Pierre Lagrange – Düstere Provence

  • Buchdetails

    Titel: Düstere Provence


    Band 5 der

    Verlag: FISCHER Taschenbuch

    Bindung: E-Book

    Seitenzahl: 416

    ISBN: 9783596000685

    Termin: Neuerscheinung April 2020

  • Bewertung

    4.3 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Düstere Provence"

    Die Provence war noch nie so düster - Der fünfte Fall für Commissaire Albin Leclerc von Bestseller-Autor Pierre Lagrange Eine Mordserie erschüttert die Provence. Drei Männer sind bereits tot: ein Bankier, ein Priester und ein Restaurant-Besitzer. Sie alle haben vor 25 Jahren gegen Louis Rey ausgesagt. Jetzt kommt der ehemalige Gangsterboss aus dem Gefängnis. Und er rächt sich. Als Albin Leclerc die Ermittlungen aufnimmt, glaubt er noch, dass seine privaten Probleme seine einzigen wären. Doch schon bald wird es ernst für den Commissaire. Denn er ist der vierte Mann, den der Gangster beseitigen will.
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    Buchmeinung zu Pierre Lagrange – Düstere Provence

    „Düstere Provence“ ist ein Kriminalroman von Pierre Lagrange, der 2020 bei Fischer E-Books erschienen ist. Dies ist der fünfte Fall in der Serie um den pensionierten Kommissar Albin Leclerc.


    Zum Autor:
    Pierre Lagrange ist das Pseudonym eines bekannten deutschen Autors, der bereits mehrere Krimis und Thriller veröffentlicht hat. In der Gegend von Avignon führte seine Mutter ein kleines Hotel auf einem alten Landgut, das berühmt für seine provenzalische Küche war.


    Klappentext:
    Eine Mordserie erschüttert die Provence. Drei Männer sind bereits tot: ein Bankier, ein Priester und ein Restaurant-Besitzer. Sie alle haben vor 25 Jahren gegen Louis Rey ausgesagt. Jetzt kommt der ehemalige Gangsterboss aus dem Gefängnis. Und er rächt sich. Als Albin Leclerc die Ermittlungen aufnimmt, glaubt er noch, dass seine privaten Probleme seine einzigen wären. Doch schon bald wird es ernst für den Commissaire. Denn er ist der vierte Mann, den der Gangster beseitigen will.


    Meine Meinung:
    Dieses Buch hat mich von Anfang an gefangen genommen. Zwar ist es stellenweise mit intensiver Gewaltdarstellung, aber andererseits lockern ruhige Szenen vor allem um den Mops Tyson die Geschichte immer wieder auf. Der Autor hat einen prägnanten Schreibstil, der einerseits recht einfühlsam wirkt, andererseits aber auch viele Informationen bereitstellt. Jedes Kapitel wird aus der Sicht eines Beteiligten erzählt und die Perspektive wechselt häufig. Dabei bleibt der Erzählfluss gewahrt und die Spannung wird bis zum großen Showdown erhöht. Einzig die Figur des Albin Leclerc ist mit vielen Grautönen durchsetzt, während die übrigen Figuren einfacher gehalten sind. Durch Gespräche mit seinem Mops Tyson gibt Albin viele seiner Gedanken preis. Albin wirkt freundlich und sympathisch, kann aber auch anders. Seine beiden ehemaligen Assistenten wirken ohne die Führung des Kommissars manchmal etwas planlos. Der Rachefeldzug von Louis Rey, der nach 25 Jahren Haft entlassen wurde, wirkt auch auf die Witwe eines Mafia-Bosses bedrohlich. Albin kennt beide seit langer Zeit und ihre Begegnungen sind etwas Besonderes. Albin, Louis und die Witwe versuchen ihr eigenes Spiel zu spielen und die anderen Mitspieler über den Tisch zu ziehen. Dabei pflegen sie lange Zeit einen ruhigen Umgang miteinander, obwohl Hass und Rache eine wesentliche Rolle spielen. Es finden sich Gelegenheiten für Nebenhandlungen und Passagen mit viel provenzalischem Flair. Interessant fand ich auch die Beziehung von Albin zu seinem Wirt, der für die Rechtspopulisten kandidiert und trotzdem ein Mensch bleibt. Die Schlusspointe hat mir sehr gefallen.


    Fazit:
    Der Krimi steht und fällt mit der zentralen Figur des pensionierten Kommissars Albin Leclerc. Einerseits ist er sympathisch aber andererseits finde ich ihn manchmal zu dominant. Deshalb bewerte ich das Buch mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.

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  • Der Drogenbaron Louis Rey kommt nach 25 Jahren schwerkrank aus dem Gefängnis frei. Er steht vor dem nichts, denn es wurde ihm damals alles genommen. Im Knast hatte er genug Zeit, um einen Racheplan zu entwickeln. D.h. Für den Leser aber auch, daß von Beginn an ein Täter feststeht. Als erstes beseitigt Rey einen früheren Bankvorstand, dann einen Restaurantbesitzer und schließlich einen Pater. Albin ist der einzige, der einen Zusammenhang erkennt und eines ist von Anfang an klar, auch Albin wird auf der Liste stehen, weil er damals an der Festnahme von Louis Rey beteiligt war. Gerade, weil er die Aktenlage bestens kennt, muß ihn der Staatsanwalt notgeddrungen wieder als Polizeiberater hinzuziehen. Die Frage ist, können Albin und seine Kollegen Louis Rey stoppen?



    Pierre Lagrange – Sven Koch hat diesen Fall nach seinem alt bewährten Muster aufgebaut und geschrieben. Albin, der Unruheständler und sein Mops Tyson führen wie immer ihre unterhaltsamen Zwiegespräche. Tyson ist darüber hinaus verliebt in die Mopshündin Mila. Albin besucht sein „Büro“ im Cafe du Midi, hat seine eigenen Vorstellungen davon, was wie passiert sein könnte und nervt damit teilweise seine früheren Kollegen Theroux und Castel. Neben der Lösung des Falles wird auch das Privatleben der bekannten Figuren weiter entwickelt. Diesmal endet dieser Cosy-Krimi allerdings mit einem ungewohnt actionreichen Finale. Die Landschaft und die Atmosphäre schildert der Autor wieder sehr bildhaft, so daß man gerne seinen Urlaubsträumen nachhängt.


    Alles in allem ein kurzweiliger Krimi. Wer bisher schon ein Fan der Reihe war, wird dran bleiben und Neueinsteiger haben mit diesem abgeschlossenen Fall bestimmt auch keinerlei Probleme.

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