Eva-Maria Farohi - Mein Leben ist schön

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  • Nach außen scheint das Leben von Anna Neumann perfekt, denn sie hat nicht nur eine gutgeratene Familie, auch an Geld mangelt es nicht. Aber Anna ist unzufrieden und lässt sich auf eine Affäre ein, die ihr Kartenhaus zusammenstürzen und sie die Flucht nach Mallorca antreten lässt, um dort wieder zu sich zu kommen. Als sie ihren jungen Nachbarn Enric kennenlernt, der unheilbar an Mukoviszidose erkrankt ist, muss Anna schon bald erkennen, dass ihre eigenen Probleme nicht so wichtig sind. Enric stemmt sich gegen seine Krankheit und schaut mit so viel Optimismus in die Welt, dass Anna sich schon bald Hals über Kopf in den jungen Mann verliebt. Allerdings schleppt nicht nur Anna einige Altlasten mit sich herum, auch Enric hat eine Vergangenheit, die sich zwischen sie zu stellen droht…


    Eva-Maria Farohi hat mit „Mein Leben ist schön“ einen wunderschönen und anrührenden Roman vor der malerischen Kulisse Mallorcas vorgelegt, der den Leser schon mit den ersten Zeilen einfängt und in die Handlung hineinzieht. Die Liebe der Autorin zur spanischen Sonneninsel ist mit jedem Wort spürbar. Der flüssige und gefühlvolle Erzählstil lädt nicht nur zu einem gedanklichen Kurzurlaub ein, sondern gibt auch einem ernsten Thema eine Plattform, um sich damit auseinander zu setzen. Vor wunderschöner Kulisse zaubert Farohi nicht nur eine anrührende Liebesgeschichte, sondern gibt der Krankheit Mukoviszidose mit Enric ein Gesicht. Behutsam und empathisch verbindet die Autorin diese mit ihrer Handlung, gibt dem Leser Einblicke in Verlauf und Auswirkungen, die nicht nur den Kranken, sondern auch die Mitmenschen betreffen und zeichnet trotzdem ein positives Bild durch den mutigen Kampf ihres Protagonisten, der sein Schicksal angenommen hat und das Leben zu genießen weiß, wobei er alle mitreißt. Gerade in der heutigen Zeit sollte man sich selbst nicht zu wichtig nehmen, mehr Zeit für das Miteinander geben und ein Ohr für die leisen Zwischentöne im Umgang mit anderen haben.


    Die Charaktere sind wie aus dem Leben gegriffen, so dass der Leser sich sofort mit ihnen identifizieren kann, denn sie sind in ihren Eigenschaften sehr glaubhaft und authentisch. So folgt man ihnen gern, schließt sie bald ins Herz und nimmt Anteil an dem, was ihnen widerfährt. Anna wirkt auf den ersten Blick vom Glück verwöhnt, doch unterschwellig fühlt man ihre Unzufriedenheit. Auch wenn sie erst recht unsympathisch und verwöhnt rüberkommt, stellt sie sich dem von ihr verursachten Desaster. Im Verlauf der Geschichte wird sie feststellen, dass ihre Sorgen gegenüber anderen Dingen völlig verblassen. Enric ist ein schwerkranker Mann, der sein Schicksal angenommen hat, sich aber nicht hängen lässt, sondern den Kampf aufgenommen hat, um dem Leben alles abzugewinnen, was möglich ist. Er ist ein Optimist, verständnisvoll und hat immer ein offenes Ohr für andere. Sein Mut und seine positive Ausstrahlung leuchten wie ein Licht in dunkler Nacht und halten so manchem den Spiegel vor. Aber auch die Rollen von Protagonisten wie Jonas, Sebastian und Isabell in dieser Geschichte sind nicht zu unterschätzen.


    „Mein Leben ist schön“ ist ein wirklich gut gewählter Titel für ein Buch, das Mut macht, positive Lebensfreude ausstrahlt und gleichzeitig zur Selbstreflexion anregt. Eine gefühlvolle und gleichzeitig unterhaltsame Lektüre mit malerischem Hintergrund, die von Anfang bis Ende fesselt und im Gedächtnis bleibt. Einfach wunderschön, absolute Leseempfehlung!


    Zauberhafte :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
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    SUB: ca. 1.800 / gelesen 2019: 367/ 143788 Seiten

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