Wolfgang Büscher, Christine Kensche, Uwe Schmitt - Acht deutsche Sommer

  • Buchdetails

    Titel: Acht deutsche Sommer


    Verlag: Rowohlt Berlin

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 192

    ISBN: 9783871348358

    Termin: April 2016

  • Bewertung

    2.5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

  • Inhaltsangabe zu "Acht deutsche Sommer"

    Acht Männer und Frauen erzählen Geschichten, die ihr Leben veränderten. Ihre vergangenen Sommer zeugen von den Auf- und Umbrüchen zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und heute: Da ist der Junge aus Breslau, der mit siebzehn seinen Fronteinsatz übersteht und im Sommer 1945 seine in alle Winde zerstreute Familie sucht; der Student, der in den Sechzigern Zeugen des Auschwitz-Prozesses betreut; das Mädchen in Bonn, das im Sommer 1975 zur Heldin des Frauenfußballs wird; der IT-Experte aus Leipzig, den die Stasi im Sommer 1985 als Oppositionellen kaltstellt; die junge Frau, die im Sommer 1995 im vereinten Berlin zum Star der Technoclubs aufsteigt; oder auch der junge Mann aus Syrien, der nach Deutschland floh und im Sommer 2015 sagt: Ja, ich will hier bleiben, leben, arbeiten. Ein Buch, das wie nebenbei die jüngere deutsche Geschichte erzählt. Ganz individuelle Erlebnisse, die aber den Geist der jeweiligen Zeit in sich tragen: roher, wilder Nachkrieg – Aufbaujahre, Modernität um jeden Preis – die Vergangenheit holt uns ein – Aufbruchsjahre, auch der Frauen – es rumort im Osten – die große Party nach dem angeblichen Ende der Geschichte – die Geschichte ist aber wieder da, wir führen wieder Kriege – und zuletzt ein Blick in die Zukunft. Acht biographische Probebohrungen in die Zeitgeschichte, die zugleich eine Entdeckung unseres Landes sind.
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  • Original : Deutsch, 2016


    INHALT und BEMERKUNGEN :

    Die drei Autoren erzählen die Geschichten von acht Männern und Frauen, was ihr Leben veränderte und was vielleicht symptomatisch für eine Epoche ist. Ihre vergangenen Sommer (alle zehn Jahre eine Geschchte, von 1945 bis 2015) zeugen von den Auf- und Umbrüchen zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und heute:


    - da ist der Junge aus Breslau, der mit siebzehn seinen Fronteinsatz übersteht und im Sommer 1945 seine in alle Winde zerstreute Familie sucht (« Der junge Mann, der mein Vater war » - W.B.)


    - « Aus Ruinen nach Amerika » (W.B.), die Geschichte von Jochen Langemann, der 1954 16-jährig in die USA geht, und dort die Politisierung des ganzen Lebens entdeckt. Als er 1955 nach Kassel heimkehrt meint er, dass aus der Trümmerstaat nun definitiv im Aufbau sich befindet


    - der Student Peter Kalb wird in den Sechzigern Zeugen des Auschwitz-Prozesses betreuen (« Der Prozeß » - W.B.). Also wäre doch nicht alles vor ‘68 Vertuschung gewesen ?


    - das Mädchen in Bonn, das im Sommer 1975 zur Heldin des Frauenfußballs wird (« Das Wunder von Bonn » - Chr K.)


    - der IT-Experte aus Leipzig, den die Stasi im Sommer 1985 als Oppositionellen kaltstellt (« Leipzig – eine Jugend im Wartesaal » - U.Schm.)


    - die junge Frau Ellen, die im Sommer 1995 im vereinten Berlin zum Star der Technoclubs aufsteigt (« Der Himmel unter Berlin » - Chr K.)


    - « Unser Mann am Hindukusch » (U.Schm.) erzählt von deutschen Soldaten in Afghanistan und wie sie halb vergessen, verleugnet von der deutschen Bevölkerung unter der Doppelmoral leiden : ja zu einer deutschen Armee, aber bloß keine Wertschätzung.


