Stefan Bonner/Anne Weiss - Doof it yourself

  • Buchdetails

    Titel: Doof it yourself: Erste Hilfe für die Ge...


    Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Digital)

    Bindung: E-Book

    Seitenzahl: 401

    ISBN: 9783838709024

    Termin: April 2011

  • Bewertung

    3.3 von 5 Sternen bei 4 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Doof it yourself: Erste Hilfe für die Ge..."

    Doof it Yourself ist das Lösungsbuch zum Spiegel-Bestseller Generation Doof: ein humorvoller Ratgeber für alle, die schon immer geahnt haben, dass es nicht ohne Wissen und Ahnung geht. Weiss und Bonner präsentieren ausgewählte Notfall-Maßnahmen und Hilfe zur Selbsthilfe für alle, die trotz Halbbildung und Realitätsferne im Leben weiterkommen wollen. Junge Verwirrte, Halbwisser und Bildungsmuffel erfahren, was für das Leben der Generation Doof entscheidend ist: Wie groß ist die Chance, durch eine Castingshow ein Star zu werden? Was gehört heute zur Allgemeinbildung, was kann man getrost vergessen? Warum werden unsere Kinder Tyrannen? Wo ist der Ausgang aus der Generation Praktikum? Was ist ein Heiratsversprechen im Chat wert?
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  • "Dieses Buch ist der perfekte Erste-Hilfe-Kasten für die Generation Doof. Anne Weiss und Stefan Bonner zeigen, wie du trotz Halbwissen und Lernallergie Erfolg hast."


    Eins vorweg: das erste Buch der beiden Autoren zum Themenkomplex Bildung, Wissen und Lernen, "Generation Doof", habe ich nicht gelesen. Vielleicht wäre meine Einschätzung dann anders ausgefallen, oder aber ich hätte das hier gar nicht erst gekauft.


    Ich halte Bildung für ein ganz wesentliches Thema und finde es schade, wenn sie von Einzelpersonen, aber auch von staatlicher und gesellschaftlicher Seite vernachlässigt wird. Deshalb hat mich das Buch sehr interessiert, aber ich habe es jetzt nach etwa einem Viertel weggelegt, weil es mich leider gar nicht anspricht.


    Mir ist nicht so ganz klar, was eigentlich die Zielsetzung des Buches sein soll. Zunächst dachte ich, es ginge den Autoren darum, ein Plädoyer für gute Allgemeinbildung, Freude am Lernen und für jedermann zugängliche Bildungsmöglichkeiten zu verfassen, und ich fand es auch ganz interessant, wie sie per Faktencheck versuchen, verschiedene "Bildungslügen" zu entzaubern. Als nächstes kommen dann aber diverse Tips, wie man schlauer oder gebildeter erscheinen kann, als man tatsächlich ist. Ob man wirklich mit Philosophen-Namedropping oder abgelutschten Zitaten großer Köpfe Eindruck machen kann, sei dabei mal dahingestellt, und endgültig verloren hatte mich das Ganze, als es mit altbackenen Dresscodeweisheiten losging, die angeblich die geistige Kompetenz widerspiegeln wie "Frauen sollten im Büro keine Riemchensandalen tragen" oder "Männer erscheinen am besten immer mit Sakko". Gähn.


    Dafür, dass die aktuellen Bezüge zu Politik, Wirtschaft und Kultur inzwischen alles andere als das sind (na gut, Angie ist immer noch Kanzlerin und Caren Miosga noch bei den Tagesthemen ...), kann das Buch natürlich nichts, es ist nun mal 2009 erschienen. Aber die überflapsige Sprache hat mich auch ziemlich genervt. Das lag weniger daran, dass sie schlecht gealtert ist, sondern an der Dosierung. Wenn jeder zweite Satz einen Gag enthält, wird's mühsam.


    Und obwohl ich den Goldfisch mit der umgeschnallten Haifischflosse auf dem Cover mag, ist die Gestaltung im Inneren mit knallorangenen Farbakzenten nicht nur nicht mein Ding, sondern teilweise (weiße Schrift auf orangefarbenem Grund) auch noch schlecht lesbar.


    Sehr schade, weil ich "Wir Kassettenkinder" von den beiden ja grandios fand, aber in meinen Augen leider gar nicht gelungen.

    Why say 'tree' when you can say 'sycamore'?
    (Leonard Cohen)