Kylie Scott - Repeat This Love / Repeat

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  • :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Wenn du deine Vergangenheit vergisst



    Nachdem Clementine bei einem Überfall ihr Gedächtnis verloren hat, muss sie nicht nur herausfinden, wer sie ist, sondern auch, weshalb sie vor einem Monat Ed Larson verlassen hat - von dem ihr alle erzählen, dass er die Liebe ihres Lebens gewesen wäre. Ed ist alles andere als begeistert, als Clementine in seinem Tattoostudio auftaucht, kann sie aber nicht wegschicken. Nicht, wenn es einen kleinen Funken Hoffnung gibt, dass für sie beide vielleicht doch noch Hoffnung auf eine zweite Chance besteht.



    Für mich war „Repeat this love“ das erste Buch von Kylie Scott.


    Ihr Schreibstil gefällt mir. Er ist locker und lässt sich leicht und fließend lesen.


    Ihre Figuren haben mir schon auf den ersten Seiten gefallen. Sie sind alle sehr unterschiedlich, und besonders die Hauptfigur Clem, ist mir ihrer ehrlichen und manchmal verbal tollpatschigen Art, echt sympathisch. Als Leser weiß man nicht durchgängig, was die Figuren antreibt. Das hat es einerseits interessanter gemacht aber manchmal doch zu viele Fragezeichen aufpoppen lassen. Dort dachte ich mir dann „was soll das denn nun?“.


    Die Geschichte an sich ist schön. Clems Gedächtnisverlust ist eine interessante Grundlage und ihren Weg zurück ins Leben begleitet man gerne. Das alle um sie herum, sie sehr bemuttern, hat mich manchmal genauso genervt wie Clem. Die Entwicklung mit Ed habe ich auch gerne verfolgt. Bei solchen Szenen spielt man als Leser gerne Mäuschen.


    Während Clem sich ins Leben kämpft, passieren Dinge die dem Buch Spannung verliehen haben. So konnte ich sogar noch ein wenig mitgrübeln.


    Im Gesamten ist dieses Buch wirklich schön. Durch die kleinen, oben genannten, Kritikpunkte und durch etwas, was ich nicht genau benennen kann, hat mir dieses Buch zwar Spaß gemacht, mich aber nicht vollends mitreißen können.


    Trotzdem würde ich es an jeden weiterempfehlen, der gerne solche Liebesromane liest.

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Kylie Scott - Repeat This Love“ zu „Kylie Scott - Repeat This Love / Repeat“ geändert.
  • Nach der Leseprobe war ich mal wieder richtig hin und weg! Kylie Scott hat es mal wieder geschafft, mich als ihre Leserin komplett in ihren Bann zu ziehen.


    Clem wurde Opfer eines Überfalls. Als sie im Krankenhaus aufwacht kann sie sich an nichts und niemanden erinnern. Sie hat eine Amnesie. Auf dem Weg ihrer Genesung versucht sie ihr altes Ich, welches sie nicht mehr kennt, neu kennenzulernen und zu verstehen. Ebenso erlebt sie viele Dinge neu und betrachtet sie nun anders. Auf diesem Weg trifft sie auf Ed, ihrer großen Liebe, welche sie kurz vor dem Überfall verlassen hat. Die Frage ist nur warum?


    Clem hat mir sehr gut gefallen. Ihr neues Ich spricht und tut einfach was es denkt und vorher lange darüber zu grübeln, ob das jetzt klug ist oder nicht. Natürlich wäre es manchmal besser gewesen, hätte sie dies nicht gemacht aber für sie sind es wichtige Erfahrungen.


    Ed ist ein wahrer Gott! Trotz dessen, dass Clem ihm das Herz gebrochen hat und er sie eigentlich nicht mehr sehen kann, bietet er ihr seine Hilfe an und stellt sich fast allen ihren Fragen. Diese Geste und auch seine Art, wie er sich verhält sind einfach so toll. Die neue Clem und auch ich kann nicht verstehen wie die alte Clem ihn je verlassen konnte. Ed ist ein wahrer Traum.


