Tomke Bekker - Alles Auf Anfang

Anzeige

  • Klappentext

    Nach der letzten großen Enttäuschung ist David überzeugt: Eine feste Beziehung kommt für ihn nicht in Frage. Lieber konzentriert er sich auf seine Arbeit im Kindergarten und auf seine berufliche Zukunft. Doch als er auf einer Party Kai begegnet, gerät sein Entschluss ins Wanken. Denn der schüchterne Nerd mit der Brille ist nicht nur genau sein Typ, sondern sucht nach seinem späten Outing und einer gescheiterten Ehe dringend Anschluss. Trotzdem bleibt David misstrauisch: Warum leidet Kais kleine Tochter an wiederkehrenden Angstattacken? Was hat dessen Exfrau damit zu tun? Und kann David ihm wirklich vertrauen?


    Eigene Meinung

    Um es gleich vorwegzunehmen: Mir hat dieser Roman rundum gut gefallen.

    Sowohl David und Kai, aus deren Ich-Perspektive die Handlung abwechselnd geschildert wird, sind beides liebenswerte, sehr lebendig ausgearbeitete Charaktere mit allerhand Ecken und Kanten. Kai ist ein teilweise schüchterner Nerd, der erst spät zu seiner sexuellen Orientierung gefunden hat. David hat deutlich mehr Erfahrung mit Beziehungen, die ihn allerdings desillusioniert haben. Er ist ein sehr guter Erzieher, was in den Szenen im Kindergarten und mit Kais Tochter Mira deutlich wird. Da ich selbst mal einige Jahre als Erzieherin gearbeitet habe, ist mir das positiv aufgefallen an diesem Roman. Überhaupt dreht und wendet sich hier sehr viel um den Alltag mit der vierjährigen Mira und es gibt generell viele angenehme Alltagsbeschreibungen, quasi wie aus dem Leben gegriffen. Mit anderen Worten: Ein richtiger „Feel-Good”-Roman.

    Ich mag Diversität in Büchern sehr, und hier habe ich einiges in dieser Richtung gefunden – David hat einen muslimischen Mitbewohner, auf einem Fest tanzt er mit einer trans Frau, er hilft seiner älteren Nachbarin im Alltag und noch einiges mehr. Um all das macht die Autorin kein Drama, die diversen Nebenfiguren sind ganz selbstverständlich Teil der Handlung, ohne dass dies einen Schwerpunkt bildet oder zu Konflikten führt.

    Positiv fand ich auch die Darstellung von Kais Exfrau. Darüber verrate ich aber nicht mehr, um nicht zu spoilern.

    Natürlich gibt es dennoch Konflikte - Kai und David müssen mehr als ein Missverständnis und allerhand Probleme aus dem Weg räumen, aber das alles wirkte auf mich realistisch und nicht überzogen.

    Explizite Szenen gibt es auch, die aus meiner Sicht gut geschrieben sind und die Gefühle/Empfindungen der beiden Protagonisten deutlich veranschaulichen. Diese Szene halten sich allerdings in Grenzen, was auch am Lauf der Handlung liegt.

    Der Roman ist mit Cotent Notes ausgestattet, die übersprungen werden können, wenn man sie nicht lesen möchte. Sie sind auch auf der Webseite der Autorin zu finden.

    Ich für meinen Teil bin gespannt auf weitere Werke vom Tomke Bekker.


    Das Buch auf der Webseite der Autorin:

    https://tomke-bekker.de/index.php/meine-buecher/

Anzeige