Nalini Singh - Im grausamen Licht der Sonne / A Madness of Sunshine

Anzeige

  • Klappentext

    Acht lange Jahre hat Ana am anderen Ende der Welt in London verbracht, bevor sie es endlich wagt, in ihr Heimatdorf Golden Cove an der atemraubend schönen Westküste Neuseelands zurückzukehren. Nichts scheint sich dort verändert zu haben: weder ihre beste Freundin Josie, die ein Café betreibt, noch der Maori Nikau, der Touristen herumführt, oder ihr alter Schulfreund Vincent. Beinahe könnte Anahera glauben, dass die Zeit stehen geblieben ist - wäre da nicht Will, der neue und einzige Cop im Ort, der seltsam unnahbar wirkt.

    Wie sehr die Dinge tatsächlich beim Alten geblieben sind, wird Ana allerdings erst bewusst, als mit der schönen jungen Miri erneut ein Mädchen verschwindet. Wer auch immer dafür verantwortlich ist: Er muss aus Golden Cove stammen!

    Meinung

    Ein Thriller dieser Autorin war für mich ein neues Thema. Da ich bisher nur ihre Fantasy Bücher kannte. Ich muss sagen dieses Gebiet kann sie auch sehr gut. Von Anfang an nimmt sie uns mit auf eine Reise in eine kleine Stadt in der jeder jeden kennt, mit einer atemberaubenden Landschaft und einer verschwundenen jungen Frau. Alle suchen nach ihr, vorneweg ein Polizist der mit seiner Vergangenheit noch nicht im reinen ist, an seiner Seite eine Frau die diese Stadt einmal verlassen hat um nicht wieder zu kommen, aber in der Fremde war es sogar noch schlimmer für sie, also ist sie gebrochen zurück. Gemeinsam wissen sie das nicht nur sie Geheimnisse haben sondern auch die Menschen um sie herum. Langsam erfahren wir als Leser etwas von diesen Geheimnissen, immer spannender, intensiver wird die Geschichte, viele akzetable Gründe für die Heimlichkeiten.

    Alle Figuren haben Ecken und Kanten sind sympathisch, nur nett, liebenswert oder abscheulich. Jede für sich gut beschrieben und nachvollziehbar.

    Ich freue mich auf mehr Thriller von dieser Autorin, er war nicht brutal oder sehr blutig aber er erzählte viel darüber was Frauen erleben und warum sie sich selten wehren.

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Nalini Singh - Im grausamen Licht der Sonne“ zu „Nalini Singh - Im grausamen Licht der Sonne / A Madness of Sunshine“ geändert.
  • Meinung

    Vielen Dank erstmal an den Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

    "Im grausamen Licht der Sonne" ist eine Geschichte, die eher ruhig daher kommt. Mir persönlich war es ZU ruhig und ich hab mich leider etwas gelangweilt mit dem Geschehen. Wer eine Geschichte sucht die fließend ist, grüblerisch und stetig der ist hier richtig. Hier findet man keine Brutalität und auch kein Blutvergießen. Die Autorin beschreibt mit ruhigen Worten Suche und Vorkommnisse rund um das Verschwinden einer jungen Frau. Mir war es wie gesagt alles etwas zu ruhig, es hätte gern mehr passieren dürfen.

    Die angekündigte Romantik ist wie versprochen nur eine Prise. Mir hat hier der Tiefgang gefehlt. Alles wird doch etwas oberflächlich beschrieben und die Gefühle kamen mir zu kurz.

    Allgemein fehlte mir in der ganzen Geschichte der Tiefgang. Manche Dinge wurden nur angerissen und schon ging es weiter. Ich hätte gern tiefer in die Gedanken der Protagonisten geguckt, um zu wissen warum sie was tun. Es ist doch alles eher analytisch. Das ist für manche vielleicht genau richtig so, für mich aber eher nicht so. Ich will damit garnicht sage, dass es kein gutes Buch ist. Es ist einmal nicht unbedingt das gewesen was ich erwartet habe und es ist mir wie gesagt zu oberflächlich. Vielleicht hätte die Autorin mehr von Anas Vergangenheit einbauen können oder auch von Wills Vergangenheit um eine bessere Beziehung zu den beiden aufbauen zu können. Allerdings wäre es dann wohl auch wesentlich dramatischer geworden und das hatte die Autorin vielleicht garnicht im Sinn.