    Clem kehrt nach und nach ins Leben zurück auch wenn ihre Amnesie bleibt. Für sie ist es davon abgesehen nicht immer einfach, da sie oft den Blicken von ihren ehemaligen und Eds Freunden ausgesetzt ist, welche zunächst meist nicht erfreut sind sie zu sehen.


    Die Liebe zwischen Ed und Clem flammt erneut auf und es ist schön zu lesen wie die beiden wieder zusammenkommen. Nach und nach kommen auch die Vergangenheit und die Gründe für die Trennung ans Licht. Auch gibt es weitere merkwürdige Vorfälle die mit dem Überfall auf Clem zu tun haben könnten.


    Der erste Teil des Buches ist einfach grandios, doch dann hat man ein bisschen das Gefühl, dass die Autorin schnell fertig werden musste. Es gäbe sicher noch viel mehr zu erzählen. Der kleine Epilog am Ende hat mich leider etwas enttäuscht zurückgelassen, auch hier ging alles sehr schnell und ich hätte mir gerne andere Inhalte gewünscht. Interessiert hätten mich vor allem Ed und Clems jetziges Leben und wie es Clem mit ihrer Amnesie jetzt geht. Kann sie sich nach so langer Zeit vielleicht doch noch an irgendetwas erinnern? Das wäre sehr interessant gewesen.


    Trotz dessen ist es ein sehr gutes Buch, das Cover gefällt mir richtig gut, denn so wie der Mann auf dem Cover stelle ich mir Ed auch vor. Der Schreibstil war einfach wieder mitreißend und fesselnd, so dass das Buch noch schneller zu Ende ist als einem lieb ist.


    Von mir gibt es für dieses lesenswerte Buch 4 Sterne.

    2021 - 17 Bücher gelesen

    2020 - 108 Bücher gelesen | 2018 - 70 Bücher gelesen

    2019 - 90 Bücher gelesen | 2017 - 55 Bücher gelesen

  • "Jeder von uns hat eine Vergangenheit. Doch alles, was zählt, ist das Hier und Jetzt!"

    Nachdem Clementine bei einem Überfall ihr Gedächtnis verloren hat, muss sie nicht nur herausfinden, wer sie ist, sondern auch, weshalb sie vor einem Monat Ed Larson verlassen hat - von dem ihr alle erzählen, dass er die Liebe ihres Lebens gewesen wäre. Ed ist alles andere als begeistert, als Clementine in seinem Tattoostudio auftaucht, kann sie aber nicht wegschicken. Nicht, wenn es einen kleinen Funken Hoffnung gibt, dass für sie beide vielleicht doch noch Hoffnung auf eine eine zweite Chance besteht ...

    (Quelle: amazon.de)



    Meine Meinung:

    Clementine leidet unter Amnesie. Durch einen Unfall erlitt sie eine Kopfverletzung und kann sich nun komplett an nichts aus ihrem Leben erinnern. Sie erkennt weder ihre Schwester, die ihr im Krankenhaus zur Seite steht, noch hat sie eine Ahnung von ihrer Lieblingsfarbe. Da sie auf ihr Tattoo angesprochen wird, das offensichtlich von einem Künstler in der Stadt gestochen wurde, marschiert sie dort ohne Hemmungen hinein. Ein netter Empfang wird es nicht, das Tattoostudio gehört nämlich Ed, ihrem Ex-Freund, den sie vor einem Monat verlassen hat. Wird er ihr helfen die ganzen Wissenslücken zu stopfen?


    Das Thema der Amnesie und des nicht Wiedererkennens des Partners ist nicht gerade unbekannt. Es gibt genügend Filme dazu und auch in der Bücherwelt hat man freie Auswahl. Dementsprechend war ich extrem gespannt darauf, was die nicht gerade unbekannte Kylie Scott mit der Thematik anstellen wird. Ich erhoffte mir natürlich keine 0815 Geschichte mit durchschaubaren Wendungen. Leider schneidet jedoch nun auch diese Story bei mir nur durchschnittlich ab, denn etwa ab der Hälfte wurde es etwas abgedroschen und leider auch durchschaubar.


