Ursula Poznanski - Grau wie Asche

  • Kurzmeinung

    frettchen81
    die Geschichte flüssig geschrieben, aber die Hauptfigur ist mir zu brutal
  • Kurzmeinung

    Tessa
    Unterhaltsamer Thriller,der mich aber nicht 100%-ig mitreißen konnte-es lag nicht am Schreibstil,eher an der Geschichte

Anzeige

  • Inhalt

    Carolin verkauft wieder Blumen auf dem Wiener Zentralfriedhof und hofft, dass die Kriminellen, vor denen sie auf der Flucht ist, sie nicht finden werden. Als Gräber geschändet werden, gerät sie in den Blick des ermittelnden Beamten, da ihre Neugier ihm auffällt. Um zu verhindern, dass er sich über ihre Vergangenheit erkundigt und die falschen Leute erfahren, wo sie sich versteckt, möchte sie die Polizei unbemerkt bei den Ermittlungen unterstützen.

    Zudem fühlt sie sich von einem Mann bedroht, woraufhin sie jenseits legaler Wege aktiv wird.


    Mir gefällt

    Nach und nach erfahren wir mehr über Carolins Vergangenheit als Polizei-Spitzel, die bereits in Band 1 erwähnt wurde. Der Kriminalfall rund um die Gräber ist spannend und in sich stimmig. Der Schreibstil der Autorin ist von der gewohnt sehr hohen Qualität.


    Mir gefällt nicht

    Nach der Lektüre des 1. Bandes fand ich diesen zu schwach. Carolins Leben ist in Gefahr, aber ihre Reaktionen in Band 1 waren viel spannender; jetzt wird sie durch eine Handlung kriminell, die sich lange hinzieht.


    Fazit

    Es handelt sich um einen guten Thriller, der aber Band 1 nicht das Wasser reichen kann.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Ursula Poznanski - Vanitas. Grau wie Asche“ zu „Ursula Poznanski - Grau wie Asche“ geändert.
  • Carolin ist nach Wien zurückgekehrt. Dort lebt sie weiterhin unter falschem Namen und arbeitet als Blumenhändlerin am Zentralfriedhof. Sie ist immer noch auf der Flucht vor der russischen Mafia. Diese wird mittlerweile zwar wissen, dass sie noch am Leben ist, aber immerhin keine Hinweise haben, dass sie sich in Wien aufhält – das hofft Carolin zumindest. Sie versucht sich möglichst unauffällig zu verhalten, doch dann öffnen Grabschänder immer wieder Gräber auf dem Friedhof und beschmieren Grabsteine mit satanistischen Symbolen. Die Polizei- und Medienpräsenz vor Ort macht es Carolin nicht leicht unter deren Radar zu verweilen, zumal sie selbst die Ermittler-Neugier gepackt hat.


    „Grau wie Asche“ ist der zweite Thriller der Vanitas Reihe der österreichischen Autorin Ursula Poznanski. Meiner Meinung nach bietet es sich hier an, den ersten Band vorher gelesen zu haben. Ein paar Dinge werden zwar wiederholt, aber die Kenntnisse aus dem ersten Band fand ich ganz hilfreich.


    Im ersten Band wurde groß angepriesen, dass die Blumenhändlerin mit der Sprache der Blumen kommuniziert. Daher war ich sehr enttäuscht, dass dieses nur einen ganz kleinen Raum im Roman einnahm. In der Fortsetzung taucht es ebenfalls nur am Rande auf, aber mittlerweile hatte ich das erwartet. Ansonsten hat mir der zweite Band besser gefallen, als er erste. Er ist kein nervenzerreißender Psychothriller, aber Poznanski hat eine interessante Story erdacht, Spannungsmomente eingebaut und einen flüssigen und leicht zu lesenden Roman geschrieben.


    Fazit: Mich hat der zweite Vanitas Band stärker überzeugen können, als der Auftaktband. Der Fall war interessant und hat mich gut unterhalten.

  • Die aus Band 1 Vanitas – Schwarz wie Erde bekannte Protagonistin Carolin Bauer ist wieder zurück im Blumenladen nahe dem Wiener Zentralfriedhof.


    Nach wie vor ist sie vorsichtig und schaut quasi immer über die Schulter und scannt ihre Umgebung, ob ihre „alten Freunde“ in der Nähe sind und sie gefunden haben. Zu Robert in München hält sie ihren Kontakt wieder über Blumengrüße, die geheime Botschaften darstellen.


    Auf dem Friedhof werden innerhalb kurzer Zeit mehrere Gräber geschändet und die Grabsteine mit satanistischen Zeichen beschmiert. Die Schädel der Leichen wurden abgetrennt und ein Hühnerkopf steckt zwischen den Zähnen. Alles sehr gruslige Situationen, aber dann gibt es noch eine „frische“ Leiche, die halb unter einer Grabplatte liegt? War es ein Leichenschänder und wurde er bei einer neuen Tat gestört? Zwischen den Toten muß es irgendeine Verbindung geben, nur welche? Carolin ist mehr zufällig immer in vorderster Front, weil die Auffundstellen auf dem Friedhof in der Nähe ihres Arbeitsweges zum Blumenladen liegen und sie täglich dort entlang muß. Aber ihr läßt das alles keine Ruhe, weil sie ständig in Angst um ihre eigene Sicherheit ist. Deshalb macht sie sich teilweise unsichtbar, indem sie sich in eine Hijab hüllt und sie nimmt zur Tarnung einen Kinderwagen mit auf ihre Erkundungstouren. Der stellvertretende Leiter des Ermittlungsdienstes Tassani befragt u.a. auch sie, weil sie immer vor Ort war und hat sie genau im Visier. Er mißtraut ihr, weil sie sich bei ihren Aussagen irgendwie zurückhält, nicht alles preisgibt was sie weiß und ihre Fingerabdrücke auch nicht abgibt. Was will sie vor ihm bzw. der Polizei verbergen? Und dann hat ihre Kollegin noch einen neuen Verehrer. Ihm gegenüber ist Carolin sehr mißtrauisch – zu Recht? Und was hat es mit der alten Hilde auf sich? Sehr viele offene und zu klärende Fragen. Wohin die Reise endgültig geht bzw. die Auflösung des Falles konnte erst im letzten Teil des Buches erahnt werden, wobei gerade dieser Teil berührt und unter die Haut geht. Und der Schluß macht neugierig auf den nächsten Band!






    Die Autorin hat einen flüssigen, spannenden Schreibstil, so daß die Seiten nur so dahin fliegen. Über die Figur von Carolin kann man sich streiten. Richtig sympathisch ist sie mir nicht und ihre Handlungen sind etwas unrealistisch. Ich denke hier vor allem an die Szenen im Zusammenhang mit der Geißel. Bei der Arbeit im Blumenladen wurde die Geduld von ihrem Chef und den Kollegen schon auf eine harte Geduldsprobe gestellt und ihr Verhalten war mehr als fragwürdig. Wobei die Geschichte mit den Blumengrüßen finde ich – wie schon in Band 1 - eine interessante Idee und begeistert mich auch in diesem Band. Die kurzen Wiederholungen aus der Vergangenheit (für eventuelle Neueinsteiger) fand ich richtig und gut dosiert.


    Das Cover gefällt mir wieder ausgesprochen gut. Sehr hilfreich fand dich den Lageplan des Wiener Zentralfriedhofs im Buchinnendeckel.


    Auch im zweiten Band wurde zwar der Fall gelöst, aber hinsichtlich Carolin bleiben immer noch Fragen offen. Ich warte gespannt auf Band 3 und hoffentlich die Beantwortung!

  • Ich-Erzählerin, mit Deckname Carolin „Caro“ Bauer, zurück in Wien und arbeitet in einer Friedhofsgärtnerei des Wiener Zentralfriedhofs. Die arme Caro ist sehr ich-fixiert mit Verfolgungsfantasien; über der kleinen Maus Caro die russische Mafia, dort hat sie als Polizeispionin/-informantin und Dokumentenfälscherin das Töten gelernt. Offiziell ist sie tot, aber die Russen sind ihr auf der Spur. Mit Spezialgewehren kennt sich Caro aus, sie wechselt von einem Sniperrifle zum anderen, von der amerikanischen Barrett zur kanadischen Cadex Kraken. Natürlich im Darknet gekauft. Was braucht das Mädl ein Scharfschützengewehr? Auf dem Friedhof zieht Caro magisch Leichen an, frische und alte. Caro wünscht sich, „optisch kugelsicher“ zu sein.

    Wir stellen uns die gleiche Frage wie Caro: „Warum mischt sie sich in Dinge ein, die sie nichts angehen?“

    „Ich habe ganz sicher ein psychisches Problem. Ich leide unter Angstzuständen, Schlaflosigkeit, Panikattacken, depressiven Verstimmungen, keine Wahnvorstellungen, nur leichte Paranoia, eben PTSD, Posttraumatic Stress Disorder“, sagt Caro.

    Was sich am Anfang wie eine Krimikomödie liest, entwickelt sich sehr spät zu einem echten Thriller. Es ist ja eigentlich lustig wie Caro durch ihr Leben und den Friedhof strauchelt, doch wartet man darauf, dass es „kracht“ und man wartet relativ lang darauf. Das ist eben Poznanskis Erzählstil.

    Und bitter ernst wird es wird es dann doch, mit einer sehr aktuellen Problematik.

