Viola Eigenbrodt - Marmor, Wein und Bienengift

Marmor, Wein und Bienengift

4 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Band 2 der

Verlag: Independently published

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 252

ISBN: 9781074568559

Termin: Neuerscheinung Juni 2019

  • Kurzmeinung

    ginnykatze
    Ein kurzweiliger Krimi mit einem gut dosierten Schuss Lokalkolorit und interessanter Entwicklung.
  • Warum sollte jemand, der ein Auto hat, plötzlich mit dem Zug fahren?“


    Als im südtirolischen Marmorstädtchen Laas die Leiche einer jungen behinderten Frau gefunden wird, sind viele Personen verdächtig. Denn als die Identität der Leiche bekannt wird, ist der ganze Ort Laas und auch Göflan nebenan, im Blickfeld der Ermittler.


    Die Kommissare Matthias Ohnewein und Franco Marini arbeiten eng zusammen und durch einen längeren Ausfall ihrer Kollegin Lolita Mitteregger, bringt sich der Polizeichef Hubert Pixner, selbst in die Ermittlungen mit ein.


    Um Licht ins Dunkle zu bringen sind die Methoden der verschiedenen Polizeiapparate nicht immer gradlinig, sondern manches Mal unkonventionell, aber nichtsdestotrotz vertretbar.


    Viele Personen sind involviert und als dann noch die Kräuterfrau Elisabeth Premstaller und die Journalistin Christa Rossi auf der Bildfläche erscheinen und von S/M-Praktiken die Rede ist, ist hier Jeder verdächtig. Aber was haben Bienen und ihr Gift mit dem Ganzen zu tun?


    Fazit:


    Die Autorin Viola Eigenbrodt nimmt uns in ihrem Krimi „Marmor, Wein und Bienengift mit nach Südtirol. Das gelingt ihr sehr gut und ich bin mitten drin im kleinen Örtchen Laas.


    Der Schreibstil lässt sich gut lesen. Manchmal bleibe ich am Dialekt hängen und überlege, ob ich den Sinn richtig verstanden habe. Aber man gewöhnt sich schnell daran und so komme ich gut voran.


    Die Protagonisten gefallen mir alle durch die Bank weg. Auch ihre Charakterisierungen haben mich überzeugt. Hauptkommissar Hubert Pixner hat mir besonders gut gefallen. Auch die anderen Kollegen fand ich sympathisch. Es gab aber auch unangenehme Figuren, Ich hatte von Irene Gurtschler direkt ein Bild vor Augen. Ungepflegt und unsympathisch. Auch Bernie war nicht gerade der Mann meiner Frauenträume.


    Mir fehlte es allerdings an Spannung. Einige Beschreibungen waren mir zu langatmig und irgendwie unwichtig für den Kriminalfall. Hier kamen dann einige Längen zustande. Die Ermittlung selbst schlich ganz langsam vor sich hin. Das Ende war dann sehr überladen mit der Aufklärung, die für mich auf den wenigen Seiten zu geballt ausfiel. Ein wenig mehr über das Buch verteilt, wäre es durchweg auf Spannung aufgebaut geblieben.


    Alle losen Fäden werden zum Ende hin zusammengeführt. Geschickt führt uns die Autorin auf verschiedene Fährten. Die eingeflochtene Geschichte mit den SM-Erwähnung fand ich gelungen und ins Bild passend. Ich hatte auch eine Vermutung vom Täter/In, die ich dann schnell wieder verwarf und am Ende nicht damit gerechnet hatte, dass ich doch richtiglag.


    Ein kurzweiliger Krimi mit einem gut dosierten Schuss Lokalklorit. Hier kommen von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

    Antoine de Saint-Exupéry. Aus: Der kleine Prinz

  • Commisario Georg Tappeiner wird zu einer Leiche gerufen , die in einem Steinbruch liegt in dem Marmor abgebaut wird . Nach einigen Recherchen stellt sich heraus , dass es die behinderte Monica Kofler ist . Da Monica auch schon bei den Paralympics mitgemacht hat , ist sie keine Unbekannte . Aber wie ist sie dort hingekommen ? Wo ist das Auto , ihr Rollstuhl ?


    Dieser Regionalkrimi spielt in Südtirol , in Laas . In diesem Buch wird der Leser mit der Gegend bekannt gemacht . Was ich sehr gut finde , es wird alles genaustens beschrieben . Die Charaktere sind sympathisch , mit allen ihren Ecken und Kanten . Ab der Mitte fing es für mich an , richtig spannend zu werden . Die Ermittlungen gehen in die Politik , aber auch in eine ganz andere Richtung , nämlich zu SM Praktiken die wahrscheinlich mit dem Mord in Zusammenhang stehen .


    Fazit : Auf den ersten Seiten bin ich nicht ganz so gut in das Buch hineingekommen . Es lag daran ,dass ich mich auf die verschiedenen Namen konzentrieren musste um sie nicht durcheinander zu bringen . Das legte sich aber nach einiger Zeit . Der Schreibstil ist gut zu lesen , ab und zu sind auch regionale Wörter und Sätze mit eingeflossen .

    Es ist ein kurzweiliger Krimi , der leicht zu lesen ist . Das Buch hat von allem etwas , Spannung , akribische Ermittlung , sympathische Ermittler .

    Das Cover passt hervorragend zu diesem Regionalkrimi ,besonders die Schuhe . Aber auch der Wein spielt in diesen Buch eine Rolle . Ich finde dieses Buch unterhaltsam , der Leser wird mit Sehenswürdigkeiten und dem regionalen Essen bekannt gemacht und mit den Eigenheiten der Bewohner .


    Klapptext : Ein Unterhaltungskrimi mit fantasievoller Erotik vor alpinem Hintergrund, Lokalkolorit und viel Südtirol-Insiderwissenum das sympathische Ermittler-Duo Matthias Ohnewein und Franco Marini. Im Marmorstädtchen Laas wird auf der historischen Schrägbahn die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Ihr Schädel wurde mit einem Marmorblock zertrümmert, die Identität zunächst schwer zu bestimmen. Verdächtig sind nicht nur der dubiose Bruchbesitzer, sondern auch rechtsextreme Gruppierungen im oberen Vinschgau. Die beiden Kommissare, unterstützt von der schillernden Figur ihres Polizeichefs und einer höchst mysteriösen Kräuterfrau, kommen bald einer gewagten S/M Praxis auf die Spur, die unmittelbar mit dem Mord zu tun hat. Und einem geheimnisvollen natürlichen Potenzmittel, gewonnen.

    Dieser Krimi bekommt von mir vier Sterne :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: