Mark Roderick - Morbus

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  • Verlagsinfo


    Er ist böse. Er tötet. Er sucht Erlösung.

    Der erste Standalone von Bestseller-Autor Mark Roderick – knallharte Spannung vor idyllischer Kulisse.

    Das alte, idyllisch gelegene Gutshaus in den Weinbergen strahlt Behaglichkeit aus, im Dorf geht es noch familiär zu. Für die Journalistin Mara Flemming genau der richtige Ort, um ihrem alten Leben in der Großstadt zu entfliehen.

    Doch warum sprechen die Einwohner immer vom “Unglückshaus“? Und was geschah mit dem Mädchen, das dort vor einigen Jahren spurlos verschwand?

    Zunehmend beschleicht Mara das Gefühl, dass da noch jemand im Haus ist. Dass jemand sie beobachtet. Auf sie wartet.


    Meine Meinung



    Thriller sind zwar kein oft von mir gelesenes Genre, aber ich tauche gerne auch mal ab in ein spannungsgeladenes Szenario, mit dem ich mir die Nacht um die Ohren schlagen kann.


    Wie im Klappentext geschildert geht es recht beschaulich los. Der Umzug in ein idyllisch gelegenes Gutshaus ist für Mara Flemming eine Flucht, vor dem Stress der Großstadt, ihrer Arbeit und ihrem untreuen Exmann.

    Allerdings erkennt sie recht schnell, dass doch ein Haken an dem günstigen Angebot für den Hauskauf war, denn es gibt einige Gerüchte, die sie an ihrer Entscheidung für den Umzug zweifeln lassen ... vor allem schüren sie ihre Neugier als Journalistin, aber je mehr sie in den Geheimnissen rührt, um so mehr kommt an die Oberfläche, bis sich die Ereignisse überschlagen.


    Mark Roderick hat einen einfachen, angenehmen Schreibstil, der sich flüssig lesen, mich aber ein bisschen die angespannte Atmosphäre vermissen lässt. Es gibt immer wieder kleine Spannungsbögen, von denen ich mir aber doch ein bisschen mehr erwartet hatte.


    Während Mara sich anfangs mit einem Vermisstenfall aus der Vergangenheit befasst, scheinen die Ereignisse immer mehr in die Gegenwart zu reichen. Plötzlich weiß man nicht mehr, wem man trauen darf, denn eine akute Gefahr für Mara und ihre Tochter wird immer greifbarer. Es scheint dabei aber kein Muster ersichtlich, was auf den Täter hinweisen könnte und gerade gegen Ende steigt die Spannung plötzlich rapide an, da man hin- und hergerissen ist, wer wohl hinter dem ganzen steckt.


    Mara selbst war für mich ein etwas "schwieriger" Charakter. Einerseits eine taffe Frau, die weiß, was sie will, mir aber in manchen Situationen in ihren Gedankengängen und Gefühlen nicht nachvollziehbar war. Auch andere Details haben mich an manchen Stellen irritiert, was die Glaubwürdigkeit etwas untergraben hat.


    Am Ende gibt es noch eine ziemlich "böse Überraschung", die ich aber ziemlich cool fand und einen perfiden, aber gelungenen Abschluss bietet.


    Mein Fazit: 3 Sterne

    1. (Ø)

      Verlag: FISCHER Taschenbuch


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