    Wenn ich jemanden kenne der diese Art Geschichte mag, dann empfehle ich das Buch auf jeden Fall weiter. Das letzte Drittel hab ich dann auch in einem Rutsch gelesen, da ich unbedingt wissen wollte wer denn da nun was getan hat und warum. Spannend wurde es dann doch noch.

    Wer also eine ruhige, analytische Geschichte mit viel Ermittlungsarbeit sucht ist hier genau richtig und darf sich über ein gutes Buch freuen.

    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. (Zitat: Johann W. von Goethe)

  • Das war mein erstes Buch von Nalini Singh und schon auf den ersten Seiten war ich von dem Schreibstil begeistert. Die Autorin schafft es das Setting richtig bildlich rüberzubringen. Auch die Charaktere fand ich alle sehr interessant. Jeder hat so sein eigenes Päckchen zu tragen und seinen eigenen kleinen Geheimnisse, die nach und nach aufgedeckt werden.


    Die Geschichte begann auch richtig spannend, jedoch gab es doch die ein oder andere etwas langatmigere Stelle, da habe ich schon Thriller gelesen die mich da einfach durchgehend gefesselt haben. Auch die Liebesgeschichte zwischen Ana und Will konnte mich nicht so ganz berühren. Aber das hat mich jetzt nicht so gestört, da es ja ein Thriller und kein Liebesroman ist.


    Im Großen und Ganzen aber ein tolles Buch, das mich vor allem durch den tollen Schreibstil begeistern konnte. Auch die meisten Charaktere hatten eine gewisse Tiefe und auch das Miträtseln wer der Mörder sein könnte hat Spaß gemacht. Das wird definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin bleiben.


    Bewertung: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel. Und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen."
    (Walt Disney)









  • Dieses Buch las sich mehr wie Krimi, als wie ein Thriller. Die Idee fand ich super, doch packen konnte mich die Geschichte nicht. Warum das so war, erzähle ich euch spoilerfrei unten im Text.


    Meine Meinung zum Cover:

    Das Cover ist für mich ein wenig untypisch für einen Thriller. Es soll wohl das entführte Mädchen und das strahlende Licht Neuseelands zeigen. Trotz der seltsamen Motivwahl gefällt es mir, da es irgendwie etwas hat.


    Meine Meinung zum Inhalt:

    Nachdem ich Nalini Singhs Fantasy-Bücher so sehr liebe, wollte ich es auch mit ihrem Thriller-Debüt versuchen. Der Stil der Autorin ist auch hier gewohnt flüssig zu lesen. Allerdings werden oft sehr viele Sätze für Beschreibungen der schönen Natur von Neuseeland verwendet. Eine Zeit lang hat mir das Gefallen, doch dann wurde es lässig.


    Die Geschichte begann vielsprechend und direkt. Ich lernte augenblicklich eine sehr verschlossene Anahera, kurz Ana, kennen. Es war nicht einfach, einen Zugang zur Protagonistin zu finden. Denn ich konnte mich kaum in ihre Gefühlswelt hineinfühlen. Danach erfuhr ich viel über ihren Heimatort Golden Cove. Das Mädchen, die eigentlich eine junge Frau ist, verschwindet. Ermittlungen werden eingeleitet und eine ganze Leier von sehr langatmigen Kapiteln begann. Der Ort und seine Bewohner haben mich mit ihren vielen Geheimnissen und Verhaltensweisen extrem stark an Cabot Cove aus „Mord ist ihr Hobby“ erinnert. Die Ähnlichkeiten waren teilweise frappierend. Die Ermittlungen und die Suche nach der verschwundenen Miri fand ich nicht sonderlich spannend. Die vielen Befragungen waren langwierig und nicht wirklich hilfreich.


    Irgendwie wollte einfach keine Spannung aufkommen. Erst ab Seite 270 wurde es besser. Es nervte mich lediglich, dass der Cop Will alles und jeden mit einem Geheimnis oder einer dunkleren Vergangenheit verdächtigte. Wenigstens kam das Geschehen endlich voran, naja zumindest ein bisschen. Richtig ging es für mich erst ab Seite 352 los. Endlich offenbart sich die Wahrheit, obwohl sie doch sehr vorhersehbar war. Wobei mich eine Sache am Ende nicht so überzeugen konnte.


