Kylie Scott - Repeat This Love / Repeat

  • :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Wenn du deine Vergangenheit vergisst



    Nachdem Clementine bei einem Überfall ihr Gedächtnis verloren hat, muss sie nicht nur herausfinden, wer sie ist, sondern auch, weshalb sie vor einem Monat Ed Larson verlassen hat - von dem ihr alle erzählen, dass er die Liebe ihres Lebens gewesen wäre. Ed ist alles andere als begeistert, als Clementine in seinem Tattoostudio auftaucht, kann sie aber nicht wegschicken. Nicht, wenn es einen kleinen Funken Hoffnung gibt, dass für sie beide vielleicht doch noch Hoffnung auf eine zweite Chance besteht.



    Für mich war „Repeat this love“ das erste Buch von Kylie Scott.


    Ihr Schreibstil gefällt mir. Er ist locker und lässt sich leicht und fließend lesen.


    Ihre Figuren haben mir schon auf den ersten Seiten gefallen. Sie sind alle sehr unterschiedlich, und besonders die Hauptfigur Clem, ist mir ihrer ehrlichen und manchmal verbal tollpatschigen Art, echt sympathisch. Als Leser weiß man nicht durchgängig, was die Figuren antreibt. Das hat es einerseits interessanter gemacht aber manchmal doch zu viele Fragezeichen aufpoppen lassen. Dort dachte ich mir dann „was soll das denn nun?“.


    Die Geschichte an sich ist schön. Clems Gedächtnisverlust ist eine interessante Grundlage und ihren Weg zurück ins Leben begleitet man gerne. Das alle um sie herum, sie sehr bemuttern, hat mich manchmal genauso genervt wie Clem. Die Entwicklung mit Ed habe ich auch gerne verfolgt. Bei solchen Szenen spielt man als Leser gerne Mäuschen.


    Während Clem sich ins Leben kämpft, passieren Dinge die dem Buch Spannung verliehen haben. So konnte ich sogar noch ein wenig mitgrübeln.


    Im Gesamten ist dieses Buch wirklich schön. Durch die kleinen, oben genannten, Kritikpunkte und durch etwas, was ich nicht genau benennen kann, hat mir dieses Buch zwar Spaß gemacht, mich aber nicht vollends mitreißen können.


    Trotzdem würde ich es an jeden weiterempfehlen, der gerne solche Liebesromane liest.

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Kylie Scott - Repeat This Love“ zu „Kylie Scott - Repeat This Love / Repeat“ geändert.
  • Nach der Leseprobe war ich mal wieder richtig hin und weg! Kylie Scott hat es mal wieder geschafft, mich als ihre Leserin komplett in ihren Bann zu ziehen.


    Clem wurde Opfer eines Überfalls. Als sie im Krankenhaus aufwacht kann sie sich an nichts und niemanden erinnern. Sie hat eine Amnesie. Auf dem Weg ihrer Genesung versucht sie ihr altes Ich, welches sie nicht mehr kennt, neu kennenzulernen und zu verstehen. Ebenso erlebt sie viele Dinge neu und betrachtet sie nun anders. Auf diesem Weg trifft sie auf Ed, ihrer großen Liebe, welche sie kurz vor dem Überfall verlassen hat. Die Frage ist nur warum?


    Clem hat mir sehr gut gefallen. Ihr neues Ich spricht und tut einfach was es denkt und vorher lange darüber zu grübeln, ob das jetzt klug ist oder nicht. Natürlich wäre es manchmal besser gewesen, hätte sie dies nicht gemacht aber für sie sind es wichtige Erfahrungen.


    Ed ist ein wahrer Gott! Trotz dessen, dass Clem ihm das Herz gebrochen hat und er sie eigentlich nicht mehr sehen kann, bietet er ihr seine Hilfe an und stellt sich fast allen ihren Fragen. Diese Geste und auch seine Art, wie er sich verhält sind einfach so toll. Die neue Clem und auch ich kann nicht verstehen wie die alte Clem ihn je verlassen konnte. Ed ist ein wahrer Traum.


    Clem kehrt nach und nach ins Leben zurück auch wenn ihre Amnesie bleibt. Für sie ist es davon abgesehen nicht immer einfach, da sie oft den Blicken von ihren ehemaligen und Eds Freunden ausgesetzt ist, welche zunächst meist nicht erfreut sind sie zu sehen.


