Naomi Alderman - The Liar's Gospel

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  • Eigenzitat aus amazon.de:


    Naomi Alderman hat sich mit diesem Roman der zeitgenössischen Betrachtung der Figur Jesu angenommen. Dabei hat sie als Reflektionsfiguren Myriam (Maria), Iehadu aus Chariot (Judas), Caiaphas und Barrabas gewählt, die jeweils ihre ganz eigene Beziehung zu dem jungen Wanderprediger gehabt haben.


    Maria begegnen wir etwa ein Jahr nach der Hinrichtung ihres Sohnes. Sie versucht politisch nicht aufzufallen, als auf einmal ein junger, ehemaliger Gefolgsmann ihres Sohnes bei ihr auftaucht.


    Judas hat eine römische Identität angenommen und tritt regelmäßig als eine Art Vorzeigejude im Haus eines römischen Gönners und Gegners von Pilatus auf.


    Caiaphas hat als Hohepriester sehr viel Verantwortung und weitreichende Aufgaben - und den dringenden Wunsch, den Frieden in der Stadt durch Arrangements mit dem teils eher irrational handelnden Pilatus zu erhalten. Da sind verschiedene Rebellengruppen in Stadt und Umland eher kontraproduktiv.


    Einer der Führer dieser Rebellengruppen ist Barrabas, der hier wie eine Art Malcolm X zu Jesu M. L. King aufgezogen wird.


    Im Zusammenhang mit den Darstellungen der verschiedenen Perspektiven wird ein sehr schlüssiges Bild der politischen und sozialen Situationen im damaligen Jerusalem und dessen Umfeld gezeichnet - und immer wieder die Frage aufgeworfen, was denn nun zwischen all diesen Sichtweisen die 'wahre' Wahrheit ist.


    Die Schwierigkeit, eine solche zu finden, wird dann kurz im Nachwort dieses bisher in meinen Augen eindeutig zu wenig beachteten Buches kurz beschrieben.


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