Martin Brückner - Crash Tag Autonom.Fahren.Tödlich.

  • Kurzmeinung

    SaintGermain
    Viele Autos, aber wenig Spannung bei schwulstig-schwierigem Schreibstil.

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  • Thriller für Auto Fans

    Die nahe Zukunft, autonomes Autofahren ist Realität, aber es gibt durchaus noch Macken und nicht selten kollidieren die autonomen Fahrzeuge mit Radfahrern oder Passanten. In dieser Zeit , ist Oldtimer Fan und Reporter Fritz Graber ein aussterbendes Exemplar. Seine besten Zeiten liegen schon etwas zurück und eine neue Kollegin prescht mit Ihren Artikeln fast an ihm vorbei. Sein Hobby ist die Betrachtung von Crashtag.com , einer Seite mit schweren Autounfällen, wobei fast immer alte Porsche, Ferrari etc. darin verwickelt sind. Doch Fritz Graber wittert etwas an den Geschichten mit den verunglückten Edelautos und beginnt zu ermitteln...

    Es ist natürlich ein Heimspiel, wenn man wie ich, in Frankfurt aufgewachsen ist und bei den ganzen Beschreibungen der Straßen, genau weiß, wie es da aussieht und wo das spielen soll. Auch wenn es in der Zukunft liegt. Fritz Graber kommt am Anfang sehr schwerfällig herüber und das anfreunden viel mir nicht leicht. Die Kollegen sind nicht gerade Freunde und auch Graber schafft es nicht unbedingt, sein soziales Umfeld zu lieben. Seine gedanklichen Gespräche mit Steve McQueen sind sicherlich auch gewöhnungsbedürftig, zumal die jüngere Generation damit nicht viel anfangen kann. Filme wie "Le Mans" und auch die Beschreibung der Autos sind wirklich nur etwas für Fans.

    Nachdem ich mich durch den eher mich langweiligen Vorspann geschafft habe und auch die Faszination Auto eher links liegen gelassen habe, entwickelt das Buch sich doch auf spannende Weise zu einem echten Thriller. Wurden die Autos wirklich manipuliert, wer hat die Fähigkeit dazu ? Als niemand ihm glaubt und er anfängt sogar nach China zu fliegen um zu recherchieren, wird das Buch richtig gut und hat ein logisches und gutes Ende.

    Fazit: Nach Anfangsschwierigkeiten nahm der Zug Geschwindigkeit auf und stoppte mit einem guten Ende.:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:


    P.S. Anscheinend gibt es noch eine weitere Version mit dem Namen DINO Autonom.Fahren.Tödlich. identischer Verlag, anderer Titel, gleicher Inhalt ! Warum auch immer....

  • Zwiespältiger Eindruck



    In ein paar Jahren könnte die Handlung schon Realität sein: Autos können autonom fahren, für diese Fahrzeuge ist sogar eine besondere Fahrspur reserviert. Allerdings hat die Technik doch noch ihre Tücken, sodass es immer wieder zu Kollisionen mit Fußgängern oder Radfahrern kommt.


    Genau so ergeht es Fritz Graber, als er mit dem Rad auf dem Weg zur Arbeit von solch einem Autonomen über den Haufen gefahren wird.


    Graber ist Journalist bei der Neuen Frankfurter Zeitung, hat aber seine erfolgreichsten Jahre schon hinter sich. Er liebt Oldtimer, was sich in der liebevollen und detaillierten Beschreibung der alten Modelle widerspiegelt, hat schräge Freunde und ist ansonsten eher ein einsamer Wolf. Eins seiner speziellen Hobbies ist Crashtag.com, eine Webseite, auf der schwere Unfälle weltweit präsentiert werden.


    Als ein deutscher Unternehmer an der Côte d'Azur mit einem alten und seltenen Porsche verunglückt, weckt dies Grabers Neugier nicht nur wegen des Oldtimers. Er vermutet, dass es sich gar nicht um einen Unfall, sondern um Manipulation an dem edlen Wagen gehandelt haben könnte. Der tote Unternehmer stellte nämlich Sensoren für autonom fahrende Autos her, ein heiß umkämpfter Markt! Und schon sehr bald interessiert sich eine asiatische Firma für das Unternehmen. Grabers Ehrgeiz wird zusätzlich noch durch eine neue, junge Kollegin angestachelt, der er offensichtlich nicht nur beruflich etwas beweisen will.


    Graber ist sehr ,,oldschool", aber für meinen Geschmack nicht immer im positiven Sinne. Dafür wirkt er stellenweise zu gemächlich, zu sehr Sonderling. Seine ,,Dialoge" mit Steve McQueen mögen vielleicht Autofans erfreuen, mich haben sie nicht so vom Hocker gerissen. Immerhin aber nimmt er sich selbst mal gern auf die Schippe, was ihn wiederum sympathisch macht. Die Handlung nimmt nach den ersten Drittel deutlich an Fahrt zu, allerdings wirkt sie mit den diversen Themen von autonomem Fahren, modernster Computertechnik, Wirtschaftskriminalität usw. auch etwas überladen.


    Etwas irritierend sind stellenweise Sprünge in der Handlung, auch die Sprache wirkt für einen erzählenden Text oft zu sachlich, berichtähnlich und eher nüchtern.


    ,,Crashtag" vermittelt mit dem autonomen Fahren eine interessante Thematik, die aber durch zu viele Nebenaspekte etwas in den Hintergrund gerät. Man hat irgendwann das Gefühl, dass der Autor sich nicht so recht zwischen den vielen Möglichkeiten entscheiden konnte.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • #Spannend ?


    Kurzbeschreibung (Quelle: amazon)

    Hätte er nicht wieder auf Einsamer Wolf gemacht, dann säße Reporterlegende Fritz Graber gemütlich zu Hause in Frankfurt und bestimmt nicht in Vietnam in der Falle. Doch diesen Bericht auf crashtag.com konnte er einfach nicht ignorieren! Ein verunglückter Edel-Porsche an der Cote d’Azur mit einem toten Technologieunternehmer darin, diese Story über einen gigantischen Fall von Wirtschaftskriminalität im Bereich autonomes Fahren, sie hätte ihm seinen Job bei der Neuen Frankfurter Zeitung retten können. Apropos Rettung, vielleicht hätte er besser mal seiner jungen Kollegin Marie vertraut. Denn für dieses ganze Digitalzeug ist Fritz viel zu sehr Retro. Stattdessen muss er sich ausgerechnet in diese zwielichtige Asiatin verlieben! Dabei steckt die schöne Gloria doch mittendrin in dem Komplott. Aber so ist das halt, wenn man in Frauendingen ausschließlich mit Steve spricht. Steve McQueen, Filmstar und Stilikone der Sixties, wem sonst als dem King of Cool sollte man denn vertrauen können in einer Welt, die jetzt, ein paar Jahre nach der 2020er Krise, nur noch aus Bits und Bytes zu bestehen scheint.


    Autor (Quelle: amazon)

    Aufgewachsen ist Martin Brückner im Ruhrgebiet in einer Zeit, als man die Luft, die man dort atmete, noch sehen konnte. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften und ersten Berufsjahren als Finanz- und Wirtschaftsjournalist startete er mit einem Asien-Reisemagazin seinen ersten publizistischen Selbstversuch. Inzwischen bewegt er sich hauptberuflich in der Welt der harten Fakten, als Geschäftsführer eines Fachverlags. In Ermangelung von Kohlehalden holt er sich heute seine schwarzen Fingernägel beim Schrauben an seinem Oldtimer, einer Borgward Isabella. Martin Brückner lebt in Frankfurt am Main, jener deutschen Stadt, in der man vor lauter Hochhäusern die Luft nicht mehr sieht.



    Inhalt

    s. Kurzbeschreibung


    Daten zum Buch

    Verlag: Im Selbstverlag

    ISBN: 3982102634

    Preis Taschenbuch: 9,90 Euro

    Preis Kindle: 1,99 Euro


    Beurteilung

    Ein zum Thema des Buches passendes Cover - gefällt mir gut!

    Die Leseprobe hatte mir gut gefallen. Vor allem wurde ein nicht alltägliches -dennoch aktuelles- Thema als Inhalt genommen. Ich hatte mir allerdings einen spannenden Thriller vorgestellt – dem war nicht so.

    Für Oldtimer-Fans sicher ein tolles Buch.
    Der Schreibstil des Autors Martin Brückner ist flüssig, schnörkellos und direkt. Lässt sich von daher gut lesen, ist aber auch recht gewöhnungsbedürftig.

    Die am Anfang -Autounfall- aufgebaute Spannung wurde leider nicht aufrechterhalten.

    Das eigentliche Thema „Autonomes Fahren“ kam leider meiner Meinung nach etwas zu kurz.

    Also ein gutes Buch für Menschen, die sich einerseits für Autos und andererseits für das Thema „Autonomes Fahren“ interessieren.



    Fazit

    Ich hatte aufgrund der Leseprobe etwas anderes, spannenderes sprich einen Thriller (so auch auf dem Cover betitelt) erwartet..

    Daher von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:, da dennoch ein gutes Buch für interessierte Leser.







  • Reporterlegende Fritz Graber ist Autofan und geht auch immer wieder auf die Internetseite crashtag.com, wo von spektakulären Unfällen zu lesen und Bilder zu sehen sind. Als ein Technologieunternehmer - der Sensoren für autonomes Fahren herstellt - mit seinem Porsche verunglückt, nimmt er die Spur auf - und das alleine.

