischen ein eigenes Zimmer. Aber ich platze dennoch aus allen Nähten und lade inzwischen Bücher ganz überwiegend nur noch auf den Reader. Das spart ungemein viel Platz. Lediglich Reihen , die ich in Papier habe, setze ich auch in Papier fort und Bücher deren Cover ich besonders schön finde kaufe ich noch in Papier.
    Das Trophäengefühl kenne ich auch. Inzwischen sortiere ich aber Bücher, die mir nicht gefallen haben, rigoros aus und spende sie. Von Büchern liebgewonnener Reihen oder anderen Leseschätzchen kann ich mich aber einfach nicht trennen. Da würde mir das Herz bluten.

    :study: Veit Etzold -Todeswächter

    :musik: Eva Almstädt - Ostseegruft


    Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen. (Friedrich Nietzsche)


    :study: Gelesen 2020 : 110 Bücher /

    :musik:19 Hörbücher
    :study: Gelesen 2019 : 127 Bücher / :musik:22 Hörbücher

  • Ich behalte nur Nachschlagwerke und Bildbände, die mich interessieren und in die ich garantiert noch mal reinschaue. Sämtliche andere Bücher lese ich garantiert nur einmal und nie wieder, also warum sollen die sinnlos Platz wegnehmen und einstauben. Wenn sie noch gut sind werden sie verkauft oder vertuascht. Was da nicht geht kommt nach einiger Zeit in den Tauschladen oder wird ausgesetzt. Wenn das Buch sehr zerlesen ist oder ich es grauenvoll fand kommt es in die blaue Tonne.

    Einige Uraltbücher mit alter Schrift, schön vergilbt und möglichst mit Illustrationen oder Bücher in Fremdsprachen verbastle ich. Ich habe absolut kein Problem damit Bücher zu zerwursteln oder in die Tonne zu kloppen. Das sind für mich Gebrauchsgegenstände und wenn eine Tasse einen Sprung hat schmeiße ich die ja auch in den Müll.

  • Momentan gebe ich nur die abgebrochenen Bücher wieder weg. Ich habe ein Zimmer im Haus, in dem unsere Bücher und auch die DVD-Sammlung (...mittlerweile auch etwas an Kinderspielzeug :roll::mrgreen:) gelagert ist und noch ist einigermaßen ausreichend Platz. Sollte dieser irgendwann mal knapp werden, werde ich wohl auch versuchen, die schlechteren bis mittelmäßigen wegzugeben. Mit den DVDs habe ich das schon gemacht, aber nicht aus Platzgründen, sondern weil ich nur noch Filme in der Sammlung haben möchte, die mir auch gefallen haben.

  • Bücher aussortieren? Bei dem Thema fällt mir immer dieses kleine Zitat ein:

    Zitat von aus "Die unsichtbare Bibliothek" von Genevieve Cogman


    Irene zuckte bei dem bloßen Gedanken zusammen. Bücher weggeben? "Wie äußerst leichtfertig", merkte sie schließlich an.

    Das Weggeben von Büchern liegt wohl einfach nicht in meiner Natur. Ich weiß ja vorher auch nie, ob ich die Bücher nicht doch noch einmal lesen möchte. Es gibt Bücher, die habe ich mehrmals gelesen und das eine oder andere sogar sehr häufig. Zu Heilig Abend steht zu vorgerückter Stunde zum Beispiel immer mein Lieblings-Weihnachtskrimi auf dem Programm und es ist nicht selten vorgekommen, dass ich daraufhin die restlichen Bände der Reihe gleich im Anschluss gelesen habe. Damit kann man sich die Feiertage dann auch ganz hübsch vertreiben.

    Wenn zu einer Reihe ein neuer Band erschienen ist, ist es durchaus auch vorgekommen, dass ich mich nochmals in die Vorgängerbände eingelesen habe, wenn deren Lektüre schon etwas zurück lag.