    Die Liebe zwischen Ed und Clem flammt erneut auf und es ist schön zu lesen wie die beiden wieder zusammenkommen. Nach und nach kommen auch die Vergangenheit und die Gründe für die Trennung ans Licht. Auch gibt es weitere merkwürdige Vorfälle die mit dem Überfall auf Clem zu tun haben könnten.


    Der erste Teil des Buches ist einfach grandios, doch dann hat man ein bisschen das Gefühl, dass die Autorin schnell fertig werden musste. Es gäbe sicher noch viel mehr zu erzählen. Der kleine Epilog am Ende hat mich leider etwas enttäuscht zurückgelassen, auch hier ging alles sehr schnell und ich hätte mir gerne andere Inhalte gewünscht. Interessiert hätten mich vor allem Ed und Clems jetziges Leben und wie es Clem mit ihrer Amnesie jetzt geht. Kann sie sich nach so langer Zeit vielleicht doch noch an irgendetwas erinnern? Das wäre sehr interessant gewesen.


    Trotz dessen ist es ein sehr gutes Buch, das Cover gefällt mir richtig gut, denn so wie der Mann auf dem Cover stelle ich mir Ed auch vor. Der Schreibstil war einfach wieder mitreißend und fesselnd, so dass das Buch noch schneller zu Ende ist als einem lieb ist.


    Von mir gibt es für dieses lesenswerte Buch 4 Sterne.

    :study:Mary E. Garner - "Zwischen den Seiten" 198/413 Seiten

    :study:Emma Winter - "Crazy in Love" 29/299 Seiten

    :study:Kristen Callihan - "Game On: Chancenlos" 104/407 Seiten


    2020 - SUB: 243

    2020 - 44 Bücher gelesen


    2019 - 90 Bücher gelesen

    2018 - 70 Bücher gelesen

    2017 - 55 Bücher gelesen

  • "Jeder von uns hat eine Vergangenheit. Doch alles, was zählt, ist das Hier und Jetzt!"

    Nachdem Clementine bei einem Überfall ihr Gedächtnis verloren hat, muss sie nicht nur herausfinden, wer sie ist, sondern auch, weshalb sie vor einem Monat Ed Larson verlassen hat - von dem ihr alle erzählen, dass er die Liebe ihres Lebens gewesen wäre. Ed ist alles andere als begeistert, als Clementine in seinem Tattoostudio auftaucht, kann sie aber nicht wegschicken. Nicht, wenn es einen kleinen Funken Hoffnung gibt, dass für sie beide vielleicht doch noch Hoffnung auf eine eine zweite Chance besteht ...

    (Quelle: amazon.de)



    Meine Meinung:

    Clementine leidet unter Amnesie. Durch einen Unfall erlitt sie eine Kopfverletzung und kann sich nun komplett an nichts aus ihrem Leben erinnern. Sie erkennt weder ihre Schwester, die ihr im Krankenhaus zur Seite steht, noch hat sie eine Ahnung von ihrer Lieblingsfarbe. Da sie auf ihr Tattoo angesprochen wird, das offensichtlich von einem Künstler in der Stadt gestochen wurde, marschiert sie dort ohne Hemmungen hinein. Ein netter Empfang wird es nicht, das Tattoostudio gehört nämlich Ed, ihrem Ex-Freund, den sie vor einem Monat verlassen hat. Wird er ihr helfen die ganzen Wissenslücken zu stopfen?


    Das Thema der Amnesie und des nicht Wiedererkennens des Partners ist nicht gerade unbekannt. Es gibt genügend Filme dazu und auch in der Bücherwelt hat man freie Auswahl. Dementsprechend war ich extrem gespannt darauf, was die nicht gerade unbekannte Kylie Scott mit der Thematik anstellen wird. Ich erhoffte mir natürlich keine 0815 Geschichte mit durchschaubaren Wendungen. Leider schneidet jedoch nun auch diese Story bei mir nur durchschnittlich ab, denn etwa ab der Hälfte wurde es etwas abgedroschen und leider auch durchschaubar.


    Clementine hat mich eigentlich bereits zu Beginn erobert. Ihr Charakter ist offenherzig und ohne Hemmungen. Durch die Amnesie hat sie auch keinen Filter mehr und spricht Sachen an, die der Großteil wohl für unpassend halten würde. Das macht die Geschichte sehr „frisch“ und ließ mich ab und zu schmunzeln. Clem reagiert einfach nicht in üblichem Maße.