    Zuallererst: Das Buch wurde am 19.4.2020 unter dem Titel "#Crashtag" herausgebracht, 4 Tage später dann unter dem Titel "Dino" mit unterschiedlichem Cover. Nur der Untertitel blieb gleich. Schon diese Tatsache ist sehr verwirrend und unnötig.

    Der Titel "#Crashtag" gefällt mir mit dem dazugehörigen Cover besser und noch passender.

    Das Buch spielt Mitte der 2020 Jahre, wo autonomes Fahren immer mehr in Mode kommt und es eigene Fahrstreifen dafür gibt, obwohl die Technik gerade mal bei Stufe 3 von 5 ist.

    Man merkt, dass das Buch von einem Autonarren geschrieben wurde und auch gut recherchiert ist, denn Autor kommen hier in vielen Varianten vor, alle ausgezeichnet bis ins Detail beschrieben.

    Insgesamt ist das Buch aber sehr schwer zu lesen, denn der Schreibstil ist schwülstig und zu ausführlich. Hier ein Beispiel: Nachdem vielleicht ein Metzgermeister dem Wagen die ersten 250000 Kilometer und einen leichten Reparaturstau zugemutet hatte, war er irgendwo in der Verwandschaft gelandet, die Folgebesitzer hatten ihn peu a peu zugerichtet wie ein Löwenrudel den hinkenden Kaffernbüffel...

    Die Spannung war für mich zu keiner Stelle vorhanden, wodurch auch sämtliche Merkmale, die ein Thriller besitzen sollte, verloren gingen.

    Auch der Humor, den der Autor einbaute, kam zu keiner Zeit bei mir an. Das liegt an der Klischeehaftigkeit zum einen und zum anderen an der Absurdität, dass der Hauptprotagonist sehr oft mit seinem Idol Steve McQueen redet (in Gedanken), was zwar am Anfang noch witzig ist, aber zu oft ausgelotet wird.

    Die Story an sich hätte, so wie auch im Klappentext beschrieben, durchaus Potenzial, aber in diesem Schreibstil und in diesem Detailreichtum mit vielen Facetten ist das leider gar nichts.

    Da ich mit dem Schreibstil überhaupt nicht zurechtkam und keine Spannung empfand, quälte ich mich durch das Buch in der Hoffnung auf Spannung oder ähnliches. Irgendwann gab ich dann aber entnervt auf und brach das Buch ab, was ich selten mache. Aber es gibt eben sehr viele Bücher, die besser sind und wo man die Zeit besser nützen kann.

    Fazit: Viele Autos, aber wenig Spannung bei schwulstig-schwierigem Schreibstil. Ein wahrer Crash. 1 Stern von 5 Sternen

  • King of Cool


    Ich habe den Zugang zu diesem Thriller schwer gefunden. Zu viele zu kurze Szenen die noch keinen Zusammenhang erkennen lassen. Aber wenn diese Bilder dann zusammenfinden, dann wird es ein hochinteressanter Thriller mit einem sehr explosiven Bezug zu unserer Zeit und den Themen, die uns derzeit beschäftigen. Autonomes Fahren beinhaltet auch sehr genaue GPS-Daten, also auch Überwachung, künstliche Intelligenz, MIOTY (My Internet of Things) um nur ein paar der heutigen Forschungsgebiete zu nennen, die beim Autonomen Fahren mit involviert sind. Wie gesagt, heute noch in der Forschung, wie wird das sein, in ein paar Jahren, wenn die Forschung dann flächendeckend angewandt wird?


    Und einige dieser Themen werden dann im Thriller auch gestreift. Ferngesteuerte Autos oder Hubschrauber, GPS Bestimmung über tausende von Kilometern hinweg, um zwei zu nennen.


    Die einzelnen wie abgehackt wirkenden Szenen, die ich eingangs erwähnte, verdichten sich zusehends, die Spannung steigt, die Schauplätze der Handlung verlagern sich mal von der französischen Riviera zu den USA, nach Bangkok und Vietnam. Und immer wieder Frankfurt wo ein Fahrrad fahrender Reporter der Vintage Autos liebt, nicht glauben kann, dass Straßenklassiker wie Lamborghini oder Porsche dermaßen schreckliche Unfälle verursachen können mit tödlichen Ausgang. Und so kommt unser Reporter einer ungeheuerlichen Verschwörung auf die Spur.


    Und so bewahrheitet sich wieder einmal der Spruch, dass die besten Erfindungen nur so gut sind, wie die Menschen sind, denen sie in die Hände geraten.


    Fritz Graber liebt nicht nur alte Autos, er hat auch eine große Schwäche für Steve McQueen. Seine Bewunderung geht so weit, dass er Zwiegespräche mit dem verstorbenen King of Cool hält. Diese Szenen habe ich besonders geliebt. Ist nämlich das Buch in einem flotten, vorwärts treibenden Spannung geladenen Stil geschrieben, sind diese Szenen lakonisch, ruhig, zurückgenommen, eben so cool wie Steve selber sie gesprochen hätte.

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