    Die psychologische Seite der Geschichte war gut, weil sie stimmigmit den kProtagonisten und den Bewohnern verwoben war. Die LiebesKomponente in der Geschichte fand ich vollkommen unnötig und nicht nachvollziehbar. Sie passte absolut nicht hinein, außerdem fehlte mir das Gefühl vollständig. Von der Autorin bin ich da definitiv anderen gewöhnt.


    Mein Fazit:

    Nalini Singhs erster Thriller konnte mich leider nicht überzeugen. Ich bleibe lieber bei ihren grandiosen Fantasy-Büchern. Ihr Stil war flüssig zu lesen und die Beschreibungen von Neuseeland waren sehr schön. Allerdings wollte einfach keine Spannung aufkommen. Golden Cove und seine Bewohner hatten mir viel zu viel Ähnlichkeit zu Cabot Cove. Die Grundidee hat mir gefallen, aber die Umsetzung hat mich enttäuscht. Kaum Spannung, zu viel Vorsehbarkeit und ausschweifende Befragungen begleiteten mein Lesen. Das Ende war gut, konnte für mich aber nicht mehr viel herausreißen. Das Buch las sich bei ein Krimi und nicht wie ein Thriller.


    Ich vergebe 2 von 5 möglichen Sternen!


    Das Buch wurde mir über eine Leserunde zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

  • Vor Jahren hat Anahera Golden Cove ziemlich überstürzt hinter sich gelassen. Nun ist sie zurück, weil sie mit dem Tod ihres Mannes und seinem Betrug fertig werden muss. Dann verschwindet die junge Miriama, die ein umwerfende Schönheit ist. Will, der seit kurzem Cop in dem kleinen Ort ist, organisiert die Suche nach Miri. Aber die junge Frau bleibt verschwunden und es ist klar, dass jemand aus dem Ort damit zu tun haben muss. Will spannt Ana in die Ermittlungen ein, da sie alle kennt und dennoch aufgrund ihrer langen Abwesenheit einen gewissen Abstand hat. Er erfährt, dass früher schon junge Frauen spurlos verschwunden sind.


    Es ist eine sehr atmosphärische Kulisse Neuseelands, in der diese Geschichte spielt. Der kleine Ort Golden Cove und seine Umgebung sind sehr gut beschrieben und es wird deutlich, wie groß die Gefahren sind, wenn man sich nicht auskennt, denn die Natur ist unerbittlich.


    Nalini Singh hat einen gut zu lesenden, klaren Schreibstil. Auch die Charaktere sind gut und individuell dargestellt. Ana war froh, als sie den Ort hinter sich lassen konnte, denn ihr Schmerz über den Verlust der Mutter war groß. Ihre Mutter war eine liebe Frau, die viel einstecken musste und alle schauten weg. Nun ist sie zurück, wieder mit Schmerz, aber auch mit Wut, denn ihr Mann hat sie jahrelang betrogen. Auch Will hat in der Vergangenheit etwas erlebt, das ihn belastet. Doch darüber will er nicht reden. Er ist ein guter Cop, der sich um die Bewohner des Ortes kümmert, trotzdem ist er für sie ein Fremder. Dann ist da noch Anas beste Freundin Josie, die so ein liebevoller Mensch ist, und Miriamas Tante, die sich aufopferungsvoll um ihre Nichte gekümmert hat. Aber es gibt auch eine Reihe von undurchsichtigen Typen, die scheinbar eine Maske tragen. Einige Personen hätten durchaus noch ein bisschen mehr Tiefe vertragen können. Während Will ahnt, dass es viele Geheimnisse im Ort gibt, weiß Ana genau, dass es so ist. Während der Ermittlungen im Fall Miri kommen sie sich näher.


    Auch wenn sich am Ende wieder einmal herausstellt, welche Abgründe in Menschen schlummern, war es nicht so, dass die Spannung durchgehend sehr hoch war. Es war durchaus spannend, aber diese Geschichte lebte mehr von der traumhaften Kulisse und teils offenen, teils unterschwellig problematischen Beziehungen der Menschen im Ort.


    Ich ahnte recht früh, wie sich dieser Fall auflösen würde und das bestätigte sich dann auch. Trotzdem kleiner Schwächen hat mit das Buch gefallen.

Anzeige