Hat jemand Erfahrungen mit dem Veröffentlichen von Zwei-Personen-Rollenspielen oder Zwei-Autoren-Büchern gemacht?

  • Hi. Ich schreibe schon was länger Rollenspiele (6 Jahre) und habe mich dabei ertappt mit einer anderen Person an einem Tag (zugegeben diesen auch zur Hälfte durchgeschrieben) mit einer anderen Person innerhalb von 2 tagen nach angaben von, google documents auf folgendes Schreibpensum zu kommen:


    Seiten
    27
    Wörter
    10961
    Zeichen
    66063
    Zeichen ohne Leerzeichen
    55301


    Und dabei ist noch nicht einmal der neueste Part mit inbegriffen. Da ist noch ein rein privates Schreib-Rollenspiel deswegen werden Leseanfragen etc u.a. nicht erfüllt. (wir schreiben je nach dem am Handy in discord oder eben am Computer in google documents.)


    Ich habe dann mal gesucht wie viele Wörter schreiben den Autoren so am Tag und bin zu einer Zahl zwischen 1000 - 3000 gekommen.(Quelle) Das RP hab ich nicht als Arbeit empfunden viel mehr als vergnügen auch bin ich zurzeit auf Ausbildungssuche etc. Jetzt frage ich mich allerdings. Ist es möglich ein Buch zu zweit zu veröffentlichen und wenn ja hat damit schon jemand Erfahrungen gemacht. Weder habe ich Ahnung wie das Abläuft, mit dem Buchveröffentlichen noch Ahnung wie das Abläuft mit Mehrautorenbüchern.
    Vielleicht hat ja hier jemand Erfahrungen gemacht oder kennt wenn, der es hat. Gleich vorneweg ich habe bereits gelesen das es sehr schwierig ist vom schreiben zu leben.

    Ich freu mich auf antworten und auch jedwede kritik (solange diese ohne Schimpfworte geschieht.) Danke im Voraus.

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Hat jemand erfahrungen mit dem Veröffentlichen von 2 personen Rollenspielen oder 2 Autoren Büchern gemacht?“ zu „Hat jemand Erfahrungen mit dem Veröffentlichen von Zwei-Personen-Rollenspielen oder Zwei-Autoren-Büchern gemacht?“ geändert.
  • Natürlich ist es möglich, ein Buch zu zweit zu veröffentlichen. Ich habe selbst zusammen mit einem erfahrenen Pen-and-Paper-Rollenspieler zwei Fantasy-Jugendbücher rausgebracht. Eine gemeingültige Anleitung fürs gemeinsame Schreiben lässt sich daraus allerdings nicht ableiten, weil es einfach zu viele Möglichkeiten gibt. Es ist genauso möglich, jeden Satz gemeinsam zu formulieren, wie es möglich ist, dass jeder einzelne Teile schreibt oder nur einer die von beiden entwickelte Geschichte zu Papier bringt.

  • Ich habe auch schon zusammen mit einem anderen Autor ein Buch herausgebracht. Es gab im Nachhinein allerdings ein großes Problem, denn ich konnte zu meinem Mitautor irgendwann keinen Kontakt mehr herstellen. Also habe ich es aus urheberrechtlichen Gründen wieder aus dem Verkauf genommen.


    Grundsätzlich: Sicherlich können die meisten Autoren vom Verkauf ihrer Werke nicht leben. Keinesfalls wird es aber funktionieren, wenn das Buch nicht vor dem Verkauf noch korrigiert und lektoriert wird. Wenn Käufer für eine Ware bezahlen, wollen sie eine Ware ohne Mängel. Wenn dagegen Fehler über Fehler in dem Buch sind, macht das Lesen keinen Spaß mehr und die Geschichte rückt in den Hintergrund (wenn sie denn überhaupt zu Ende gelesen wird). Gerade diejenigen, die in Rechtschreibung und Grammatik nicht so firm sind, müssen also auf professionelle Hilfe zurückgreifen. Professionelle Korrektoren und Lektoren lassen sich aber nach Arbeitsaufwand bezahlen, der bei dir leider ziemlich hoch ist.


    Bevor du demnach an einen Verkauf denkst, solltest du dir noch einmal die grundlegenden Rechtschreib- und Zeichensetzungsregeln zu Gemüte führen, um den Arbeitsaufwand für die Korrektur zu verringern. Auf keinen Fall solltest du versuchen, ein Buch ohne entsprechende Bearbeitung zu veröffentlichen. Zum einen wird es dann nämlich negative Rezensionen hageln, zum anderen ist das gegenüber anderen Selfpublishern, die ihren Büchern eine entsprechende Behandlung zuteil werden lassen, nicht fair, weil darunter ihr Ruf leidet. Es gibt schon genug Leser, die keine Selfpublisherbücher mehr anfassen, weil sie bereits zu viel Mangelware in die Finger bekommen haben.


    Nur schreiben und in den Verkauf stellen reicht nicht. Von der Idee bis zur Veröffentlichung steckt jede Menge Arbeit dahinter, egal ob man ein Buch allein schreibt oder mehrere daran beteiligt sind.

    "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt." (Simon Stiegler)

    Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein