Elaine Viets - Mord mit Stil / Dying in Style

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  • Buchmeinung zu Elaine Viets – Mord mit Stil


    „Mord mit Stil“ ist ein Kriminalroman von Elaine Viets, der 2020 bei dp DIGITAL PUBLISHERS in der Übersetzung von Heimo Kreuzer erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet „Dying in Style“ und ist 2005 erschienen.


    Zum Autor:
    Elaine Viets hat 34 Krimis in vier verschiedenen Serien geschrieben. Mit ihrer Angela Richman-Reihe kehrt Elaine zu ihren hartgesottenen Wurzeln zurück und nutzt dafür ihre Erfahrung als Schlaganfallüberlebende und ihre medizinrechtliche Weiterbildung über Todesursachen. Elaine war als Regisseurin für die Mystery Writers of America tätig und arbeitet häufig an Alfred Hitchcocks Mystery Magazine mit.


    Klappentext:
    Josie Marcus liebt es, Testkäuferin zu sein. Mehr als begeistert ist sie auch von ihrem neuesten Auftrag: Sie soll im Laden der angesagten Handtaschen-Designerin Danessa Celedine einen Testkauf durchführen. Leider sind Celedines Läden nicht annähernd so glamourös wie ihre Klientel und Josies Bericht über die Zustände könnte einen lukrativen Deal platzen lassen. Als Celedine und ihr Geliebter kurz darauf ermordet aufgefunden werden, ist Josie Marcus mit einem Schlag in einen Todesfall verwickelt – als Hauptverdächtige! Werden ihre Mystery-Shopper-Qualitäten dabei helfen, das Verbrechen aufzuklären oder wird es ein weiteres Fashion Victim geben?


    Meine Meinung:
    Der Klappentext klingt interessant, die Leseprobe liest sich angenehm und deshalb habe ich dieses Buch gelesen. Josie Marcus, alleinerziehende Mutter einer schulpflichtigen Tochter, ist Testkäuferin aus Überzeugung. Aus ihrer Sicht wird diese Geschichte erzählt und Josie ist eine harte, aber auch gerechte Testerin. Wenn sie beschäftigt ist, übernimmt ihre Mutter die Betreuung der Enkelin. Josie wohnt in einer billigen Vorstadt und sie wohnt gerne da. Josie wirkt sympathisch, aber Änderungen in ihrem Umfeld hat sie nicht wahrgenommen. Der Einstieg in den Kriminalfall ist nachvollziehbar, aber dann folgt eine Aneinanderreihung von Klischees, die mein Lesevergnügen arg getrübt haben. Unfähige Polizisten, ein Chef ohne Rückgrat, sexbesessene Frauen in der Wohnsiedlung der Reichen, kriminelle und betrügerische Ausländer und so geht es munter weiter. Auch die erfahrene Testerin scheint überfordert und stürzt sich in gefährliche Ermittlungen. Nebenbei muss sie noch ein paar private Probleme lösen. Zum Abschluss gibt es einen Showdown, der einem Agentenroman entsprungen sein könnte, aber mir völlig fehl am Platze zu sein schien. Erstaunlich ist, dass ich den Spannungsbogen und den Schreibstil in Ordnung fand. Den Charakteren fehlte auch fast jeder Grauton.


    Fazit:
    Die Aneinanderreihung der Klischees lässt durchaus vorhandene gute Ansätze in den Hintergrund treten. Deshalb vergebe ich nur zwei von fünf Sternen (40 von 100 Punkten). Eine Leseempfehlung kann ich nicht aussprechen.

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