Markus Heitz - Der Triumph der Zwerge

  • Kurzmeinung

    Hirilvorgul
    Auch wenn einiges offen bleibt: ein spannender Abschluss der Zwerge-Reihe. Johannes Steck überzeugt wie immer.

Anzeige

  • Eigene Beurteilung/Eigenzitat aus amazon.de:


    Nur ein Zyklus ist seit den Ereignissen in „Die Rache der Zwerge“ vergangen und nachdem es nu ein probates Mittel gibt, die Elben von den Albae zu unterscheiden beginnen Erstere eine Migration in ihre alten angestammten Gebiete, aus denen sie vor all den kriegerischen Auseinandersetzungen stammten. In Verhandlungen mit den Zwergen und den anderen Stämmen verhandeln sie deswegen um Land, Schutz und Nahrung. Doch bereits die ersten Verhandlungen zu dieser demographischen Verschiebung mündet in einem Attentatsversuch und viel neuer Unruhe im Verborgenen Land.


    Währenddessen ist Ingrimmsch froh, dass er die Verantwortung als Großkönig teils an Rodario, den Unerreichbaren abgeben konnte, der nun über das Geborgene Land herrscht und Ingrimmsch sich auf die Belange der Zwerge konzentrieren lässt. Doch dann taucht eine junge Frau bei verschiedenen Versammlungen auf, deren Anwesenheit scheinbar direkt auf einige der Versammlungspartner zu wirken scheint – wie etwa auch auf Rodario, der die junge Frau auch schnell als eine Art Mündel annimmt. Von diesem Zeitpunkt an nehmen die Entwicklungen im Verborgenen Land eine ganz neue und unerwartete Richtung. Eine Richtung, die den neu gewonnenen Frieden – und vor alle Dingen auch die Position der Zwerge insgesamt - sehr in Frage stellt. Und dann taucht auf einmal jemand auf, mit dessen Ankunft nun wirklich niemand mehr rechnen konnte und der etliche Sicherheiten, die sich der Leserschaft am Ende von „Die Rache der Zwerge“ ergeben hatten, in Frage stellt. Und auch einige andere langbekannte Charaktere weisen auf einmal ganz unerwartete Geheimnisse auf, die einen die bisherigen Ereignisse in den vorhergehenden vier Romanen hinterfragen lassen.


    Wieder sehr wendungsreich, amüsant und überraschend. Und das Ganze endet mit einem kleinen Cliffhanger, denn schließlich ist dies zwar das Ende der Geschichten aus der Sicht der Zwerge, aber nicht das der Geschichten aus dem Geborgenen Land, dem Jenseitigen Land und allen möglichen anderen Gebieten.


    Einige Kritiker haben bemängelt, dass die Hörbücher in dieser Ausgabe Textkürzungen aufweisen, wobei ich als Fan der Tony-Robinson-Terry-Pratchett-Hörbuchschöpfungen zur Scheibenwelt eine dramaturgisch durchdachte Kürzung eines Buchs für die auditive Umsetzung durchaus zu schätzen weiß. Hier hätte mir das durchaus auch behagt, denn stellenweise wird es doch ein wenig lang. Insgesamt aber eine in sich gut strukturierte und abgeschlossene Erzählung, die nicht umsonst auch als deutscher „Herr der Ringe“ gesehen wird.

Anzeige