    Clementine hat mich eigentlich bereits zu Beginn erobert. Ihr Charakter ist offenherzig und ohne Hemmungen. Durch die Amnesie hat sie auch keinen Filter mehr und spricht Sachen an, die der Großteil wohl für unpassend halten würde. Das macht die Geschichte sehr „frisch“ und ließ mich ab und zu schmunzeln. Clem reagiert einfach nicht in üblichem Maße.

    Leider muss ich hierzu jedoch auch anmerken, dass sich ihr Verhalten im Laufe der Geschichte eher ins Naive und Kindliche bewegt. Das hat mir leider gar nicht gefallen, denn es lässt die Hauptfigur einfach nur unreif und kindlich überzogen wirken. Vielleicht wollte die Autorin einen Kontrast zu Clems „vorherigem Leben“ als eher sehr korrekte Bankangestellte bilden, jedoch empfinde ich die Rolle der Frau als unbeholfene Person, in der heutigen Zeit, eher unpassend und nicht als anstrebsam.


    Ed wird eindeutig als Traumtyp dargestellt. Äußerlich natürlich perfekt und mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt. Seine anfängliche ablehnende Haltung Clem gegenüber ist natürlich nachvollziehbar und deren gemeinsame Szenen waren äußerst witzig zu lesen. Clem bekommt von ihm natürlich doch Hilfe von ihm, das mit den beiden ging mir dann aber doch zu schnell. In dem einen Moment versucht er noch komplett ablehnend zu sein, dann kleben sie bereits aneinander. Das empfand ich als sehr schade, denn man merkte beim Lesen einfach das „Unausgereifte“.


    Als Leser wird man leider zum Großteil nicht über vergangene Informationen aufgeklärt. Ich kam mir ab und an selbst wie Clem vor, die von Vielem einfach keinen Plan hatte. Ich wünschte mir viel mehr Informationen und sah dies nicht zum Vorteil für die Geschichte. Ab einem gewissen Punkt geht es fast nur noch vorrangig um die eher halbherzige Liebesgeschichte und aktuelle Geschehnisse. Andere Informationen werden so rar eingeworfen, dass mich dies richtig gestört hat.

    Eine Vermutung hierzu ist meinerseits, dass die Autorin Spannung in Bezug auf das Aufdecken des Unfalls herstellen wollte. Man rätselt mit den wenigen Informationen, die man bekommt, herum und kann sich trotzdem kein richtiges Bild davon machen. Dann wiederum wird so eindeutig auf einen Täter hingewiesen, dass man sich denkt, so einfach könne es nicht sein. Die „Thriller-Komponente“ war vielleicht gut gemeint, ging in meinen Augen jedoch leider etwas in die Hose.

    In die Hose ging auch irgendwie das Ende. Es wird also nun der Täter aufgedeckt inklusive Motiv und einer kleinen Showeinlage. Leider bleibt trotzdem einiges ungeklärt und man erwünscht sich als Leser eindeutig mehr Informationen und auch Reaktionen bzw. Emotionen.

    Zudem ist das Ende auch nicht irgendwie spektakulär, sondern ein öder 0815 Grund treibt den Täter zu seinem Handeln. Öde...fad...langweilig. Es tut mir wirklich leid, wenn ich das so ausdrücken muss, jedoch hat sich die Autorin selbst in eine Art „Thriller-Bereich“ gewagt und einfach nicht abgeliefert.

    Das letzte Kapitel war für mich dann noch das i-Tüpfelchen – leider im negativen Sinn. Hier wurde noch einmal in die Kitsch-Kiste gefasst und auf die „Klischees erfüllen“ Taste gedrückt. Meiner Meinung nach war dieses Kapitel einfach nur unnötig und wertete die Geschichte eher ab.


    Die Nebenfiguren bringen ab und an noch etwas Witz in die Geschichte, jedoch bekommt man auch von diesen Personen eher wenig mit. Wie bereits erwähnt, hatte ich das Gefühl, dass die Autorin absichtlich eher Informationen zurück hält, so dass man ein ähnliches Feeling wie Clem bekommt, jedoch dämpfte das mein Lesevergnügen.

    Man hätte definitiv noch einige Seiten zusätzlich nutzen können um mehr Informationen zu geben und auch gleichzeitig wichtige Fragen zu beantworten. Der Schluss wird sehr rasch durchgezogen und hätte dementsprechend noch ein paar Seiten vertragen.


    Allgemein kann man natürlich nichts gegen Kylie Scotts Schreibstil sagen. Die Geschichte lässt sich gut und flüssig lesen. Der Einstieg ist witzig und bis zur Hälfte fühlte ich mich richtig gut unterhalten. Ab da ging es dann jedoch leider bergab.

    In meinen Augen sind auch Ed und Clem ein eher unübliches Liebespaar. Die Beziehung strotzt vor Problemen, so dass mich dementsprechend auch die Romantik nicht positiver stimmen konnte.


    Ein toller Anfang, zum Ende hin jedoch leider viel zu schwach.


    3 Sterne

  • Inhalt:


    Clementine muss von neu starten. Sie hat nach einem Überfall ihr Gedächtnis verloren und muss nun herausfinden, wer sie ist. Ein weiteres Rätsel ist, warum sie vor ungefähr einem Monat ihren Freund verlassen hat, von dem ihr alle erzählen, dass er ihre große Liebe gewesen ist. Als sie auf der Suche nach Antworten plötzlich bei ihm im Tattoostudio steht, ist er nicht sehr begeistert. Doch wegschicken kann er sie auch nicht - nicht, wenn noch ein kleiner Funken Hoffnung besteht, dass es für sie eine zweite Chance gibt.


    Meinung:


    Clem steht praktisch vor dem Nichts - zwar nicht finanziell, denn da hat sie ein bisschen Erspartes, aber sie hat keine Erinnerungen mehr, keine prägenden Momente, einfach nichts, sie hat ihr Gedächtnis verloren. Natürlich möchte sie herausfinden, wer sie ist/war und dazu gehört auch, herauszufinden, warum sie sich von ihrem Freund getrennt hat und dabei anscheinend ihrer beider Herzen gebrochen hat.


    Genauso wie Clem wissen wir nichts. Die Handlung fängt an, als Clem das Spital verlässt. Nun versucht sie, herauszufinden, wer sie ist und gemeinsam mit ihr erfahren wir, was sie früher (aus)gemacht hat. Dass dazu auch die Geschichte ihrer Beziehung zu Ed und deren plötzliches Ende gehört, ist ganz klar.



    Das Buch ist in der Ich-Form aus der Perspektive von Clementine geschrieben. Wir erfahren ihre Gedanken und Gefühle, ihre (Selbst)Zweifel und begleiten sie auf dem Weg, ihr neues Ich zu finden. Gerade diesen Aspekt fand ich sehr spannend. Denn Clem ist nicht ganz genauso wie früher. Manche Sachen mag sie zum Beispiel gar nicht mehr und sie hat auch den Mut, diese Dinge zu ändern.


    Bücherliebhaber kommen bei diesem Buch voll auf ihre Kosten. Denn Clem ist eine leidenschaftliche Leserin. Viele werden sie wohl auch darum beneiden, dass sie alle ihre Lieblingsbücher jetzt noch einmal das erste Mal lesen kann - auch wenn sonst nichts an ihrer Situation beneidenswert erscheint.