    Also: Solange im Haus noch Platz ist, bleiben die Bücher bei mir. Und noch ist es längst nicht so schlimm wie bei Thomas DeQuincey, von dem es heißt, er hätte so viele Bücher besessen, dass für seine Familie nicht genug Platz zum Leben blieb und er zeitweise bis zu sechs Häuser gleichzeitig angemietet hatte, um die Bücher einzulagern. Davon bin ich glücklicherweise noch weit entfernt. Hier ist aber auch noch ein Zimmer im Haus, das nur auf einen neuen Boden und eine neue Tapete wartet und mit ein paar Regalen... ach, naja, mal sehen. Da ich neben dem Schmökern auch noch das eine oder andere weitere Hobby habe, hält sich der Zustrom auch in Grenzen. Letztes Jahr waren es keine hundert Bücher und deutlich mehr als hundertzwanzig werden es wohl auch dieses Jahr kaum werden, also passt es noch. Aber irgendwie stimmt es schon, ein wenig Aussortieren muss sein. Die Regale in meinem eigentlichen Lesezimmer fassen nur zwischen 1000 und 1200 Büchern und so muss für jeden Neuankömmling einer der Veteranen im einen anderen Raum umziehen. Das entscheide ich dann rein nach Gefühl, wobei Bücherreihen, vor allem wenn ich sie noch noch nicht vollständig gelesen habe, Vorrang vor Einzelbänden haben.

    You can't buy happiness, but you can buy books and that's kind of the same thing.

  • Zu Heilig Abend steht zu vorgerückter Stunde zum Beispiel immer mein Lieblings-Weihnachtskrimi auf dem Programm

    Der da wäre?

    Ich bin sehr neugierig, vielleicht ist dieser Krimi ja auch was für meinen Heiligabend 2020 zu vorgerückter Stunde

    Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte (Victor Hugo).

  • Och, ich bin ein alberner Kerl, der seine Krimis gerne mit ein wenig Humor mag, daher ist es "Schlaf in himmlicher Ruh".

    Schade, aus dem Krimi Heiligabend 2020 wird nichts, denn ich habe das Hörbuch schon (mit Vergnügen) gehört. Band 2 habe ich auch gehört; leider gibt es für die Folgebände keine Hörbücher.

    Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte (Victor Hugo).

  • Ich bin mittlerweile richtig gut im Bücher aussortieren. Ich stelle mir nach jedem Buch

    a) die Frage, ob ich es nochmal lesen würde. Antwort: immer nein. Ich habe ausser in meiner frühesten Kindheit noch nie ein Buch zweimal gelesen

    b) die Frage, ob ich eine emotionale Bindung dazu habe. Sind auch die wenigsten.


    Bei zweimal nein habe ich überhaupt kein Problem, das Buch wegzugeben. Bevorzugt verschenke ich sie, dann haben noch mehr Menschen Freude dran, das finde ich schön.


    Früher habe ich alle alle alle aufgehoben, aber das ist Quatsch - im Regal stauben sie ein, vergilben und werden unansehnlich, so dass sie dann am Ende keiner mehr will - und das ist dann wirklich schade drum! Jetzt gebe ich sie immer möglichst bald weg, solange sie noch schön sind. Wir Menschen sind halt Augentiere :lol:

  • Ganz einfach: Bücher, die ich zuende lese, behalte ich. Bücher, die ich abbreche, kommen weg. Die Zeiten, in denen ich mich durch langweilige Bücher gequält habe, sind zum Glück vorbei. So hat der Inhalt meines Bücherregals eine konstant hohe Qualität und ich muss nichts aussortieren, das ich mochte.


    Außerdem kamen neulich mal die alten Kinderbücher weg, die ich nur noch aus Nostalgie hatte. Wenn man die immer wieder beim Umziehen schleppen muss, dann stellt man fest, dass sie doch nicht so wertvoll sind, wie gedacht.

  • Abgebrochene Bücher kommen auf jeden Fall weg, aber auch alle, bei denen ich glaube, dass ich sie kein zweites Mal lesen würde. Wenn ich ein Buch mit drei Sternen oder weniger bewertet habe, ist das meist so. Einzige Ausnahme: wenn das Buch Teil einer Serie ist, die mich interessiert, darf es in den meisten Fällen bleiben, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass manche Bände einer Serie besser sind als andere.

    Meine Regale sind trotz meines Weggebeverhaltens leider schon übervoll, und da ich sehr viel lese, ist es nur gut, dass ich mittlerweile viele Bücher nur noch als E-Book lese. Und obwohl E-Books keinen physischen Platz fressen, sortiere ich selbst die aus und lösche, was ich mit Sicherheit nicht noch einmal lesen werde.


    Da findo den Stapel ungelesener Bücher angesprochen hat ... die landen bei mir nie im Regal. Was ich noch nicht gelesen habe, habe ich im Normalfall im Fach unter einem Beistelltisch gestapelt, im Moment, weil dank meines letzten Kaufrausches nicht mehr alle darunter passen, liegen zwanzig weitere auf meinem Wohnzimmertisch und warten darauf, gelesen zu werden. Bis ich den Stapel nicht bis auf maximal fünf Bücher reduziert habe, kaufe ich keine neuen Bücher mehr. Mal sehen, wie viele davon dann später überhaupt bleiben dürfen.:)

    "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt." (Simon Stiegler)

    Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein

  • Lange Zeit ist es mir schwergefallen, Bücher wegzugeben, aber der Platz im Regal ist leider endlich, und ich lese ziemlich schnell, so dass sich die Regale auch relativ zackig füllen.


    Inzwischen behalte ich nur noch Bücher, die ich gerne mochte und die ich noch einmal lesen würde, sowie solche, zu denen ich einen emotionalen Bezug habe (Kindheitslieblinge, Geschenke lieber Menschen). Den Rest lege ich gleich nach dem Lesen auf einen extra Stapel. Wenn ein bisschen was zusammengekommen ist, stelle ich die Bücher dann zum Verkauf ins Netz.

  • Sachbücher sortiere ich eigentlich gar nicht aus und ich habe sehr viele. Eigentlich habe ich den gesamten C.H Beck - Bestand an historischen Sachbüchern zu Hause. :lol:

    Die sind heilig.

    Bei Romanen bin ich nicht so streng. Ich kaufe sowieso eigentlich nie selbst Romane AUSSER denjenigen, die ich hier in Holland nicht aus der Bücherei ausleihen kann, weil sie nicht ins Niederländische übersetzt worden sind.

    Das sind dann oft historische Romane, die in Deutschland spielen, vor allem im Mittelalter. Das interessiert die Holländer nämlich nicht die Bohne. :wink:

    Von daher sind die auch nicht übersetzt.

    Ich kann mich auch schlecht trennen von Romanen, die ich von lieben Menschen bekommen habe...selbst wenn es Bücher sind, mit denen ich gar nichts anfangen kann (kommt zum Glück nicht oft vor).

    Ich will mich auch nicht trennen von meiner Agatha Christie - Sammlung, denn die habe ich mir mühsam vom Jobben zusammengespart (lange her:wink:).

    Ich hatte damals Englisch-Nachhilfe gegeben (da war ich so 15/16) und jedes Mal, wenn ich wieder 10 Mark bekommen habe, bin ich sofort zu Karstadt in die Buchabteilung geradelt und habe mir das nächste Buch gekauft.

    Die sind auch schon so schön vergilbt.


    Alle anderen Bücher bringe ich ins Diakonie-Kaufhaus.

    Anyone who stops learning is old, whether at twenty or eighty. Anyone who keeps learning stays young. The greatest thing in life is to keep your mind young.

    - Henry Ford-

  • Lange Zeit ist es mir schwergefallen, Bücher wegzugeben, aber der Platz im Regal ist leider endlich, und ich lese ziemlich schnell, so dass sich die Regale auch relativ zackig füllen.


    Inzwischen behalte ich nur noch Bücher, die ich gerne mochte und die ich noch einmal lesen würde, sowie solche, zu denen ich einen emotionalen Bezug habe (Kindheitslieblinge, Geschenke lieber Menschen). Den Rest lege ich gleich nach dem Lesen auf einen extra Stapel. Wenn ein bisschen was zusammengekommen ist, stelle ich die Bücher dann zum Verkauf ins Netz.

    Genauso sehe und halte ich es auch. Nur dass ich die aussortierten Bücher meistens in einen Bücherschrank stelle oder an ein Hospiz spende, oder ähnliches. Ich mag sie halt nicht einfach wegwerfen und freue mich, wenn andere mit den Büchern noch etwas anfangen können.

  • Bei uns im Ort nehmen die Einrichtungen keine Bücher mehr an. Sind wohl zu oft mit kistenweise ... :-# ... geflutet worden... nein, ich nenne jetzt keine Autorennamen... :-# :lol:

    Lg Sarange :cat:


    :study: Han Kang - Weiß

    :study: Erhard Maria Klein - Die Bienenkiste

    :musik: Michael Ende / Wieland Freund - Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe


  • Bei uns im Ort nehmen die Einrichtungen keine Bücher mehr an. Sind wohl zu oft mit kistenweise ... :-# ... geflutet worden... nein, ich nenne jetzt keine Autorennamen... :-# :lol:

    Konsalik, Konsalik, Konsalik... Unsere Flohmärkte sind voll davon. :lol:


    ich werde demnächst wieder an die 30 Bücher aussortieren und auch Reihen auseinander reißen. Es ist einfach zu viel. :|

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