Mary-Sue McKnightingale - Can it be Love

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  • Rezension: „Can it be Love“ von Mary-Sue McKnightingale


    Autor/in: Mary-Sue McKnightingale

    Titel: Can it be Love: Kennst du ihn, kennst du alle

    Reihe/Band: It be, Band 1

    Genre: New Adult

    Erscheinungsdatum: Juni 2020

    ISBN: 978-3-7519-0468-1

    Preis: 10,99 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Kennst du ihn, kennst du alle.

    Dank eines Stipendiums kann sich Allie Andrews ihren größten Wunsch erfüllen und an der angesehenen Oxville University studieren. Was niemand weiß: Dieses Stipendium hat sie gar nicht verdient.

    Schon bald kämpft Allie mit ihrem Gewissen, und es fehlt wenig, dass sie all ihre Träume aufgibt. Aber dann lernt sie Can kennen, und nichts ist mehr wie zuvor. Denn auch der attraktive Footballspieler hat ein dunkles Geheimnis …


    Anmerkung

    Dieses Buch ist eine Parodie jeglicher New Adult Liebesromane, die aktuell im Umlauf bzw. bereits veröffentlicht worden sind. Eine Parodie ist eine Nachahmung bereits existierender Dinge, die auf übertriebene oder verspottende Art und Weise dargestellt wird. Dementsprechend könnte auch meine Rezension ironische oder sarkastische Züge haben.


    Buch-/Reihentitel und Coverdesign

    Das Cover von „Can it be Love“ ist, wie es aktuell modern ist, in pastellfarbenen Tönen gestaltet – besonders beliebt sind zur Zeit Rosa- und Lilatöne, die den Leser gewissermaßen anstrahlen und daran orientierte sich wohl auch diese Gestaltung. Der Titel selbst passt sich klangtechnisch und die Wortwahl betreffend auch gut an bereits existierende Werke an, wie z.B. „More than this“, „It was always you“ oder auch „When we dream“, um nur mal ein paar zu nennen.


    Charaktere

    Allie Andrews ist das typische graue Mäuschen, was in jedem NA-Buch auftaucht. Sie ist zu lieb für die Welt, hat nur ihre eigenen Probleme im Kopf und egal, wie oft man sie vor etwas oder jemandem warnt – sie tut es trotzdem und lässt sich darauf ein. Wie man es von Mädchen dieser Art kennt, hat auch sie ein Problem mit ihrem Körper und findet grundsätzlich alle anderen Mädchen hübscher und attraktiver – bis Can in ihr Leben tritt und das Gegenteil behauptet. Dabei ist es vollkommen egal, wie er sich vorher verhalten hat oder wie vertrauenswürdig er ist (oder halt eben nicht). Und sobald ein Kerl in Allies Leben eine Rolle spielt, hat sie sämtliche ihrer anderen Freunde vergessen und auch ihre Zukunftspläne stehen erstmal hinten an.

    Finn „Can“ Harlow ist der Bad Boy dieses Buches. Und böser konnte er bei seiner Vergangenheit kaum sein. Natürlich ist er absolut heiß, macht einen Haufen Sport, wirkt auf alle ziemlich geheimnisvoll und hat eine Menge Tattoos. Und was tut er, als er Allie kennenlernt? – Er krempelt sein komplettes Leben um, ist kein Frauenschwarm mehr und lebt natürlich auch enthaltsam. Er transformiert sich total und wird gefühlt zum absoluten Good Guy, der gerne über sein Leben redet, viel unternimmt und sich umwerfend freundlich verhält.


    Schreibstil und Handlung

    Der Schreibstil der Geschichte war sehr locker, leicht und flüssig, nur hatte ich das ein ums andere Mal das Gefühl, als würden einzelne Worte nicht zum Satzbau passen, was mich hier und da im Lesefluss etwas stocken ließ. Generell legte die Geschichte um Allie und Can ein sehr flottes Tempo an den Tag, was allerdings auch daran lag, dass jegliche Nebenhandlungen nicht existent waren, denn es ging absolut nur um die beiden. Für den Nachahmungsteil der Geschichte sind viele klassische und überaus typische Szenen und Dialoge verwendet worden und entweder sehr lustig umgeschrieben oder mit den Gedanken des Lesers verbunden worden, die man sich bei der x-ten Wiederholung von allgemein bekannten Klischees im Kopf formen könnten.

    Der Anfang der Geschichte war wirklich grandios und ich konnte des Öfteren richtig herzhaft mitlachen. Vor allem sind mir selbst einige Klischees und Tropes erstmalig aufgefallen, obwohl sie schon so lange existent sind und ich eigentlich eine riesige New Adult Liebhaberin bin.

    Allerdings muss ich leider anmerken, dass die Story, je weiter sei fortschritt, irgendwie abflachte. Ich hatte mir mehr Witz und Kritik erwartet, als das was nur noch vorhanden war. Bis auf den ‚großen Clou‘ am Ende ist „Can it be Love“ über die Seiten hinweg im Laufe der Story für mich zu einer normalen NA-Story geworden, in der mir der Parodie-Teil vermehrt fehlte.

    Sehr gut wiederum fand ich hingegen den Part, der nach der Erzählung der eigentlichen Geschichte kam. Die beiden Autorinnen Geraldine Dettwiler und Rahel Hefti geben abschließend einen Einblick in ihre Gedanken und Beweggründe, warum sie „Can it be Love“ genau so geschrieben haben, wie es das Buch nun auch zu kaufen gibt. Man erfährt sehr viel über das Wie, Was und Warum und die Intention der beiden, was einige Klischees und Tropes auf jeden Fall nochmal sehr gut aufge- und erklärt hat.


    Fazit

    Ich muss gestehen, dass für mich anhand des Klappentextes nicht deutlich war, dass es sich bei dieser Geschichte um eine NA-Parodie handeln würde. Grundsätzlich verstehe ich, was das Autoren-Duo Mary-Sue McKnightingale ins Leben rufen wollten – nur leider wurde mir die Geschichte im Verlauf viel zu klassisch, dass ich sie nicht mehr als Parodie verstehen konnte.


    Bewertung: 3 YYY von 5 Sternen

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