    Die Liebesgeschichte war etwas vorhersehbar, aber das machte gar nichts. Das Buch war trotzdem spannend zu lesen und hat mir gut gefallen. Und ich habe auf jeden Fall etwas mitgenommen: "Jeder hat eine Vergangenheit. Doch alles, was zählt, ist das Hier und Jetzt!" (Zitat). Diesen Satz möchte ich mir merken.



    Fazit:


    Ein Überfall, Gedächtnisverlust, eine Trennung, die große Liebe, Gefahr ... all das gibt die Mischung zu einem guten Buch!

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Schon der Klappentext hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Kylie Scotts Schreibstil ist locker und flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Clems Amnesie ist das Hauptthema und wird verknüpft mit Spannung, Leidenschaft und vielen romantischen Momenten. Das Highlight des Buches sind für mich die Dialoge zwischen Clem und Ed gewesen, davon lebte die Geschichte und dadurch konnte man sich wundervoll in die Gefühlswelt der Beiden einfühlen und ebenso die Dynamik ihrer alten und neuen Beziehung zueiander verstehen. Auch die Sache mit dem Überfall hat für eine Menge Spannung gesorgt. Als Leserin macht man sich automatisch Gedanken Wieso, Weshalb, Warum dies Geschehen ist. Anfangs bin ich von einer ganz anderen Idee dahinter ausgegangen, aber Kylie Scott hat das Ganze auf interessante Art und Weise gelöst. Die Nebencharaktere wie Leif, Tessa, Nevin passten gut in die Geschichte und rundeten das Ganze wundervoll ab. Ich hätte mir noch ein paar Seiten mehr gewünscht, da mir ein bisschen die Tiefe der Charaktere gefehlt hat. Aber das ist eigentlich jammern auf hohem Niveu, ich finde die Geschichte lebt vom "Im Moment leben". Alles spielt zum großen Teil in der Gegenwart und die Geschichte ist eine tolle Geschichte für zwischendurch.

  • Meinung

    Repeat this love konnte mich leider nicht richtig fesseln. Ich habe eine ganze Woche gebraucht um es zu lesen, weil ich zwischendurch keine Lust auf die
    Geschichte hatte. Es war mir teilweise zu langatmig, es gab einige Wiederholungen (Gedankengänge) und manches war für mich auch nicht
    ganz nachvollziehbar, vor allem gegen Ende des Buches. Das zu den Dingen, die mir nicht gefallen haben. Jetzt zum Positiven. Ich finde den Schreibstil in diesem Buch wirklich unterhaltsam. Er passt super zu Clem und ihren Gedanken, er ist flapsig und lustig. Die Autorin schreibt wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Das habe ich so noch nie gelesen. Ich fand es erfrischend anders. Für mich war es das erste Buch der Autorin und nun bin ich neugierig, ob das generell ihr Schreibstil ist. Ich hatte jedenfalls einiges zu kichern.

    Die Geschichte an sich fand ich gut aufgebaut. Sie beginnt nach Clems Überfall. Sie muss sich mit mehr oder weniger fremden Personen zurechtfinden, da sie sich ja an nichts erinnern kann. Zum Glück nimmt sie ihre Situation meist mit Humor und lässt sich auch nicht zu viel gefallen. Denn die Menschen um sie herum sind sehr besorgt um sie (was ich jetzt auch begründet finde) und das ist für Clem manchmal erdrückend.

    Nachdem sie also erst mal bei ihrer Schwester wohnt, erscheint ihr Ex-Freund auf der Bildfläche und möchte ihr helfen. Die Beziehung endete kurz vor dem Überfall und Clem versucht nun unter anderen herauszufinden, warum sie sich getrennt haben. Darüber lernt sie auch ihr altes Ich
    kennen. Für mich als Leser war das interessant, zumal sie sich ja in einigen Dingen ziemlich verändert hat und auch Eds Verhalten ist
    (besonders in diesem Zusammenhang) spannend. Es gibt einiges an Erotik in diesem Buch. Diese Stellen fand ich sehr direkt und gut
    beschrieben und auch hier war oft ein Schmunzeln dabei. Die Geschichte setzt sich mit den Themen Veränderungen, Ängsten und Liebe auseinander,
    ist dabei aber nicht zu ernst. Hätte sie sich besser fesseln können und wäre insgesamt etwas mehr „aufregendes“ passiert, wäre es
    ein (für mich) richtig tolles Buch gewesen.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Wer keine Fehler macht, macht wahrscheinlich auch sonst nicht viel.

