Alexander von Humboldt - Sämtliche Schriften: Berner Ausgabe (Hrsg. Oliver Lubrich/Thomas Nehrlich)

  • Buchdetails

    Titel: Sämtliche Schriften


    Verlag: dtv

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 6.848

    ISBN: 9783423590884

    Termin: Neuerscheinung August 2019

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  • Inhaltsangabe zu "Sämtliche Schriften"

    Ein intellektueller Kontinent wird neu vermessen: Sämtliche seit 150 Jahren ungedruckten Schiften Alexander von Humboldts Alexander von Humboldt (1769-1859), aus einer preußischen Adelsfamilie stammend, war Forschungsreisender, Naturwissenschaftler, Homme de Lettres, bekannt mit allen großen Dichtern und Denkern und der internationalste Publizist seiner Zeit. Neben zahlreichen Büchern veröffentlichte er rund 800 Artikel und Essays. Diese Schriften erschienen in 15 Sprachen in 750 internationalen Zeitungen und Journalen auf fünf Kontinenten - und wurden nach seinem Tod nie gesammelt herausgegeben und auch einzeln größtenteils nie wieder nachgedruckt. Seine Schriften berichten von Humboldts Expeditionen und leisten wesentliche Beiträge zu einer Vielzahl Forschungsgebieten - von der Anthropologie bis zur Klimatologie. In ihnen nimmt Alexander von Humboldt Stellung zu politischen und ökonomischen Themen, zum Kolonialismus, zur Sklaverei, zur Judenemanzipation, zum Welthandel. Er entwirft wissenschaftliche Programme und Visionen - für weltweite Beobachtungsstationen, multimediale Erlebnisräume und einen Panama-Kanal. Nicht zuletzt sind Humboldts Schriften von besonderer ästhetischer Qualität. Denn der Verfasser des 'Kosmos' war nicht nur einer der klügsten Köpfe des 19. Jahrhunderts und ein glänzender Stilist, er war auch ein Meister der kleinen Formen. Die von einem Team um die international renommierten Humboldt-Experten Oliver Lubrich und Thomas Nehrlich herausgegebene 'Berner Ausgabe Sämtlicher Schriften' hebt diesen ungeheuren Schatz. Neben seinen Forschungsergebnissen enthalten Humboldts Schriften zahllose Informationen zu seinem Leben. Seine Biografie wird auf dieser Grundlage neu zu schreiben sein. Vor allem aber sind seine Schriften eine Einladung zur Reise - und zur Lektüre. Die Studienausgabe der 'Sämtlichen Schriften' Alexander von Humboldts erscheint in sieben Text- und drei papierbezogenen Kommentarbänden in einem papierbezogenen Schmuckschuber. Die Groß-Oktav-Bände im Format 17 x 24 sind in der Minion gesetzt, zweifarbig auf holzfreiem und alterungsbeständigem Werkdruckpapier gedruckt, in Fadenheftung stabil gebunden und enthalten ein Lesebändchen. Band I: 1789-1799 (96 Erstdrucke, 11 Nachdrucke, ca. 576 S.) Band II: 1800-1809 (80 Erstdrucke, 20 Nachdrucke, ca. 816 S.) Band III: 1810-1819 (70 Erstdrucke, 16 Nachdrucke, ca. 704 S.) Band IV: 1820-1829 (131 Erstdrucke, 27 Nachdrucke, ca. 912 S.) Band V: 1830-1839 (105 Erstdrucke, 9 Nachdrucke, ca. 576 S.) Band VI: 1840-1849 (173 Erstdrucke, 5 Nachdrucke, ca. 752 S.) Band VII: 1850-1859 (258 Erstdrucke, 50 Nachdrucke, ca. 784 S.) Band VIII: Werkzeuge (Personen- und Ortsregister, Glossare, Inhalts- und Quellenverzeichnis, Einführung und Editorischer Bericht, ca. 400 S.) Band IX: Übertragungen (Übersetzungen der nicht auf Deutsch erschienenen Texte, ca. 400 S.) Band X: Durchquerungen (Transversalkommentare, die Fragestellungen durch das gesamte Corpus sichtbar machen, ca. 400 S.)
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  • Keine Ahnung, wie viel Zeit ich dafür benötige, es ist mir auch egal, jedoch möchte ich euch nicht das Lesen dieses interessanten Schubers vorenthalten. Da sich aber kaum jemand so viel Material freiwillig antun dürfte, mit Ausnahme derer, die vielleicht Biologie oder Geologie studieren oder Alexander von Humboldt als Person selbst, nehme ich euch einfach mit. Schon seit Erscheinen bin ich um diese Sammlung herumgeschlichen und in Leipzig habe ich dann "Nägel mit Köpfen" gemacht. Der Schuber musste her und steht nun bei mir bereit, entdeckt zu werden.


    Ob ich das durchhalte? Keine Ahnung. Einen Versuch ist es aber wert.


    Zu den Herausgebern (u.a.):


    Oliver Lubrich

    Oliver Lubrich wurde 1970 in Berlin geboren und ist ein deutscher Literaturwissenschaftler, seit 2011 Professort für Neuere Deutsche Literatur und Komparatistik an der Universität Bern. Zahlreiche Werke Alexander von Humboldts editierte er und arbeitete seit 2013 an der "Berner Ausgabe" bisher uneditierter Schriften und Aufsätze Alexander von Humboldts.

    Thomas Nehrlich

    Ist ebenso Literaturwissenschaftler und Dozent am Berner Literaturinstitut, studierte Deutsche Philologie und Komparatistik in Berlin und Paris. Von 2009-2011 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Freien Universität Berlin, ist it Lubrich leitend an der Edition der Berner Ausgabe tätig gewesen.


    Zu Alexander von Humboldt:

    Alexander von Humboldt wurde 1969 in Berlin geboren und lebte bis 1859, war ein deutscher Forschungsreisender und Gelehrter, der als Mitbegründer der Geografie und empirischen Wissenschaften gilt. Im Laufe seines Lebens unternahm er Forschungsreisen nach Lateinamerika, den USA und Zentralasien, forschte auf den Gebieten der Physik, Geologie, Mineralogie Botanik, Zoologie und Astronomie (usw.). Er erhielt Zeit seines Lebens zahlreiche Auszeichnungen und Doktorwürden, gilt als letzter Universalgelehrter, sprach etwa ein Dutzend Sprachen und erkannte schon früh kreisläufe, wie den Klimawandel, nahm zu zahlreichen technischen und politischen Themen Stellung.


    Zu dieser Ausgabe:

    Alexander von Humboldt, der von 1769-1859 lebte, war nicht nur Forschungsreisender und Naturwissenschaftler, sondern auch der internationalste Publizist seiner Zeit. Neben zahlreichen Büchern veröffentlichte er hunderte Schriften, Aufsätze, Essays, Artikel und Briefe, Beiträge zum Werk anderer Autoren. In nationalen und internationalen Medien, in mehr als ein dutzend Sprachen und an über 440 Orten auf fünf Kontinenten. Beiträge zum Bergbau, zur Geologie, Technik, Anthropologie, Zoologie bis hin zur Klimatolgie. Er nimmt Stellung zu politischen themen wie Kolonialismus, Sklaverei, dem Welthandel oder der Judenemanzipation, entwickelte dabei zahlreiche wissenschaftliche Programme. 95 Prozent seiner Texte waren bisher nicht erschlossen, seit Humboldts Tod nie wieder gedruckt worden, rund 80 Prozent der Texte bibliographisch überhaupt nicht erfasst. Grund genug, das einmal zusammen zu tragen.


    In der Berner Ausgabe, die nach den beiden Herausgebern so benannt ist, hat man dies versucht, mit mehrjähriger Vorarbeit natürlich. Sämtliche Veröffentlichungen, zusammen mit Nachdrucken und Übersetzungen, ein Band pro Publikationsjahrzehnt, weitere 2700 Fassungen, die darüber hinaus veröffentlicht wurden, werden ohnline zugänglich gemacht, sowie textale Ergänzungen.


    Die Ausgabe versteht sich dabei als Archivausgabe. Die letzten drei Bände innerhalb des Schubers, insgesamt sind es zehn Stück, umfassen die Übertragungen seiner bisher nicht übersetzten Schriften ins Deutsche, sowie Durchquerungen und Werkzeuge, sprich das Verbinden von unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen, das interdisziplinare Forschen und Denken, sowie die Werkzeuge dazu. Das Werk gibt es in der von mir benutzten Studienausgabe und, etwas edler, in einer in Leinen gebundenen Vorzugsausgabe, limitiert und handnummeriert, unterscheidet sich jedoch nicht vom Inhalt von einander. Es ist eine wissenschaftliche Ausarbeitung, kann darüber hinaus der Natur- und Geschichtsforschung dienen, erfordert in jedem Falle viel Aufmerksamkeit.


    In sofern bin ich gespannt, diese Schriften zu entdecken.


    Radio Bremen - Beitrag I dtv Spot I KOSMOS Lesung - Kritik und Kompromiss I Oliver Lubrich Interview I

    TV Berlin Spezial

  • Ich werde immer den Band nennen, den Abschnitt, den ich gelesen habe und die Seitenzahl, sowie meinen Eindruck kurz schildern.

