Trudi Canavan - Die Schöpferin / Maker's Curse

  • Klappentext (Amazon)

    Die tausend Welten stehen vor dem Abgrund, ihre Magie schwindet. Sowohl die Magierin Rielle als auch der Magier Tyen haben sich der Macht verweigert, mit der sie sich gegen den Verfall hätten wehren können. Dennoch fühlen beide sich verantwortlich, auch wenn nicht einmal ihre vereinte Macht ausreicht, die Menschen zu retten. Da tritt eine dritte Partei aus dem Dunkel und bietet eine Lösung. Rielle und Tyen müssen sich entscheiden – denn nur gemeinsam können sie das Gesetz der tausend Jahre beenden …


    Meinung

    Mit diesem vierten Band der Reihe um die Magie der tausend Welten hatte ich bis zu dessen Ankündigung gar nicht gerechnet, da die Reihe für meinen Geschmack mit dem Ende des dritten Bandes ausreichend abgeschlossen worden ist. Nun hat die Autorin drei Jahre nach dem Erscheinen des dritten Bandes noch einen vierten veröffentlicht, welcher die Saga nun endgültig abschließen soll.


    Zu Beginn hat Canavan die Fäden der beiden Protagonisten Rielle und Tyen wieder aufgenommen und sie zurück in ihre ursprünglichen Welten geführt, um auch ihre ganz eigenen Angelegenheiten zu einem Abschluss zu bringen. Dies macht die Autorin wie gewohnt sehr ausführlich. Aber da sie für meinen Geschmack einen angenehmen Schreibstil hat, mag man ihr auch die eine oder andere Länge verzeihen, da sich die Geschichte dennoch angenehm liest. Dabei erzählt sie, wie man es aus den vorherigen Bänden gewohnt ist, die Geschichte erst aus Rielles Sicht und dann aus Tyens Sicht. So wechselt die Perspektive immer wieder im Laufe der Geschichte, je nachdem welche dieser beiden Figuren gerade mehr im Mittelpunkt des Geschehen steht.


    Erst nach diesen sehr ausführlichen, aber dennoch einleitenden Abschnitten, beginnt die eigentliche, neue Story. Auch hier greift sie einfach einen bereits in den vorherigen Bänden erwähnten Faden wieder auf und spinnt ihn weiter. Es geht dabei um die von Tyen in den Welten verbreitete "Maschinenmagie". Wie bei so vielen Erfindungen kann man diese für gute Zwecke einsetzen, wie ursprünglich gedacht, aber auch für bösartige Dinge verwenden. Als bekannt wird, dass eben letzteres passiert ist und sich auf alle Welten ausdehnen könnte, müssen Rielle und Tyen wieder Kontakt mit den Wiederherstellern aufnehmen und sich der Gefahr stellen.


    Währenddessen spielt auch das Gesetz der tausend Jahre eine Rolle welches besagt, dass ein/e Schöpfer/in von Magie nicht auch gleichzeitig den Musterwandel vollziehen, also alterslos sein kann. Gemäß der Prophezeiung heißt es, dass dann die Welten zerrissen werden. Eine Spur zu diesem Geheimnis scheint Rielle evtl. die Möglichkeit zu geben diesen Weg zu gehen. Sollte sie als Schöpferin alterslos werden können, könnte sie möglicherweise die Welten vor der Gefahr der Maschinenmagie retten. Doch was ist mit der Prophezeiung? Soll, bzw. kann sie wirklich dieses Risiko eingehen?


    Gerade dieser Handlungsstrang um das Gesetz der tausend Jahre fand ich sehr interessant. Es steht zwar weniger im Vordergrund, als die physische Gefahr für die Welten, bietet jedoch mehrere Möglichkeiten, in welche Richtung die Handlung verlaufen kann. Mit der Variante, für die sich Trudi Canavan letzten Endes entschieden hat, war ich persönlich zufrieden. Trotz einiger Längen in der Handlung bot dieses Buch dennoch eine interessante Gesamthandlung, die mir gut gefallen hat. Die Story ist damit nun endgültig abgeschlossen, wobei auch hier die Autorin, wenn sie es denn möchte, evtl. noch einen Faden weiterspinnen könnte. Wir müssen also abwarten, ob die Autorin irgendwann noch mal ein weiteres Buch zu der Magie der tausend Welten schreiben möchte oder ob dies nun wirklich der endgültige Abschluss der Reihe ist. Ich vermute eher, dass es dies nun war.


    Fazit

    Eine interessante Story um die Magie der tausend Welten, die trotz ein paar Längen die Reihe würdig abschließt.

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