  • Zum Buch
    Nach einem Überfall erwacht Clementine im Krankenhaus und kann sich an nichts mehr erinnern. Sie leidet unter einer retrograden Amnesie. Sie kämpft sich ins Leben zurück und versucht zu ergründen, wer sie ist und was sie vorher alles gemacht hat. Dabei stößt sie auch auf ihren Exfreund Ed, mit dem sie kurz vor dem Überfall Schluss gemacht hat. In der Hoffnung, von ihm Details über ihr vergangenes Leben zu erhalten sucht sie ihn in seinem Tattoo Studio auf. Und Schmetterlinge flattert wie wild, als sie in sein Gesicht blickt. Aber Ed ist nicht gut auf sie zu sprechen.....


    Cover
    Zuerst muss ich leider mal wieder sagen: ich mag Fotos von Menschen auf den Covern nicht. Sie nehmen mir beim Lesen die Fantasie weg. Ich werde dann zu sehr in meinen Vorstellungen beeinflusst und das nimmt mir auch ein Stück weit die Spannung.
    Das Cover reiht sich daher in die endlose Ansammlung ähnlicher Titelbilder ein, und ist für mich deshalb nichts besonderes.


    Meine Meinung

    Vorab
    Diese Liebesgeschichte thematisiert einen ganz besonderen Bereich des Lebens, das habe ich so auch noch nicht gelesen, und das gefällt mir wirklich, ist mal was anderes.


    Schreibstil und Erzählperspektive

    Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen, er ist gefühlvoll, authentisch und lebendig. Und trotz des doch ernsten Themas gibt es immer wieder was zum schmunzeln.

    Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Form und leider nur aus Sicht von Clementine. Dabei erfahre ich aber nur ihre Gedanken, Gefühle, Einschätzungen, Entscheidungen und Ängste.
    Selten hat mir die Sicht des männlichen Hauptakteurs so gefehlt wie hier, es hätte die Geschichte noch interessanter gemacht, wenn auch Ed seine Sicht der Dinge dargelegt hätte.

    Was mir auch sehr an der Autorin gefällt ist, dass sie sofort den Leser in die Geschichte schubst, d.h. es gibt keine langen Erklärungen oder Vorbemerkungen, man ist sofort im Geschehen drin.


    Charaktere und Handlungen
    Clementine, genannt Clem, steht ihrer Krankheit sehr pragmatisch gegenüber. Sie muss ihr komplettes Leben neu definieren und gestalten. Da ihre Schwester ihr nicht alle Fragen zu ihrer Vergangenheit beantworten kann, geht sie auf „Entdeckungstour“ und hofft durch Gespräche mit Freunden, Verwandten und Kollegen ihrem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Dabei trifft sie auch auf ihren Exfreund Ed Larson. Er ist vollkommen mit der Situation überfordert, nun plötzlich wieder vor seiner ehemaligen Freundin zu stehen, die zudem Hals- über Kopf mit ihm Schluss gemacht hat. Er ist misstrauisch und zutiefst verletzt. Es ist ihm deutlich anzumerken wie er unter dieser Trennung immer noch leidet. Nachdem er aber erkennt, was ihr passiert ist, hilft er ihr ohne Wenn und Aber. Er ist mir von allen Figuren die liebste. Er ist ein Kümmerer und absolut hinreißend, trotz oder wegen seiner brummeligen Art.