    Wenn erwähnenswert, gehe ich auf bestimmte Texte gesondert ein.


    Alexander von Humbold, Sämtliche Schriften (Berner Ausgabe)

    Hrsg. von Oliver Lubrich, Thomas Nehrlich (u.a.) - Band 1: 1789-1799

    Von Beginn bis Seite 52.


    Die ersten erfasstenm Texte behandeln Themen der Botanik und Technik. Über neuartike Webstühle hat Humbokldt geschrieben, sowie einen Vergleich gestellt, zu schon bestehenden maschinen, es gibt Texte und von Humboldt selbst verfasste Korrekturen und Ergänzungen über die Entstehung von Basaltgestein, sowie zur Pflanzenkunde, hier insb. die Erfassung und Einordnung, sowie kurz Nutzen verschiedener Gräser. Ein paar der Texte sind, da in einer anderen Sprache erschienen (Französisch), auch in der selben abgedruckt, werden wohl in den letzten drei Bänden übersetzt, wenn ich das richtig verstanden habe.


    Bei den deutschen Texten muss sich konzentrieren beim Lesen, kann das dann aber gut erfassen. Das liegt an der schreibweise bestimmter Worte und Begrifflichkeiten, sowie an der damals üblichen Ausderucksweise. Interessant fand ich hier den Text über die Technik von Webstühlöen. Hier merkt man humboldts allumfassendes Interesse, sowie Neugier, aber auch Genauigkeit und Perfektionismus. Immer wieder geht er auf das Werk anderer Autoren und wissenschaftler ein, z.B. Carl von Linne, mit denen er zum Teil im regen Austausch steht. Auch auf Kritik reagiert er mit sachlichen Erwiederungen, scheut sich nicht, fehler richtigzustellen.

  • Von Beginn bis Seite 52.

    Was du dir vorgenommen hast, finde ich echt bewundernswert. Es ist keine einfache Sache, gerade wegen - aber nicht nur - der Art wie Humboldt geschrieben hat. Aber meine Frage ist eine andere: Was glaubst du, inwiefern dich die Lektüre bereichern wird? Ich selbst habe vor einiger Zeit versucht, das hier angezeigte Teil zu lesen und habe es relativ bald eingestellt. Der Grund war, dass ich bei der Frage, was mir das Buch an Erkenntnis bringt, bei "Null" gelandet bin. Das Lesen an sich war kein Problem, aber mir wurde schnell klar, dass ich von dem detaillierten Wissen für meinen sonstigen (eher geisteswissenschaftlichen) Wissenskosmos nicht profitieren würde. Und so schön fand ich die Sprache dann auch nicht, dass ich deswegen dabei geblieben wäre.

    Ich bin so gespannt, wie es dir ergehen wird und wünsche dir viel Freude, denn die muss beim Lesen ja auch sein.

    signed/eigenmelody

    "I would challenge you to a battle of wits, but I see you are unarmed."

    - Shakespeare


  • Das ist eine schwer zu beantwortende Frage, ehrlich gesagt und ich weiß nicht, ob ich die -jetzt- schon beantworten kann. Ich interessiere mich für Geschichte, fremde Länder und Kulturen und Geografie, so dass es da sicher genügend Anknüpfungspunkte gibt. Ob ich die jetzt in allen Texten finde, wage ich zu bezweifeln, ich finde jedoch Humboldt selbst als sehr interessanten Menschen. Vielleicht hilft es, einfach die Zeit, in der Humboldt gelebt hat, immerhin die Zeit der großen Naturwissenschaften und Entdeckungen, besser zu verstehen? ich glaube, dass es mich weiterbringt, in dem Sinne, einfach mich über einen längeren Zeitraum mit Texten auseinander zu setzen, die mich fordern, anstrengen und mich zwingen, zumindest zeitweilig, mich zu konzentrieren. Werke, die mich unterhalten, lese ich so schon viele. Frage mich aber gerne noch einmal, wenn ich vielleicht schon ein paar Bücher gelesen habe. Dann kann ich mehr sagen.

  • Frage mich aber gerne noch einmal, wenn ich vielleicht schon ein paar Bücher gelesen habe.

    Du hast völlig recht. Erhalte dir die Freude an Humboldts Werk.

    signed/eigenmelody

    "I would challenge you to a battle of wits, but I see you are unarmed."

    - Shakespeare


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    Alexander von Humboldt, Sämtliche Schriften (Berner Ausgabe)

    Hrsg. von Oliver Lubrich, Thomas Nehrlich (u.a.) - Band 1: 1789-1799

    Von Seite 52 bis Seite 101.


