Stefan Seitz - Von fernen Inseln

  • Kurzmeinung

    Irrlicht
    Bin begeistert von der Reihe: sehr spannend, tolle Protas, kann sich manch Erwachsenenbuch eine Scheibe von abschneiden
  • Klappentext

    Niemand im Land weiß, wo sich das sagenumwobene Reich befindet ... das Inselreich, von dem nur noch eine Legende erzählt. Doch es muss existieren.

    Seit Jahrhunderten schon verschwinden Dinge und Menschen – und tauchen nie wieder auf. Was steckt dahinter? Was verbergen die gläsernen Würfel?

    Und vor allem: Wer mag für das alles verantwortlich sein?

    Durch einen Zufall geraten Primus und Miss Plim in ein Mysterium, das sie tief hineinführt in eine Geschichte voller Magie, Geister und finsterer Machenschaften.


    Autor

    Stefan Seitz, geboren 1972 in München, studierte Innenarchitektur und ist Experte für 3-D-Animation sowie Computervisualisierung.

    Mit seiner Vorliebe für Geheimnisse und rätselhafte Geschichten hat er eine fantasievolle Spukwelt erschaffen, die nicht zuletzt durch ihre eindrucksvollen Grafiken begeistert: das Unkrautland.

    Die Ideen dazu entsprangen vor allem Mythen und Legenden – so wartet auch »Das Unkrautland« mit einem großen Mysterium auf, das es zu lösen gilt.

    Quelle: Verlag / vlb


    Meine Meinung


    Dies ist der 4. Band der Unkrautlandreihe, von der mich die ersten drei Bände bereits begeisterten, die die Suche nach der Nebelfee zum Inhalt hatten.


    Mir sind die interessanten Protagonisten schnell ans Herz gewachsen, die da sind:

    Primus (lebt seit ca. 200 Jahren, altert nicht, kann sich in eine Fledermaus verwandeln (wobei er nicht mehr weiß, woher er diese Eigenschaften hat), lebt in einem alten Turm), die junge, gutaussehende Hexe Plim (aufbrausend, nimmt gerne Dinge mit, fliegt auf einem motorbetriebenen Besen, kennt sich super mit Kräutern und Zauberkräutern aus), Bucklewhee (ein Hühnergerippe, das in einer Standuhr lebt und bürokratenmäßig alles sehr genau nimmt), Snigg (ein nimmersatter Kürbis), Chuck (eine Vogelscheuche in Plims Garten, die sich gerne gut anzieht, sich vor Krankheiten fürchtet und gerne Gäste hat und bewirtet) und irgendwie die beiden Kröten, die in einem Glas in Plims Haus leben und nichts als Unsinn in den Köpfen haben.

    Alle anderen Protas sind ebenfalls gut gezeichnet.


    Sehr gut gefiel mir schon der Prolog mit dem Gedicht/den Versen um einen Baum, ein Licht, rätselhafte Inseln und ein Mädchen, das für immer ein Kind sein wollte.

    Denn dies tritt immer wieder als Thema im Buch auf und ist Vielen als Märchen/Legende bekannt.


    Liebevoll, humorvoll, mit überraschenden Wendungen und sehr spannend wird die Geschichte erzählt, in der Primus und Plim in ein gefährliches Abenteuer um eine immer wieder an verschiedenen Stellen auftauchende Insel mit einer Linde und 7 Mädchen im Reigen darum herum geraten. Diese Insel sah Primus in den Vorbänden bereits mehrmals aus der Ferne.

    Stück für Stück kommen sie dem Geheimnis um diese Insel näher. Mehr möchte ich nicht verraten. Sie geraten in gefährliche Situationen, und das ist so gut erzählt, dass sich manches Erwachsenenbuch ein Beispiel daran nehmen kann.


    Da nicht alles aufgelöst wird, erwarte ich dringend den nächsten Band.


    Von mir gibt es :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Irrlicht und Hexe (7. Hexenregel: Unterschätze nie die Kraft des Wortes - es hat eine besondere Kraft, es kann befreien, anstoßen und verändern, aber auch verletzen und zerstören)