Martina Gercke - Liebe voll verplant

Anzeige

  • Chloe hat sich als Hochzeitsplanerin ein hohes Ziel gesetzt: „Wir lassen Ihre Träume wahr werden.“ lautet ihr Slogan, und daran arbeiten sie und ihre Freundinnen Megan und Emma, die einen Blumenladen betreibt, hartnäckig und mit viel Engagement.


    Als sie ihre älteste und beste Freundin Sophie wieder trifft, die beiden hatten sich in den letzten Jahren aus den Augen verloren, bittet Sophie Chloe, ihre Hochzeit zu organisieren. Allerdings soll diese in den schottischen Highlands stattfinden, weit entfernt von Chloes geliebtem London. Doch die junge Frau packt auch diese Herausforderung in der ihr eigenen bereitwilligen Art und Weise an und reist nach Glen Nell, um vor Ort Eindrücke zu sammeln, was alles möglich ist.


    Chloes erste Begegnung mit den Schotten ist nicht gerade vielversprechend, besonders einer – zugegeben ein sehr attraktiver – erscheint ihr äußerst selbstgefällig. Dieser entpuppt als Bruder des Bräutigams, der mit seiner Familie, den MacDougalls, eine kleine traditionsreiche, sehr erfolgreiche Whiskeybrennerei betreibt. Gavin versprüht keinerlei Begeisterung, weder für Chloe noch für die Braut Sophie, geschweige denn für die Hochzeit.


    Vorurteile auf beiden Seiten erschweren die Situation. Und nicht nur das. Sophie liegt krank im Bett, und Chloe ist bei der Planung im Grunde auf sich allein gestellt. Dann ändert sich die Stimmung...


    Bis endlich die Hochzeitsglocken läuten, bedarf es noch einiger Schlucke Whiskey.



    „Liebe voll verplant“ von Martina Gercke ist eine der Liebesgeschichten, die das Genre nicht neu erfindet, aber so erfrischend und herzlich daherkommt, dass sie in einem Rutsch gelesen werden kann. Sie zieht ihren Charme aus dem Ambiente, das die Autorin mit angenehmer Leichtigkeit darstellt, einem stimmungsvollen, gleichwohl sensiblen Erzählton und der sympathischen Figurenschar, die mit ihren Vorzügen und Macken wirklichkeitsnah und natürlich wirken.


    Chloe ist neunundzwanzig, und nach einer herben Enttäuschung hat ein Mann in ihrer Gegenwart keinen Platz. Eigentlich… Bekanntlich lässt sich die Liebe nicht so leicht austricksen. Außerdem fühlt Chloe sich sofort wohl in den Highlands und zudem zwangsentschleunigt, obwohl sie ihre Heimatstadt London sehr schätzt. Sie genießt die Ruhe und das beschauliche Leben, im Gegensatz zu Sophie, die sich nur aus Liebe zu ihrem Bräutigam Killian damit anfreundet, zukünftig zwar in einem großzügigen, schlossähnlichen Herrenhaus, doch eben auf dem Land zu wohnen.


    Der Start von Chloe und Gavin ist holprig. Die Engländerin, hübsch, aber „mit Haaren auf den Zähnen“ geigt dem vermeintlich arroganten, überheblichen, kleingeistigen und sturköpfigen Schotten Gavin ordentlich die Meinung. Hingegen erschwert nicht bloß ѕeіn durchtrаinierter Körper den Umgang mit ihm deutlich, und Chloe ist nicht immun gegen diese äußeren Reize. Tatsächlich hegt sie jedoch nicht allein den Wunsch, ihn zu küssen. Vielmehr gefällt Gavin die junge Hochzeitsplanerin immer besser. Er braucht zwar keine Frau an seiner Seite und will sich nicht binden, indes dem Wesen von Chloe, ihrem Humor und ihrer Sinnlichkeit, Leidenschaft und Begeisterung vermag er sich nicht entziehen.


    Martina Gercke kitzelt mit enormer Empathie die Unterschiede zwischen ihren Protagonisten heraus und lädt leise schmunzelnd ein, diese bei der Entdeckung von Gemeinsamkeiten zu begleiten. Außerdem überrascht sie mit ein paar Wendungen, die der Geschichte einen gewissen Pepp geben und den Unterhaltungsfaktor erhöhen. In seiner Gesamtheit ist „Liebe voll verplant“ eine romantische und beschwingte Lektüre, die jederzeit empfohlen werden kann.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

Anzeige