    Noch sind es vergleichsweise wenig fremdsprachige Texte. Die veröffentlichte Humboldt in späteren Jahren, als er viel in der Welt unterwegs gewesen ist. In seiner ersten Zeit ging es vornehmlich um Botanik, was sich bereits in seinen ersten Artikeln wiederspiegelt. Man muss sich da schon sehr konzentrieren, wenn man jetzt kein fachliches Wissen an den Tag legt und von Pflanzen nur so viel Ahnung wie wenig hat. Alexander von Humboldt beschäftigte sich aber auch viel mit Bergbau und Rohstoffen. In diesem Abschnitt ist viel von Salgewinnung, Salinen, derer Qualität und der Zusammensetzung der Salze die Rede, wie man sie reinigt bzw. von Fremdstoffen trennt. Wie schon der Abschnitt über die Webstuhltechnik zeugt auch dieser von der startenden Technisierung. Auch hier wieder Humboldts verbindender Blick, der Zusammenhänge zwischen verschiedenen Fachgebieten zieht.

  • Habe lange nicht mehr gelesen und, zugegeben, hier auch vorher nicht geupdatet. Inzwischen bin ich nämlich schon auf Seiten 250 und damit bei der Hälfte des ersten bandes angelangt, wenn man jetzt mal Register und Verzeichnisse abzieht und nur den lesbaren Teil betrachtet. Natürlich sind dazwischen immer mal wieder fremdsprachige Texte dabei, die ich nicht lesen kann.


    Hinterher wird aber immer auch die Übersetzung abgedruckt. D.h. würden die Texte gleich übersetzt auftauchen, wären es viel weniger Seiten. Humboldt muss mehrere Sprachen beherrscht haben. Latein, Französisch, Englisch, Spanisch scheint er in jedem Fall gekonnt zu haben. In seinen Texten geht es immer noch um vorwiegend Galvanisierungsversuchen, Untersuchungen der Leitfähigkeit von Nervenbahnen (an Froschschenkeln getestet) und er hat sich auch mit der Atmung unter Tage beschäftigt.


    Wie kann man Bergleuten die Atmung unter der Erde erleichtern? Früher gab es ja noch nicht die ausgeklügelten Belüftungssysteme, sprich Technik, wie heute. Dazu hat er eine Apparatur entwickelt, die er beschreibt. Zudem erleutert er in einem Text die Auswirkungen einer Rinderseuche. Ist er einer der ersten Beschreiber des Rinderwahns?

  • Nachdem ich länger pausiert habe, so etwas lässt sich nicht am Stück lesen, wie ich zunächst dachte, bin ich mittlerweile auf Seite 344 des ersten Bandes angelangt. Viele fremdsprachige, vor allem französischsprachige Texte, sind abgedruckt. Schriften, die ich nicht lesen kann, die Seitenzahlen füllen und dann nochmals in Übersetzung abgedruckt stehen. So erklärt sich, dass man dann doch ganz schnell viele Seiten schafft. Die fremdsprachigen Texten überblättert man. Nur das Übersetzte wird gelesen. Immer noch geht es viel um Bergbau, Galvanisierung und Versuchen zur Erregung von Nerven unter Hilfenahme von Metallen. Froschschenkel sind das Versuchsobjekt Nr. 1. Aber auch um die Geografie an sich, macht sich Humboldt verdient, so wird in diesem Jahrzehnt eine Militärkarte aufgrund seiner Messungen korrigiert. Salzburg zuvor, falsch verortet. Mittlerweile bin ich so auf Seite 344 angelangt.

  • Wow, Respekt für dieses Projekt, mir wäre das viel zu trocken.

    Ich habe mal die gesammelten Werke von Machiavelli gelesen und hatte da schon so meine Probleme. Obwohl er vergleichsweise flüssig, bisweilen sogar sehr unterhaltsam schreibt und überaus beindruckend ist.

    Meine Schwierigkeit damit war eher, dass ich viele Bezüge nicht herstellen konnte, oder bei den angesprochenen Personen erstmal nachschlagen musste, wer das überhaupt ist. Leider interessiere ich mich sehr für Geschichte und komme dann vom Hundertsten ins Tausendste, vor lauter Recherche.

    Durchgehalten habe ich es trotzdem und ich drücke Dir die Daumen, dass es Dir auch gelingt. ich like Dir das mal und verfolge Deinen Fortschritt.

    Ich bin eitel, hochmütig, tyrannisch, blasphemisch, stolz, undankbar, herablassend - bewahre aber das Aussehen einer Rose.

    Pita Amor

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