    - der junge Mann aus Syrien, der nach Deutschland floh und im Sommer 2015 sagt: Ja, ich will hier bleiben, leben, arbeiten (« Der Damaszener » - U.Schm.)


    Ein Buch, das wie nebenbei die jüngere deutsche Geschichte erzählt. Ganz individuelle Erlebnisse, die aber den Geist der jeweiligen Zeit in sich tragen: roher, wilder Nachkrieg – Aufbaujahre, Modernität um jeden Preis – die Vergangenheit holt uns ein – Aufbruchsjahre, auch der Frauen – es rumort im Osten – die große Party nach dem angeblichen Ende der Geschichte – die Geschichte ist aber wieder da, wir führen wieder Kriege – und zuletzt ein Blick in die Zukunft. Acht biographische Probebohrungen in die Zeitgeschichte, die zugleich eine Entdeckung unseres Landes sind.

    (Vorhergehendes mit vielen Elementen aus der amaz., bzw Produktbeschreibung, jedoch erweitert)


    Diese Erzählungen sind authentische Schilderungen von Schicksalen, Lebensläufen. Dabei sind sie sicherlich eingebunden in ein geschichtliches Umfeld, das manchmal das symbolisch angegebene Jahr übersteigt. Jedoch kann man sich natürlich fragen, inwieweit diese Leben repräsentativ sind oder wohl nicht auch den Aussagen und Intentionen der Autoren entgegenkommen. Insbesondere die männlichen Verfasser scheinen nicht um politisierbare, und teils konservative Wertanschauungen vorbeizukommen. Mich persönlich hat das doch teils geärgert, bzw auch leicht enttäuscht. Wenn man dann jedoch berücksichtigt, dass sie alle drei bei der « Welt », bzw « Welt am Sonntag » arbeiten, oder gearbeitet haben, dann ist eine gewiße Tendenz eben unvermeidbar. Da gefielen mir die beiden Frauenportraits von Christine Kensche noch am Besten !


    AUTOREN :

    Wolfgang Büscher (* 20. Mai 1951 in Volkmarsen bei Kassel) ist ein deutscher Journalist, Autor und Fernwanderer. Büscher absolvierte 1970 das Abitur und studierte anschließend 'Politische Wissenschaften' an der Philipps-Universität Marburg. Er schrieb lange Jahre für die Zeit, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und für die Zeitschrift Geo und leitete bis März 2005 das Ressort Reportage bei der Die Welt. Bekannt wurde Büscher mit seinen Fernwanderungen. Er wanderte nicht nur durch Nordamerika und Osteuropa, er umrundete auch Deutschland an dessen Grenzgebieten. Büschers Stil sind tief recherchierte und historisch geprägte Reiseberichte. 1998 erschien seine erste Buchveröffentlichung Drei Stunden Null. Deutsche Abenteuer. Etliche Preise. Büscher ist verheiratet und hat zwei Kinder.


    Christine Kensche, geboren 1982, hat Geschichte, Politik und Germanistik in Bonn und Rom studiert, berichtete als freie Reporterin aus Italien, Israel, Gaza und dem Westjordanland und ist seit 2014 Redakteurin der «Welt» und «Welt am Sonntag».


    Uwe Schmitt, geboren 1955, schrieb lange für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung», bevor er 1999 zur «Welt» wechselte. 1995 erhielt er den Joseph-Roth-Preis, 1997 den Theodor-Wolff-Preis. Sein Buch «Tokyo Tango. Ein japanisches Abenteuer» (1999) wurde viel gelobt.



    Gebundene Ausgabe: 192 Seiten

    Verlag: Rowohlt Berlin; Auflage: 1. (22. April 2016)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 9783871348358

    ISBN-13: 978-3871348358

    ASIN: 387134835X

  • Das hört sich sehr, sehr gut an. Genau mein Thema.

    signed/eigenmelody

    Mit jeder Lektüre erfindet sich ein Buch neu.

    - Pierre Bayard