Ursula Galli, Gian Andrea Pallich & Leandra Pförtner - Keine Angst vor Spinnen

  • Kurzmeinung

    K.-G. Beck-Ewe
    Solider Ratgeber für die Selbstbehandlung

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  • Klappentext:


    Sich angstfreier bewegen - trotz der Achtbeiner


    Angst vor Spinnen ist sehr weit verbreitet - eine der häufigsten Ängste überhaupt. Die meisten Menschen können damit gut leben, weil sie Spinnen ausweichen können oder meistens jemanden in der Nähe haben, der die ungeliebten Tiere im Falle eines Falles für sie entfernen kann. Wenn aber die Angst zu einem starken Vermeidungsverhalten führt, zum Beispiel schon das Foto einer Spinne nicht mehr angeschaut werden kann, spricht man von einer Phobie. Phobien bleiben bestehen, solange man ausweicht, und sie verringern sich, sobald man sich damit gezielt auseinandersetzt.


    Der Ratgeber wendet sich an Menschen, die unter ihrer Sinnenangst leiden und dadurch in ihrem Alltag sehr eingeschränkt sind. Er liefert Informationen zu Angst und Ekel, nimmt die Spinnen unter die Lupe, räumt mit geläufigen Mythen auf und bietet konkrete Strategien zur Selbsthilfe an.


    Eigene Beurteilung/Eigenzitat aus amazon.de:


    Spinnen - gerade in Europa - sind für Menschen streng genommen nicht gefährlich, sondern liefern uns als natürliche Insektenvertilger so gar große Dienste. Sie sind auch nicht sonderlich groß und man sieht sie in der Regel auch nicht so häufig. Deswegen werden Menschen mit einer Spinnenphobie von ihren Mitmenschen oft nicht für ganz voll genommen. Aber eine Phobie - egal, wogegen - schränkt das Leben sehr ein und ist somit eine ernstzunehmende Störung.


    Dieser Hintergrund, die verschiedenen Abstufungen von Ekel bis Panik, die gefürchteten Lebewesen selbst, Geschichten, die über sie im Gerüchtemeer herumtreiben und Therapieansätze werden hier (TRIGGERWARNUNG: mit Spinnenbildern) vorgestellt, bevor eine Methode der Selbstbehandlung mit hilfreichen Arbeitsblättern vorgestellt wird. Dabei wird auch nicht verschwiegen, daß eine Gruppentherapie wahrscheinlich wirksamer ist - aber die ist ja auch nicht jedermanns Sache.


    Alles in allem ganz solide, wenn ich auch im sprachlichen Ausdruck hier und da nachbessern würde (speziell doppelt verwendete Begriffe im gleichen Satz) und der Beurteilungsbogen auf Seite 100 die Aussage 7 bei 8 direkt noch einmal wiederholt. Gerade Letzteres sollte bei einer Neuauflage dringend korrigiert werden. Sonst, wie geschrieben, solide.

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