    Es ist ein bekanntes Paradoxon, wer Grausamkeiten beschreibt, sehnt sich nach Harmonie und heiler Welt.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Über die Autorin (Amazon)

    Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren, wo sie mit ihrer Familie auch heute lebt. Die ehemalige Medizin-Journalistin ist eine der erfolgreichsten Autorinnen deutscher Sprache: Mit ihren Jugendbüchern (zuletzt «Erebos 2») steht sie Jahr für Jahr ganz oben auf den Bestsellerlisten, ihre Thriller für Erwachsene erfreuen sich ebenso großer Beliebtheit. Nun hat sie eine der ungewöhnlichsten Heldinnen der Kriminalliteratur geschaffen – eine Blumenhändlerin mit dunkler Vergangenheit…



    Produktinformation (Amazon)

    Format: Kindle Ausgabe

    Dateigröße: 1915 KB

    Seitenzahl der Print-Ausgabe: 381 Seiten

    Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (24. Februar 2020)

    Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

    Sprache: Deutsch

    ASIN: B07ZPVGVGD



    Volle Bewertungszahl

    Vorerst hat Carolin Bauer es geschafft: Sie ist zurück in der Blumenhandlung in Wien am Zentralfriedhof. Doch ihre Verfolger wissen, dass sie noch am Leben ist, doch scheinen sie ihre Spur in Mönchen verloren zu haben. Carolin fühlt sich wieder etwas sicherer als plötzlich der Friedhof von Grabschändern besucht wird. Es werden immer wieder Gräber geöffnet, die Überreste heraus geholt und die Grabsteine beschmiert. Und dann liegt eines Tages auch eine frische Leiche auf einem der Gräber. Ist diese Person den Schändern in die Quere gekommen? Carolin gefällt es gar nicht, dass der Friedhof nun öffentliche Aufmerksamkeit erfährt. Außerdem ist auch noch die Polizei rund um den Friedhof verteilt. Aber ein junger Mann, der seit Kurzem immer wieder den Blumenladen besucht weckt ihre Aufmerksamkeit und sie entschließt sich zu einem folgenreichen Schritt…



    Meine Meinung

    Der zweite Band der Vanitas-Trilogie von Ursula Poznanski ließ sich ebenso gut lesen wie der erste. Der Schreibstil der Autorin war wieder unkompliziert und ohne Unklarheiten im Text. In der Geschichte war ich auch wieder schnell drinnen und konnte mich auch in Carolin hineinversetzen. Carolin, die aus Furcht vor den verbrecherischen Karpins einen anderen Namen bekommen hat und in Wien untergetaucht war. Mit ihr konnte ich fühlen und verstehen, dass sie bei allem, was in ihrer Nähe geschah, befürchtete, die Karpins hätten sie entdeckt. Außerdem merkte der Kommissar, der die Grabschändungen und den Mord bearbeitete, dass sie etwas vor ihm verbarg. Doch Carolin schwieg eisern. Sie vertraute sich niemandem an aus Angst, auf der einen Seite ins Gefängnis zu kommen, auf der anderen den Karpins ausgeliefert zu werden. Wie lange wird sie das noch durchhalten? Und was ist dieser folgenschwere Schritt, der im Klappentext erwähnt wird? Der geneigte Leser wird dies beim Lesen des Buches herausfinden. Ich habe dieses Buch ebenso gerne gelesen wie den ersten Band: Vanitas – Schwarz wie Erde. Es hat mich genauso gefesselt in seinen Bann gezogen und sehr gut unterhalten- Von mir für diesen spannenden Thriller eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Liebe Grüße
    Lerchie



    _______________________
    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • Da Band eins mich nicht überzeugt und doch auch nicht ablehnend zurück lies, musste ich den 2. Band auch lesen.


    Die Autorin schreibt wie gewohnt flüssig und zeichnet die einzelnen Figuren mit ihren Ecken und Kanten.

    Carolin Bauer ist weiterhin paranoid, ängstlich und ist froh, wenn sie einfach Blumen binden, Stecken und rupfen kann für Gestecke. Ein wenig Sorgen macht sie sich schon, da sie keinen Kontakt zu ihrem Kommissar in Frankfurt hat und nicht weiß, ob sie entdeckt wurde oder nicht.

    Da wird auf dem Friedhof eine Grabschändung entdeckt und sie ist wieder gegen ihren Willen in der Nähe von polizeilichen Ermittlungen. Und wie es ihre Art ist, will sie sich mit Wissen um die Ermittlungen absichern, dass das alles nichts mit ihr zu tun hat und alles schnell geklärt ist, um keine Aufmerksamkeit zu erzeugen.

    Die Nebenhandlung mit der Kollegin wird dann zu viel für mich, da überschreitet Carolin die Grenze und es wird unglaubwürdig.

    Das ermitteln im Fall der Grabschändungen mit den Verkleidungen, das Hinterher spionieren vom potentiellen Freund und alles trotz Paranoia und Angstzuständen ist mir zu sehr Superwomen. Interessant war ihre Geschichte, die man im Buch erfährt.


    Der Kriminalfall um die Grabschändungen ist toll ausgedacht, der Hintergrund ist sehr realistisch.

    Carolins Entwicklung zur gewaltbereiten Frau gefällt mir nicht. Da konnte ich nicht mehr mitgehen.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: Sterne gebe ich.

Anzeige