Antje Herden - Waena - Der Ruf der Brandung

  • Gute Ideen und viel Potenzial, aber in der Umsetzung etwas langatmig



    Klappentext


    „Wenn der Ozean ruft



    Für Moana gibt es nichts Schöneres als zu surfen. Aber in ihren Träumen findet sie sich neuerdings in einer geheimnisvollen Unterwasserwelt wieder, statt auf den Wellen zu reiten. Und im echten Leben scheint auf einmal etwas zwischen ihr und ihrem besten Freund zu stehen. Auch in der Zweier-WG mit ihrer Mutter kriselt es. Was ist da los? Pubertät? Es gibt ein viel schöneres Wort dafür: Waena - das Dazwischen. Was das wirklich bedeutet, erfährt Moana allerdings erst, als sie den faszinierenden Keanu kennenlernt. Er ist ihr sofort seltsam vertraut - und er träumt auch von der Unterwasserwelt! Die beiden gehören zusammen, wenn auch auf ganz andere Weise, als sie zunächst glauben ...“



    Gestaltung


    Ich bin total verliebt in das Cover, denn es gibt hier so viel zu entdecken. Mein Highlight sind ganz klar die Fische, die glitzern und schimmern, wenn man das Buch bewegt, was man auf den ersten Blick allerdings nicht sieht. Auch finde ich die gesamte Unterwasserwelt, die dargestellt ist, total hübsch und gelungen. Das Seegras umrahmt die nach oben schwimmende Frau richtig schön und betont zudem noch das blaue Wasser, das von hellen Lichtreflexen und Blasen durchzogen ist. Durch diese Lichteffekte und das heller werdende Gras sieht es wirklich so aus als würde die Frau nach oben schwimmen.



    Meine Meinung


    Mich hat zunächst das beeindruckende und wunderschöne Cover gelockt, da dieses eine Unterwasserwelt zeigte und ich total auf diese Thematik stehe. Da es in „Waena – Der Ruf der Brandung“ auch um eben dieses Thema geht, musste ich einfach in die Geschichte eintauchen! In dem Buch träumt Protagonistin Moana von einer geheimnisvollen Unterwasserwelt. Gleichzeitig scheint ihr Alltag auf einmal Kopf zu stehen: mit ihrem besten Freund gibt es Stress und auch mit ihrer Mutter versteht sie sich nicht so gut. Dann lernt Moana Keanu kennen, der ebenfalls von dieser Welt träumt…



    Die Idee von „Waena“ gefiel mir echt gut, denn die Verbindung zum Meer hat mich angesprochen. Auch fand ich es toll, dass die Unterwasserwelt aufgegriffen wird, denn ich finde, dass es auf dem aktuellen Buchmarkt nicht so viele Geschichten mit einem Thema wie diesem gibt. Moana fühlt sich geradezu magisch vom Ozean und allem was mit der Unterwasserwelt zu tun hat angezogen. Passend dazu weiß sie auch nicht viel über ihre Herkunft, da sie ihren Vater nicht kennt und ihre Mutter ihr nicht viel erzählt.



    Auf diese Weise wird die Geschichte von „Waena“ auch ziemlich rätselhaft und geheimnisvoll. Es passieren super viele mysteriöse Dinge und Zwischenfälle, die für Stirnrunzeln sorgen, weil sie so geheimnisumwoben sind. Ich persönlich liebe es ja, wenn mich eine Geschichte zum Rätseln und Mitdenken bewegt. Ich spekuliere unheimlich gerne beim Lesen und stelle liebend gern Vermutungen auf, was hinter allem stecken könnte. Dies hat „Waena“ wahrlich meisterhaft geschafft, denn ständig überlegte ich, was der große Zusammenhang zwischen all den Rätseln sein könnte und was das Geheimnis ist.



    Allerdings fand ich auch, dass ich etwas mehr Hinweise benötigt hätte, denn stellenweise passierten viele Rätsel, aber ich konnte sie nicht wirklich zusammenbringen und Anhaltspunkte entdecken. Hinzu kam, dass auch immer wieder Teeniedramen eingebunden wurden, die von den Geheimnissen ablenkten. Ich fand die Handlung auf diese Weise ein wenig in die Länge gezogen, weil ich warten musste, bis ich meine Vermutungen mit des Rätsels Lösung abgleichen konnte und weil es zuvor etwas schwer war, Theorien aufzustellen. Dabei war die schlussendliche Auflösung super gemacht und wirklich spannend.



    Fazit


    In „Waena – Der Ruf der Brandung“ kommt ein Element zum Tragen, das ich als Leserin liebe: ich wurde durch viele Geheimnisse dazu angeregt, zu rätseln, was hinter der Geschichte steckt und wieso es zu so vielen mysteriösen Zwischenfällen kommt. Allerdings gab es für meinen Geschmack zu wenige Hinweise, wodurch das Rätselraten erschwert wurde und durch andere Handlungsstränge wurde es auch etwas langatmig. Dennoch fand ich die Auflösung und die Idee des Buches super und auch die Unterwasserwelten habe ich geliebt.


    3 von 5 Sternen!



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    Einzelband