    Clementines Persönlichkeit hat sich anscheinend komplett verändert. Von ihrem vergangenen Ich spricht sie immer in der 3. Person, das finde ich etwas bizarr. Aber es ist unterhaltsam zu lesen, wie sie mit ihrer Krankheit umgeht: größtenteils mit Humor und teilweise mit Sarkasmus. Früher war sie zickig, zaudernd, eher zurückhaltend und dazu extrem grüblerisch.
    Beim Lesen hatte ich oft den Eindruck, dass mir die alte Clem wohl nicht so gut gefallen hätte, wie die neue. Denn jetzt sprudelt alles aus ihr raus – quasi ohne Filter, das macht sie auch so ehrlich und sympathisch.

    Je mehr Zeit sie mit Ed verbringt, desto näher kommen sich die Beiden. Man merkt immer noch diese besondere Chemie, die zwischen ihnen herrscht.

    Es ist wirklich interessant und bewegend zu lesen, wie die Beiden ihr Miteinander neu definieren und ausloten. Ein schöner Aspekt in einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte.

    Auch Ed muss einiges über seine ehemalige Beziehung mit Clem überdenken. Beide reifen an dieser neuen Situation.

    Clem findet sich so langsam in ihr neues Leben ein, knüpft neue und hinterfragt alte Freundschaften und findet sogar einen neuen Job.

    Dann überschlagen sich die Ereignisse etwas. Ihr Auto wird demoliert und die Fensterscheiben ihrer Arbeitsstätte werden mit Farbe verschmiert. Spätestens jetzt weiß man, dass das kein Zufall ist, sondern dass es jemand auf Clem abgesehen hat. Wer mag hinter diesen gewalttätigen Zwischenfällen stecken? Clem will nicht wieder zum Opfer stilisiert werden und bereitet sich darauf vor, dem Täter die Stirn zu bieten. Denn sie möchte eine 2. Chance mit Ed – und daher will sie kämpfen.

    Nachdem sie ihre Beziehung schon einmal gegen die Wand gefahren haben, versuchen sie es nun langsam anzugehen. Das gestaltet sich aber schwerer als gedacht. Es beginnt ein Hin- und Her, ein Flachsen und Kabbeln und der Fokus liegt wirklich auf ihrem Zusammenfinden, und das ist teilweise wirklich amüsant zu lesen. Aber auch leise Töne herrschen zwischen ihnen, und das gibt einige Gänsehautmomente.

    Natürlich kommt es wie es kommen muss, sie landen miteinander im Bett. Diese erotischen Momente sind rar aber realistisch und manchmal auch heiß dargestellt. Es hätten sogar ein paar mehr sein können.

    Es gibt eine Fülle von Nebencharaktere. Manche, die häufiger auftauchen und auch wichtig fürs Geschehen sind und einige, die nur am Rande mitspielen. Hier hätte ich mir gerade bei den bedeutsameren Figuren, wie z.B. die Schwester von Clem oder der Bruder von Ed, auch noch mehr Interaktion gewünscht, sie spielen plötzlich keine bzw. kaum noch eine Rolle.

    Mein Highlight ist aber Gordon. Was habe ich diese entzückenden Hundemomente geliebt.

    Einen kleinen Kritikpunkt habe ich aber dennoch, der Schluss hat mir nicht gefallen. Er ist plötzlich und überrollt einen mit einem ziemlich konstruierten Ende.


    Fazit
    Muss man seine Vergangenheit überhaupt kennen um mit seinem neuen Leben weitermachen zu können? Diese Frage stellt man sich wirklich. Aber das liegt wohl an jedem selber.
    Diese etwas andere Liebesgeschichte hat mich tatsächlich überzeugen können. Sie hat mich unterhalten, zum Lachen und zum Nachdenken gebracht. Trotz der kleineren Schwächen kann ich euch diese Liebesgeschichte wirklich empfehlen und vergebe sehr gerne 4,5 starke Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    Ferner bedanke ich mich bei Netgalley sowie beim LYX Verlag sehr herzlich für das kostenlose Rezensionsexemplar. Meine ehrliche Meinung wurde dadurch aber nicht beeinflusst.

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