    Leider muss ich hierzu jedoch auch anmerken, dass sich ihr Verhalten im Laufe der Geschichte eher ins Naive und Kindliche bewegt. Das hat mir leider gar nicht gefallen, denn es lässt die Hauptfigur einfach nur unreif und kindlich überzogen wirken. Vielleicht wollte die Autorin einen Kontrast zu Clems „vorherigem Leben“ als eher sehr korrekte Bankangestellte bilden, jedoch empfinde ich die Rolle der Frau als unbeholfene Person, in der heutigen Zeit, eher unpassend und nicht als anstrebsam.


    Ed wird eindeutig als Traumtyp dargestellt. Äußerlich natürlich perfekt und mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt. Seine anfängliche ablehnende Haltung Clem gegenüber ist natürlich nachvollziehbar und deren gemeinsame Szenen waren äußerst witzig zu lesen. Clem bekommt von ihm natürlich doch Hilfe von ihm, das mit den beiden ging mir dann aber doch zu schnell. In dem einen Moment versucht er noch komplett ablehnend zu sein, dann kleben sie bereits aneinander. Das empfand ich als sehr schade, denn man merkte beim Lesen einfach das „Unausgereifte“.


    Als Leser wird man leider zum Großteil nicht über vergangene Informationen aufgeklärt. Ich kam mir ab und an selbst wie Clem vor, die von Vielem einfach keinen Plan hatte. Ich wünschte mir viel mehr Informationen und sah dies nicht zum Vorteil für die Geschichte. Ab einem gewissen Punkt geht es fast nur noch vorrangig um die eher halbherzige Liebesgeschichte und aktuelle Geschehnisse. Andere Informationen werden so rar eingeworfen, dass mich dies richtig gestört hat.

    Eine Vermutung hierzu ist meinerseits, dass die Autorin Spannung in Bezug auf das Aufdecken des Unfalls herstellen wollte. Man rätselt mit den wenigen Informationen, die man bekommt, herum und kann sich trotzdem kein richtiges Bild davon machen. Dann wiederum wird so eindeutig auf einen Täter hingewiesen, dass man sich denkt, so einfach könne es nicht sein. Die „Thriller-Komponente“ war vielleicht gut gemeint, ging in meinen Augen jedoch leider etwas in die Hose.

    In die Hose ging auch irgendwie das Ende. Es wird also nun der Täter aufgedeckt inklusive Motiv und einer kleinen Showeinlage. Leider bleibt trotzdem einiges ungeklärt und man erwünscht sich als Leser eindeutig mehr Informationen und auch Reaktionen bzw. Emotionen.

    Zudem ist das Ende auch nicht irgendwie spektakulär, sondern ein öder 0815 Grund treibt den Täter zu seinem Handeln. Öde...fad...langweilig. Es tut mir wirklich leid, wenn ich das so ausdrücken muss, jedoch hat sich die Autorin selbst in eine Art „Thriller-Bereich“ gewagt und einfach nicht abgeliefert.

    Das letzte Kapitel war für mich dann noch das i-Tüpfelchen – leider im negativen Sinn. Hier wurde noch einmal in die Kitsch-Kiste gefasst und auf die „Klischees erfüllen“ Taste gedrückt. Meiner Meinung nach war dieses Kapitel einfach nur unnötig und wertete die Geschichte eher ab.


    Die Nebenfiguren bringen ab und an noch etwas Witz in die Geschichte, jedoch bekommt man auch von diesen Personen eher wenig mit. Wie bereits erwähnt, hatte ich das Gefühl, dass die Autorin absichtlich eher Informationen zurück hält, so dass man ein ähnliches Feeling wie Clem bekommt, jedoch dämpfte das mein Lesevergnügen.

    Man hätte definitiv noch einige Seiten zusätzlich nutzen können um mehr Informationen zu geben und auch gleichzeitig wichtige Fragen zu beantworten. Der Schluss wird sehr rasch durchgezogen und hätte dementsprechend noch ein paar Seiten vertragen.


    Allgemein kann man natürlich nichts gegen Kylie Scotts Schreibstil sagen. Die Geschichte lässt sich gut und flüssig lesen. Der Einstieg ist witzig und bis zur Hälfte fühlte ich mich richtig gut unterhalten. Ab da ging es dann jedoch leider bergab.

    In meinen Augen sind auch Ed und Clem ein eher unübliches Liebespaar. Die Beziehung strotzt vor Problemen, so dass mich dementsprechend auch die Romantik nicht positiver stimmen konnte.


    Ein toller Anfang, zum Ende hin jedoch leider viel zu schwach.


    3 Sterne