James Sallis - Dunkle Vergeltung / Cripple Creek

  • Buchdetails

    Titel: Dunkle Vergeltung


    Band 2 der

    Verlag: Heyne

    Bindung: E-Book

    Seitenzahl: 238

    ISBN: 9783641051259

    Termin: Oktober 2010

  • Bewertung

    2 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Dunkle Vergeltung"

    Der ehemalige Cop Turner hat sich als Sheriff in einer Kleinstadt in der Nähe von Memphis niedergelassen. Doch die trügerische Ruhe wird gestört, als die örtliche Polizei ein Mitglied der Mafia verhaftet. Schon bald starten die Kriminellen einen Befreiungsversuch. Turner folgt ihnen nach Memphis, wo er sich mit seiner Vergangenheit konfrontiert sieht.
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  • Autor: James Sallis
    Titel: Dunkle Vergeltung, aus dem Amerikanischen von Kathrin Bielfeldt und Jürgen Bürger
    Originaltitel: Cripple Creek, erstmals veröffentlicht 2006
    Seiten: 240 Seiten, unterteilt in 30 Kapitel
    Verlag: Heyne
    ISBN: 9783453434110


    Der Autor: (Klappentext)
    James Sallis wurde 1944 in Arkansas geboren und verbrachte dort seine Kindheit. Er studierte Literaturwissenschaft in New Orleans und arbeitete anschließend als Lektor und Drehbuchautor. Er übersetzte Raymond Queneau und Puschkin ins Englische und veröffentlichte eine Biografie von Chester Himes. Bekannt wurde er mit seiner Romanreihe um den schwarzen Privatdetektiv Lew Griffin. Seine Kriminalromane wurden mehrfach für Literaturpreise nominiert, u.a. für den Edgar, den Shamus und den Gold Dagger Award. 2008 wurde James Sallis für «Driver» mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Er lebt in Phoenix, Arizona.


    Inhalt: (Klappentext)
    Der ehemalige Cop Turner hat sich als Sheriff in einer Kleinstadt in der Nähe von Memphis niedergelassen. Doch die trügerische Ruhe wird gestört, als die örtliche Polizei ein Mitglied der Mafia verhaftet. Schon bald starten die Kriminellen einen Befreiungsversuch. Turner folgt ihnen nach Memphis, wo er sich mit seiner Vergangenheit konfrontiert sieht.


    Meinung:
    Der erste Band der Turner-Reihe des von mir eigentlich geschätzten Schriftstellers James Sallis hatte mich bereits enttäuscht. Was für ein Impuls mich zum zweiten Teil greifen ließ, ist mir rätselhaft; leider war «Dunkle Vergeltung» noch schlechter als «Dunkle Schuld».
    Der ehemalige Polizist, Gefängnisinsasse und Psychotherapeut arbeitet aushilfsweise als Deputy-Sheriff und gerät in Schlamassel. Er folgt der Spur nach Memphis, räumt dort unter den üblichen Verdächtigen auf und irgendwie taucht auch noch seine Tochter auf und bleibt bei ihm. Kurze Rückblenden an sein vergangenes Leben, ab und zu Polizeieinsätze, Warten auf mögliche Racheaktionen aus Memphis und fertig – weiter wohl im dritten Teil. Das klingt nicht nur in einer Zusammenfassung abgehackt, die ganze Geschichte ist sehr sprunghaft. Aussparungen kann man es nennen, aber wenn es zu viel wird, dann ist es unlogisch, chaotisch. Nachvollziehbar ist da nichts, die zahlreichen Zufälle und Geistesblitze werden so lapidar und schnörkellos erzählt, als sei es das Natürlichste der Welt. Ermittlungen finden keine statt, Turner weiß einfach wo die bösen Buben leben, und ruckzuck ist die Chose geklärt. Mehr Platz als diese «Mafiaepisode» finden diverse Anekdoten, Rückblenden, Beobachtungen, die der ganzen Geschichte eine düstere, tragische Atmosphäre verleihen. Alle Menschen sind vom Schicksal gebeutelt, hadern mit sich selbst, kämpfen sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Da muss man wohl für in Stimmung sein, diese defaitistische Larmoyanz zu ertragen. Ich war es nicht.